Pezeşkiyan, İran'ın bu savaşı nasıl BİTİRMEK istediğini açıkladı

İran Cumhurbaşkanı Mesud Pezeşkiyan 25 Eylül'de New York'ta CBS'in Face the Nation programında, Washington imzaladığı İslamabad niyet beyanına adım adım dönerse sürecin kabul ettiği gün başlayacağını söyledi. Videoda Pezeşkiyan'ın planının üç ayağını — diplomasi, 13 Nisan'dan beri İran limanlarına uygulanan ABD ablukası ve caydırıcılık — ve BM soruşturma heyetinin 17 Eylül raporunda ABD'nin 28 Şubat'taki iki saldırıyla, Minab'daki okul saldırısı dahil, savaş suçu işlediğine dair yeterli gerekçe bulmasını anlatıyoruz.
Tam metin (Almanca)
Manchmal scheint es, als würde dieser Krieg gegen den Iran niemals enden. Sieben Monate Bomben, Blockade und gebrochene Versprechen, mehr hat Washington damit bisher nicht geschaffen. Und oft scheint es, als gäbe es weder für den Iran noch für Amerika ein Licht am Ende des Tunnels. Doch Irans Präsident, Massud Peseschkian, sieht das anders. Er sagt, ein Ende sei greifbar, und zwar schneller, als viele in Washington glauben wollen.
Der Schlüssel liegt auf dem Tisch. Klingt das zu einfach? Genau das soll es. Doch Peseschkian hat diese Botschaft nicht einfach so in den Raum gestellt, ohne jede Begründung. Der Mann an der Spitze der Islamischen Republik hat einen Plan, und sein Ziel ist die unangenehmste Lage, in die man Donald Trump bringen kann: Er soll vor der ganzen Welt erklären müssen, warum er einen fertigen Ausweg ablehnt.
Am fünfundzwanzigsten September setzte sich Peseschkian in New York vor die Kamera von CBS, in die Sendung Face the Nation. Irans Präsident hätte diesen Auftritt für höfliche Floskeln nutzen können. Für ein paar freundliche Worte an das amerikanische Publikum. Doch obwohl er höflich blieb, nutzte Peseschkian die Gelegenheit, um Washington direkt vor laufender Kamera die Rechnung zu präsentieren. Die Moderatorin Margaret Brennan hielt selbst fest, er sei der erste ausländische Staatschef, der mitten in einem laufenden Krieg mit amerikanischem Visum in die USA gekommen ist.

Und genau dort, auf amerikanischem Boden, legte er seine Bedingungen offen. „Wenn diese Botschaft den Präsidenten der Vereinigten Staaten erreicht, beginnt der Prozess an dem Tag, an dem er sie annimmt“, sagte Peseschkian, fügte aber sofort eine Warnung hinzu: Es sei Amerika, das den Weg des Iran blockiere, und natürlich habe der Iran den Weg von seiner Seite ebenfalls blockiert. Was Washington jetzt tun müsse, sei einfach. Es müsse sich an das halten, was es selbst unterschrieben hat, vor seinem eigenen Volk und vor der ganzen Welt. Der Iran lässt Washington damit keine bequeme Ausrede mehr.
Entweder Amerika hält sich an das Geschriebene, oder es muss erklären, warum es einen Krieg fortsetzt, dessen Ende es selbst unterschrieben hat. Das klingt nach einer großen Forderung. Fast nach einer Unmöglichkeit. Denn dieser Krieg läuft seit Ende Februar und jede Einigung ist seitdem wieder zerbrochen, auch jene, die im Juni bereits unterschrieben war. Doch Peseschkian hat einen Plan.
Einen Plan aus drei Säulen, jede mit ihrem eigenen Ziel. Zusammen sollen sie Washington an den Punkt bringen, an dem ein Kriegsende billiger ist als seine Fortsetzung. Peseschkians Gleichung lautet: Vertrauen plus Hürden für die Blockade plus Abschreckung gleich ein Ende des Krieges. Jede dieser Säulen ist so wichtig wie die anderen, und wir beginnen mit der, die am meisten überrascht, der Diplomatie. Bevor wir tiefer in diesen Abgrund hinabsteigen, bitte ich dich um einen kleinen Gefallen. Wenn dich diese Entwicklungen so empören wie uns, dann drück jetzt auf den Like-Button und teile dieses Video mit jedem, den du kennst. Hinterlasse einen Kommentar, und sei es nur ein Punkt, um uns zu helfen, den Algorithmus zu bezwingen. Und wenn du an ehrlichen, ungefilterten Journalismus glaubst, dann abonniere jetzt. Deine Unterstützung ist das Einzige, was zwischen der Wahrheit und der endlosen Propaganda der Kriegsmaschine steht. Und lass mich dir an dieser Stelle etwas Persönliches sagen. Wir haben die überwältigende Resonanz auf unsere letzten Videos gesehen und wirklich jeden einzelnen Kommentar aufmerksam gelesen, und eine Überzeugung zog sich durch fast alle von euch: dass die Arroganz dieses Imperiums endlich die Antwort erhält, die sie verdient, dass hinter der großen Propaganda in Wahrheit ein müder, maßlos überschätzter Koloss steht, während ein über Jahrzehnte unterschätzter Iran gerade beweist, dass er sich schlicht nicht bezwingen lässt. Und immer lauter wurde bei euch die eine Frage: Wann endlich wacht Europa auf und reißt sich los, bevor dieser Krieg auch uns verschlingt? Genau dieser Austausch treibt uns an, von nun an noch gründlicher zu recherchieren und diese Berichte mit noch größerer Sorgfalt für dich aufzubereiten. Also schreib auch diesmal, was du denkst, und widersprich uns ruhig, denn es sind genau diese Stimmen, die uns antreiben und diesen Kanal am Leben halten. Und jetzt zurück zum Geschehen. Peseschkian verlangt nicht, dass der Iran ganz neue Kanäle nach Washington öffnet.
Das hat der Iran längst versucht, über Oman, über Katar und zuletzt über Pakistan. Es hat nicht funktioniert, nicht einmal mit Pakistan als Vermittler. Stattdessen verlangt er, dass Amerika zu dem zurückkehrt, was bereits schwarz auf weiß vorliegt, der Absichtserklärung von Islamabad. Er will, dass Washington diese Vereinbarung Schritt für Schritt umsetzt, und zwar in Etappen, die beide Seiten vorher festgelegt haben. Die Rückkehr zu dieser Vereinbarung ist für ihn die Bedingung Nummer eins.

Das sei kein Wunsch, sagt Peseschkian. Es sei Realität. „Ich habe sie unterschrieben, und der Präsident der Vereinigten Staaten hat sie unterschrieben, und wir sind auf dieser Grundlage vorangegangen“, sagte er, doch wegen fehlender Abstimmung sei der Prozess unterbrochen worden. Die Forderungen dieser Vereinbarung seien jetzt in Etappen aufgeteilt, und wenn die USA diesen Weg akzeptieren, kehre alles zu dem Zustand zurück, wie er vorher war. Mit anderen Worten, die Diplomatie beginnt bei der eigenen Unterschrift.
Washington muss zeigen, dass seine Unterschrift etwas wert ist, bevor der Iran irgendeinem neuen Versprechen glaubt. Und genau hier liegt das Problem, das Peseschkian vor laufender Kamera aufzählte. Nach monatelangen Verhandlungen habe ein amerikanischer Präsident das Atomabkommen einfach zerrissen, und das, obwohl man sich geeinigt hatte. Dann habe man wieder Verantwortung übernommen, sich erneut an den Tisch gesetzt, und mitten in den Verhandlungen sei der Iran angegriffen worden. Und am Ende stehe immer derselbe Satz: Die Amerikaner halten sich nicht an das, was sie unterschreiben.
Peseschkian nannte dafür ein Beispiel, das kaum jemand in Europa kennt. Und noch etwas. Es geht um Geld. Um ein Geschäft, das Washington selbst ausgehandelt hatte. „Wir haben sie freigelassen.
Die Abmachung war, dass sie unser Geld freigeben“, sagte Peseschkian über den Gefangenenaustausch mit den USA. Und diese Geschichte ist tatsächlich dokumentiert. Im September zweitausend dreiundzwanzig ließ der Iran fünf amerikanische Staatsbürger frei, im Gegenzug wurden sechs Milliarden Dollar iranischer Öleinnahmen, die seit zweitausendachtzehn in Südkorea eingefroren waren, auf Konten in Katar überwiesen. Nur einen Monat später, im Oktober zweitausend dreiundzwanzig, vereinbarten die USA und Katar, dass der Iran an dieses Geld nicht herankommt. „Die Vereinigten Staaten bekommen, was sie wollen, und dann halten sie ihre Zusagen nicht ein“, fasste Peseschkian zusammen.

„Wir haben getan, worum die Vereinigten Staaten uns gebeten haben, aber die Vereinigten Staaten haben nicht getan, was sie hätten tun sollen.“ Das sei die Lage, in der man sich heute befinde, sagte er. Für Irans Präsidenten ist Vertrauen deshalb der Schlüssel. Je öfter Washington sein Wort bricht, desto weniger Grund hat der Iran, auf neue Versprechen einzugehen. Und beides schwächt Amerika.
Und zwar nicht nur, weil Washington eine Einigung verpasst. Es steckt mehr dahinter. Das eigentliche Ziel dieser ersten Säule ist es, der Welt zu zeigen, dass nicht der Iran den Frieden blockiert, sondern die Seite, die ihre eigenen Verträge zerreißt, sobald sie ihr nicht mehr nützen. Washington versucht seit Monaten, den Iran als den Störenfried darzustellen. Am deutlichsten sieht man das an der Erzählung, Teheran wolle gar nicht verhandeln.
Drohungen, Sanktionen und die Seeblockade werden damit begründet, dass der Iran angeblich keinen Frieden wolle. Washington glaubt, dass Druck ausreicht, um Teheran zur Kapitulation zu zwingen. Mit jedem öffentlichen Angebot zeigt der Iran nun, dass diese Erzählung nicht stimmt. Wenn überhaupt, dann bewirkt Washington das Gegenteil, und Europa fragt sich zunehmend, wer hier eigentlich einen Ausweg verhindert. Und dieses Scheitern der amerikanischen Erzählung erzeugt Druck auf Trump.
Deshalb ist die Diplomatie die erste Säule in Peseschkians Plan. Es gibt zwei weitere, und wir schauen uns jetzt an, was sie sind und warum sie so wichtig sind. Doch zuvor ein Punkt, der in keiner Zusammenfassung fehlen darf. Peseschkian erinnerte daran, dass der Iran ein ganzes Jahr gewartet hat, bis die europäischen Partner ihre Pflichten aus dem Atomabkommen erfüllen. „Sie haben es nicht getan“, sagte er, und Europa hat im September zweitausend fünfundzwanzig sogar die alten UN-Sanktionen zurückgeholt.
Weiter zur zweiten Säule, der Blockade. Diese Säule ist eng mit der Diplomatie verbunden. Peseschkian machte das in dem Interview sehr deutlich, als er erklärte, zuerst müssten beide Seiten den Weg wieder öffnen, und erst danach könne man sich an den Verhandlungstisch setzen und über alle anderen Fragen sprechen. Jeder kann die Blockade sehen, die Washington seit dem dreizehnten April über die iranischen Häfen verhängt hat. Und diese Blockade wird immer härter.
Gleichzeitig bleibt die Straße von Hormus für Amerikas Verbündete und für den Welthandel eingeschränkt. Der Iran macht damit klar, dass eine Blockade in beide Richtungen wirkt und dass der Schlüssel für Hormus in Washington liegt, nicht in Teheran. Mehr als hundert Schiffe hat die amerikanische Marine inzwischen abgewiesen und zur Umkehr gezwungen. Vier Tanker wurden beschlagnahmt, Supertanker mit jeweils rund eins Komma neun Millionen Barrel Öl an Bord. Für Teheran ist klar, dass diese Blockade zuerst aufgehoben werden muss, bevor der Iran seinen Teil des Weges öffnet.
Deshalb beharrt Peseschkian darauf, dass beide Seiten gleichzeitig handeln, und nicht der Iran allein. Diese Säule mag auf den ersten Blick widersprüchlich wirken. Schließlich leidet der Iran selbst schwer unter der Blockade. Nach Angaben des Pentagons verlor der Iran allein zwischen dem dreizehnten April und dem ersten Mai rund vier Komma acht Milliarden Dollar an Öleinnahmen. Seit August sind die iranischen Ölexporte praktisch zum Erliegen gekommen.
Und die Inflation im Land hat im September siebzig Prozent erreicht. Doch der Druck liegt nicht nur auf einer Seite. Die Straße von Hormus bleibt eingeschränkt, und jeder Tag ohne Einigung verteuert Energie, Transport und Versicherungen weltweit. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Öl, Schifffahrt und den Preisen, die am Ende auch in Europa ankommen. Und auch in Washington gab es Momente, in denen die Tür schon offen stand.
Am siebzehnten April erklärte der Iran die Straße von Hormus für Handelsschiffe vollständig geöffnet. Doch als die USA ihre Blockade nicht aufhoben, schloss der Iran die Meeresstraße schon am nächsten Tag wieder. Genau diese Lehre steht hinter Peseschkians Satz, dass beide Seiten den Weg zuerst öffnen müssen. Wir verstehen also den Einwand, der Iran sei in dieser Frage der Schwächere. Doch es gibt zwei Antworten auf diesen Einwand.
Erstens, egal wie groß der Schaden für den Iran ist, der Preis für die Welt wächst mit jedem Tag, für Reedereien, für Raffinerien und am Ende für jeden Autofahrer. Wenn Washington den Iran wirtschaftlich erdrosseln will, trifft es damit auch seine eigenen Verbündeten. Zweitens, eine Blockade zu verhängen ist das eine. Sie ohne Folgen durchzuhalten ist etwas völlig anderes, und genau diese Lücke nutzt die zweite Säule von Peseschkians Plan. Einer der Gründe, warum der Iran diesen Druck so lange aushält, ist seine Erfahrung mit Sanktionen, die älter ist als dieser Krieg.
Schon im September zweitausend fünfundzwanzig hatten Großbritannien, Frankreich und Deutschland den sogenannten Snapback ausgelöst und die alten UN-Sanktionen zurückgeholt. Die Europäische Union setzte ihre Strafmaßnahmen am neunundzwanzigsten September zweitausend fünfundzwanzig wieder in Kraft, der Iran, Russland und China nannten das rechtlich fehlerhaft. Peseschkian nennt die Sanktionen deshalb ein unmenschliches Werkzeug. Wer den Zugang zu Nahrung und Medikamenten blockiere, treffe in Wahrheit die Kranken, die Alten und die Armen, sagte er. Was Amerika tue, sei ein Kriegsverbrechen.
Die Blockade soll also nicht nur Öl stoppen. Sie soll eine ganze Gesellschaft mürbe machen. Doch genau hier setzt Peseschkian an. Die Menschen im Iran würden Not ertragen, aber mit Würde, sagte er. Und das Ziel dieser zweiten Säule ist sehr einfach: Washington soll erkennen, dass es mit der Blockade keine Kapitulation erzwingen kann.
Wer Teheran wirtschaftlich in die Knie zwingen will, muss dafür selbst einen immer höheren Preis zahlen. Dieser Preis ist bereits sichtbar. Die Moderatorin selbst zählte die Folgen auf: Ölexporte blockiert, ausländische Konten eingefroren, die Inflation in die Höhe geschossen. Und trotzdem fragte sie, ab wann dieser Schmerz zu groß werde. Peseschkians Antwort war eindeutig.
Der Iran werde alles Menschenmögliche tun, aber nicht unter Zwang und Erpressung, die ihn zur Unterwerfung bringen sollen. „Wir verhandeln bereits. Warum greifen sie uns gleichzeitig an?“ Mit dieser Frage drehte er das Interview um. Denn nicht der Iran hat den Verhandlungstisch verlassen.
Washington setzt auf maximalen Druck, doch der Iran antwortet mit maximaler Geduld. Die zweite Säule soll zeigen, dass diese Geduld länger hält als Amerikas Blockade. Damit kommen wir zur dritten Säule, der Abschreckung. Peseschkian sagte klar, der Iran wolle nicht kämpfen, aber wenn man ihn angreife, werde er sich selbstverständlich verteidigen. „Wir suchen keinen Krieg. Der Krieg wurde uns aufgezwungen“, sagte er.
Und für diesen Satz gibt es inzwischen Rückendeckung von einer Stelle, von der Washington es am wenigsten erwartet hätte. Von den Vereinten Nationen. Am siebzehnten September legte eine unabhängige Untersuchungsmission im Auftrag des UN-Menschenrechtsrats ihren Bericht vor. Sie fand hinreichende Gründe für die Annahme, dass die Vereinigten Staaten mit zwei Angriffen am achtundzwanzigsten Februar ein Kriegsverbrechen begangen haben. Einer dieser Angriffe traf die Grundschule Schadschareh Tayyebeh in Minab.
Bei dem Tomahawk-Angriff starben mehr als hundertfünfzig Menschen, darunter rund hundertzwanzig Kinder. Die Mission verweist unter anderem auf die Flugbahn der Rakete und darauf, dass in diesem Krieg keine andere Seite Tomahawk-Raketen besitzt als die Vereinigten Staaten. Diese Botschaft ist unmissverständlich. Nicht der Iran steht in diesem Bericht als derjenige da, der auf Schulen zielt. Peseschkian sprach im Interview selbst von unschuldigen Schulkindern und fragte, wie ausgerechnet diejenigen, die so etwas tun, sich auf Menschenrechte berufen könnten.
Die Antwort des Weißen Hauses auf den UN-Bericht war bezeichnend, und sie sagt mehr über Washington als jede Erklärung aus Teheran. Sprecherin Anna Kelly erklärte, der Menschenrechtsrat habe seit Jahrzehnten nichts für die Menschenrechte erreicht und verbreite nur unseriösen Unsinn. Ein Kriegsverbrechen wird in Washington also nicht untersucht, sondern verspottet. Und genau das untergräbt jede amerikanische Forderung nach Vertrauen. Fairerweise muss man sagen, dass derselbe Bericht auch schwere Vorwürfe gegen die iranischen Behörden wegen des Vorgehens gegen Demonstranten erhebt.
Auch danach fragte Margaret Brennan, und Peseschkian räumte ein, dass dabei Unschuldige getötet wurden, und sprach von bewaffneten Gruppen unter den Demonstranten. Doch der Teil über Minab betrifft Washington direkt, denn er nennt die Vereinigten Staaten beim Namen. Und genau dieser Teil wird im Westen kaum diskutiert. Die dritte Säule ist damit weniger militärisch als moralisch. Abschreckung funktioniert eben nicht nur mit Raketen, Drohnen und Schnellbooten.
Sie funktioniert auch mit der Frage, wer vor der Welt als Angreifer dasteht, und diese Frage beantwortet gerade ein Bericht der Vereinten Nationen. Und genau darum geht es bei dieser Säule, um Druck auf Washington. Nicht um wirtschaftlichen Druck. Sondern um politischen. Indem Teheran die Folgen dieses Krieges auf die Bühne einer amerikanischen Fernsehsendung bringt, spricht es direkt die Menschen an, die diesen Krieg bezahlen.
Peseschkian betonte, die Menschen im Iran gingen seit sieben Monaten auf die Straße, um ihren Protest gegen das Vorgehen Amerikas zu zeigen. Und auch im Westen wächst die Zahl derer, die nicht mehr verstehen, wofür dieser Krieg eigentlich geführt wird und warum Washington die Hand ausschlägt, die Teheran gerade öffentlich ausgestreckt hat. Das sind die drei Säulen von Peseschkians Plan. Zusammen sollen sie Washington keine andere Wahl lassen als die Rückkehr zu dem, was es selbst unterschrieben hat. Nach Peseschkians Worten muss dafür zuerst das Misstrauen überwunden werden, das dieser Krieg geschaffen hat.
Amerika müsse zeigen, dass es die Regierung in Teheran nicht stürzen wolle, und sich an das Geschriebene halten. Das alles liegt in Washingtons Hand, doch eine große Frage bleibt: Wird der Plan funktionieren? Er könnte. Doch Peseschkian weiß genau, mit wem er es zu tun hat, mit einer Regierung, die Verträge unterschreibt und sie danach wieder zerreißt. Deshalb sagte er offen, dass ein Treffen mit Trump derzeit kaum vorstellbar sei, solange das Vertrauen nicht wiederhergestellt ist.
„Jeden Tag verschärfen sie die Sanktionen gegen uns. Jeden Tag drohen sie uns. Jeden Tag greifen sie uns an. Und sie halten sich nicht an das, was sie schriftlich festgelegt haben.“ Das ist nicht die Haltung einer Regierung, die ernsthaft über Frieden nachdenkt.
Es ist allerdings die Haltung einer Regierung, die glaubt, Druck ersetze jede Verhandlung, und die nicht merkt, wie viel Vertrauen sie dabei verspielt. Und genau hier liegt Washingtons Problem, denn Trump hat das jüngste Angebot aus Teheran abgelehnt, während der Iran vor laufender Kamera erklärt, er würde sich an jede Zusage halten. Wer so vor der Weltöffentlichkeit steht, verliert Rückhalt, bei den eigenen Verbündeten und bei den eigenen Wählern. Kombiniert mit den drei Säulen von Peseschkians Plan, die ebenfalls alle auf Druck ausgelegt sind, wird Washingtons Position immer schwerer zu verteidigen. Kann ein Ende also bald kommen?
Das wird die Zeit zeigen. Selbst wenn Peseschkians Plan scheitert, wäre es kein echtes Scheitern. Washington würde vielleicht nicht einlenken. Aber dann stünde vor aller Welt fest, wer den Ausweg abgelehnt hat, und der Iran stünde am Ende dieses Jahres stärker da als zu Beginn, allein wegen dieser Strategie. In gewisser Weise gewinnt der Iran also in beiden Fällen.
Doch Peseschkian hofft, dass der Druck Wirkung zeigt. Und dieser Druck ist bereits enorm, und er wird weiter wachsen. Es ist auch nicht nur Teheran, das diesen Druck aufbaut. Kritik an Washingtons Krieg kommt inzwischen aus Quellen, mit denen dort niemand gerechnet hat, aus den Vereinten Nationen und sogar aus Europa, wo man fragt, warum eine unterschriebene Vereinbarung nichts mehr wert sein soll. Für eine Weltmacht, die sich als Hüterin der Ordnung versteht, ist das eine Blamage vor den Augen der ganzen Welt.
Was denkst du? Wird Washington zu seiner eigenen Unterschrift zurückkehren oder weiter auf Druck setzen? Schreib es uns in die Kommentare. Wenn dir das Video geholfen hat, like es und abonniere den Kanal. Das war FR Report.
Haberin videosu (Almanca)

