Washington'da isyan: Trump'ın kendi adamları ona sırt çeviriyor ve savaşın bitmesini istiyor

Mike Rogers, Ashley Hinson ve Jon Husted gibi Cumhuriyetçi aday ve senatörler, dizelin galonu 6 doların üstüne çıkınca İran savaşının bir an önce bitmesini istiyor. 24 Eylül'de Senato'da Trump'ı askerleri çatışmadan çekmeye zorlayacak karar 49'a 50 oyla düştü; dört Cumhuriyetçi senatör kendi başkanlarının çizgisine karşı oy verdi. Videoda akaryakıt fiyatlarının, anketlerin ve çiftçilerin artan masraflarının Trump'ın kendi kampındaki çatlağı nasıl büyüttüğünü anlatıyoruz.
Tam metin (Almanca)
„Natürlich ist das der schlechteste Zeitpunkt überhaupt.“ „Denn genau jetzt verbrauchen wir den meisten Diesel.“ So beschreibt ein Farmer aus dem Zentrum von Illinois die Lage mitten in der Erntezeit. Diesel kostet in den USA inzwischen mehr als sechs Dollar pro Gallone, so viel wie noch nie. Für Donald Trump, der gerade Irans Angebot zur Öffnung der Straße von Hormus abgelehnt hat, läuft es zu Hause nicht gut.
Die steigenden Kosten des Iran-Krieges, die Preisexplosion an den Zapfsäulen, eine Inflation, die jeden Kassenzettel teurer macht, und ein Krieg, der längst in den Wohnzimmern der Amerikaner angekommen ist. Die Geduld Amerikas geht zu Ende. Überall im Land werden kritische Stimmen laut. Und diese Stimmen kommen nicht von den Demokraten. Sie kommen von denen, die diesen Krieg einst am lautesten verteidigt haben.
Das jüngste Beispiel ist ein Wahlwerbespot von Mike Rogers, dem von Trump unterstützten Senatskandidaten der Republikaner in Michigan. Achte auf die Bilder, die du jetzt siehst. Dieser Mann hat den Krieg gegen den Iran vom ersten Tag an unterstützt. Als der Krieg Ende Februar begann, nannte er ihn längst überfällig, und noch im Sommer bezeichnete er den Iran als zahnlos. Doch jetzt klingt er völlig anders.

Er steht in einem Supermarkt und sagt: „Lebensmittel kosten zu viel.“ „Wir müssen die Preise senken.“ „Der Krieg mit dem Iran muss enden, und zwar schnell.“ Es ist dieselbe Supermarktkette wie in seinem Werbespot von vor zwei Jahren.
Selbst die Kleidung ist fast dieselbe. Nur der Schuldige ist ein anderer. Damals war es Joe Biden, heute ist es der Krieg, und genau diese wenigen Sätze fassen das Amerika dieses Jahres zusammen. Und diese Stimmen sind längst keine Einzelfälle mehr. Von Senatoren über Gouverneurskandidaten bis zu Abgeordneten aus Trumps treuesten Bundesstaaten wird der Chor jede Woche lauter.
In diesem Video zeichnen wir die Risse in Trumps eigenen Reihen nach. Der Wendepunkt ist, dass der Krieg buchstäblich zu Hause angekommen ist. Heute kann keine Rede aus dem Weißen Haus die Preiswelle an den Tankstellen mehr aufhalten. Nach Berechnungen des Haushaltsbüros des Kongresses hat der Krieg zwei Komma drei Prozentpunkte zu einer annualisierten Inflationsrate von fünf Komma drei Prozent im zweiten Quartal beigetragen. Die Preiswelle erreicht inzwischen auch die Regionen, die sich sicher glaubten.
Und am härtesten trifft es ausgerechnet das Kernland im Zentrum der USA, wo Trump seine treuesten Wähler hat. Trump selbst nannte den Preisanstieg schon im März nur eine kleine Störung und einen Umweg, den man habe nehmen müssen. Die meistdiskutierte Front dieses Krieges ist aber die, die den Amerikanern am nächsten ist, die eigene Geldbörse. Die Tankstelle. Bevor wir tiefer in diesen Abgrund hinabsteigen, bitte ich dich um einen kleinen Gefallen. Wenn dich diese Entwicklungen so empören wie uns, dann drück jetzt auf den Like-Button und teile dieses Video mit jedem, den du kennst. Hinterlasse einen Kommentar, und sei es nur ein Punkt, um uns zu helfen, den Algorithmus zu bezwingen. Und wenn du an ehrlichen, ungefilterten Journalismus glaubst, dann abonniere jetzt. Deine Unterstützung ist das Einzige, was zwischen der Wahrheit und der endlosen Propaganda der Kriegsmaschine steht. Und lass mich dir an dieser Stelle etwas Persönliches sagen. Wir haben die überwältigende Resonanz auf unsere letzten Videos gesehen und wirklich jeden einzelnen Kommentar aufmerksam gelesen, und eine Überzeugung zog sich durch fast alle von euch: dass die Arroganz dieses Imperiums endlich die Antwort erhält, die sie verdient, dass hinter der großen Propaganda in Wahrheit ein müder, maßlos überschätzter Koloss steht, während ein über Jahrzehnte unterschätzter Iran gerade beweist, dass er sich schlicht nicht bezwingen lässt. Und immer lauter wurde bei euch die eine Frage: Wann endlich wacht Europa auf und reißt sich los, bevor dieser Krieg auch uns verschlingt? Genau dieser Austausch treibt uns an, von nun an noch gründlicher zu recherchieren und diese Berichte mit noch größerer Sorgfalt für dich aufzubereiten. Also schreib auch diesmal, was du denkst, und widersprich uns ruhig, denn es sind genau diese Stimmen, die uns antreiben und diesen Kanal am Leben halten. Und jetzt zurück zum Geschehen. Seit Kriegsbeginn ist Benzin um zweiundfünfzig Prozent teurer geworden, auf rund vier Dollar achtundvierzig pro Gallone.

Diesel ist sogar um einundsiebzig Prozent gestiegen. Für fast die Hälfte der Wähler, siebenundvierzig Prozent laut Reuters und Ipsos, sind die Lebenshaltungskosten inzwischen das wichtigste Thema bei der Wahl. Und nur fünfundzwanzig Prozent der Amerikaner halten diesen Krieg laut derselben Umfrage für lohnenswert. Das sind nüchterne Zahlen, aber was sie politisch bedeuten, hat ein ehemaliger Abgeordneter aus Michigan in einem Satz ausgedrückt. Justin Amash schrieb: Wenn ein eingefleischter Kriegsbefürworter wie Mike Rogers plötzlich erklärt, der Krieg müsse schnell enden, dann weiß man, dass er verliert, und zwar gewaltig.
Selbst Rogers' Gegner machte sich die Wende sofort zunutze. Abdul El-Sayed sagte, Rogers lüge den Wählern direkt ins Gesicht. Er ändere seine Meinung nur, weil Benzin fünf Dollar pro Gallone erreicht habe und Diesel auf Rekordniveau stehe. Doch der Krieg kostet nicht nur an der Zapfsäule. Nach dem Bericht des Generalinspekteurs des Pentagon kostete die Operation Epic Fury allein vom achtundzwanzigsten Februar bis Ende Juni dreiunddreißig Komma vier Milliarden Dollar.
Und das war nur der Anfang. Zweiundzwanzig Komma drei Milliarden davon gingen allein für Munition drauf. Und der Krieg geht weiter. Doch was Trumps eigene Anhänger wirklich aufbringt, sind nicht die Milliarden im Pentagon. Es ist die Rechnung, die sie selbst bezahlen.
Das Wirtschaftsmagazin Fortune berichtete über einen Farmer und Trump-Wähler, der für den Treibstoff seiner Maschinen inzwischen doppelt so viel bezahlt. Ein Mann, der Trump seine Stimme gab, zahlt jetzt den doppelten Preis für diesen Krieg. Und er ist kein Einzelfall. Das ist die Mathematik dieses Krieges auf einem einzigen Hof. Ist Rogers' Kehrtwende also nur ein einzelner Ausrutscher im Wahlkampf?

Mit jedem Trump-Treuen, der sich jetzt öffentlich äußert, wird die Antwort klarer. Und um sie zu sehen, muss man nur nach Iowa schauen. Dort kandidiert die Republikanerin Ashley Hinson für den Senat. Sie gehört zu den verlässlichen Stimmen ihrer Partei in einem Bundesstaat, den Trump dreimal gewonnen hat. Doch jetzt hat auch sie eine Linie überschritten.
Die Menschen in Iowa würden ausgequetscht und sollten die Rechnung für den Krieg im Iran weder an der Zapfsäule noch an der Supermarktkasse bezahlen müssen. Und sie ging noch weiter. Der Krieg müsse zu einem erfolgreichen und sofortigen Ende gebracht werden. Wie ernst diese Absetzbewegung ist, zeigt ein weiterer Name aus Trumps Lager. Senator Jon Husted aus Ohio sagte, der Krieg müsse so schnell wie möglich enden, damit die Benzinpreise sinken.
Und in Michigan legte der Abgeordnete John James nach, der Kandidat der Republikaner für das Gouverneursamt. „Wir müssen diesen Krieg schnell beenden, denn Krieg ist schrecklich, und niemand mag Krieg.“ In Iowa erklärte die Abgeordnete Mariannette Miller-Meeks, sie werde nicht dafür stimmen, die Soldaten in einem Krieg ohne Ende zu halten, während die Menschen in Iowa zu viel an der Zapfsäule zahlen. Und das wirklich Bemerkenswerte ist dies. Mitten im Wahlkampf und gegen den eigenen Präsidenten werden es trotzdem immer mehr.
Doch nicht alle reden nur. Der eigentliche Bruch an der Spitze geschah am vierundzwanzigsten September im Senat. Dort stand eine Resolution zur Abstimmung, die Trump verpflichtet hätte, die amerikanischen Truppen aus den Kampfhandlungen gegen den Iran abzuziehen, solange der Kongress den Krieg nicht ausdrücklich genehmigt. Vier Republikaner stimmten gegen die Linie ihres eigenen Präsidenten: Rand Paul, Susan Collins, Lisa Murkowski und Thom Tillis. Gescheitert ist die Resolution am Ende mit neunundvierzig zu fünfzig Stimmen.
Und zwar nur, weil ein einziger Demokrat, John Fetterman aus Pennsylvania, mit den Republikanern stimmte. Eine einzige Stimme trennte Trump von einer schweren Niederlage im Kongress. Und im Repräsentantenhaus sah es nicht anders aus. Dort stimmten Thomas Massie, Brian Fitzpatrick, Warren Davidson, Tom Barrett und Nancy Mace dafür, Trumps Kriegsbefugnisse einzuschränken. Der Abgeordnete Zach Nunn aus Iowa begründete es so.
Nachdem sich das Verhandlungsfenster geschlossen habe, bräuchten anhaltende Kampfhandlungen jetzt die Zustimmung des Kongresses. Das ist ein bemerkenswerter Satz, denn er kommt aus derselben Partei, die diesen Krieg im Februar noch mit großer Mehrheit getragen hat. Die Richtung ist eindeutig. Weg vom Krieg, hin zu den Preisen. Das Bild ist klar.
Die Basis spricht die Sprache der Wut. Die Spitze spricht die Sprache der Wahlarithmetik, aber beide drücken dasselbe Misstrauen aus. Der republikanische Senator Dan Sullivan aus Alaska brachte es beim Diesel auf den Punkt. Der Preis sei, so wörtlich, verdammt noch mal zu hoch. Was genau ist also diese Entwicklung, die zugleich Wähler und Senatoren aufschreckt?
Die Antwort liegt in vier Schichten. Die erste Schicht ist der Treibstoff, und sie beginnt in der Straße von Hormus. Seit Kriegsbeginn Ende Februar ist die wichtigste Ölroute der Welt nur noch eingeschränkt passierbar. Aus einer Energiekrise ist ein Stresstest für jeden amerikanischen Haushalt geworden. Am vierten September kostete Diesel im Landesdurchschnitt zum ersten Mal fünf Dollar fünfundachtzig, so viel wie nie zuvor.
Seitdem ist der Preis weiter gestiegen, auf sechs Dollar fünf. Vor dem Krieg, Ende Februar, lag er noch bei etwa drei Dollar sechsundsiebzig. Das ist ein Anstieg von sechzig Prozent. Im Zentrum des Landes liegt der Durchschnitt sogar bei sechs Dollar achtundsechzig. An der Golfküste in Texas liegt er bei sechs Dollar siebzehn.
Und eine Entspannung ist nicht in Sicht, solange die Straße von Hormus eingeschränkt bleibt. Die Folgen spürt man inzwischen überall. Transportunternehmen schlagen Alarm, weil ihre Treibstoffkosten explodieren. Und Landwirte stellen ihre Pläne um. Der Farmer aus Illinois will im Herbst weniger pflügen und mehr Diesel auf dem eigenen Hof lagern.
Die Antwort der Regierung ist dagegen erstaunlich gelassen. Trump bezeichnete höhere Benzinpreise wiederholt als kleinen Preis dafür, dass der Iran keine Atomwaffe bekommt. Doch viele Amerikaner sehen das inzwischen anders. Die bitterste Ironie erlebt dabei ausgerechnet ein Land, das selbst so viel Öl fördert wie kaum ein anderes. Die USA gehören zu den größten Ölproduzenten der Welt, und trotzdem zahlen ihre Bürger Rekordpreise für Diesel.
Was ein Verbandschef aus Iowa dazu sagt, ist deutlicher als jede offizielle Erklärung. Steve Kuiper, der Präsident des Maisbauernverbands von Iowa, sagte über dieses Jahr: Eigentlich hätten wir damit ordentlich ein paar Dollar verdienen können. Doch dann kam der Dieselpreis. Das sagt kein Politiker, sondern ein Landwirt aus dem Mittleren Westen.
Und er ist bei Weitem nicht der Einzige. Auch die Spediteure spüren es. Die Treibstoffkosten ziehen sich durch die gesamte Lieferkette bis in die Supermarktregale. Das offiziellste Eingeständnis dieser Realität kam aus dem Kongress selbst. Das Haushaltsbüro des Kongresses, eine überparteiliche Behörde, hat es schwarz auf weiß festgehalten.
Der Krieg habe die Energiepreise vor allem durch die Störungen in der Straße von Hormus in die Höhe getrieben. Übersetzt heißt das: Eine Behörde des Kongresses bestätigt, dass dieser Krieg nicht mehr nur in Hormus geführt wird, sondern an jeder Supermarktkasse in Amerika. Und die Geduld der Menschen kocht über. Das zeigen die Umfragen.
Laut Reuters und Ipsos ist Trumps Zustimmungsrate auf zweiunddreißig Prozent gefallen. Das ist der niedrigste Wert seiner politischen Laufbahn. Und laut New York Times und Siena halten vierundsechzig Prozent der Amerikaner den Krieg gegen den Iran für die falsche Entscheidung. Neunundvierzig Prozent sagten schon im Juli laut Quinnipiac, es gehe ihnen finanziell schlechter als ein Jahr zuvor. Und wer von der Tankstelle nach Hause fährt, erlebt den zweiten Schock.
An der Supermarktkasse. Auf dem Papier liegt die Inflation bei fünf Komma drei Prozent. Doch was die Menschen tatsächlich spüren, ist etwas anderes. Rogers' Satz, dass Lebensmittel zu viel kosten, ist nicht zufällig der erste Satz seines Werbespots. Er weiß, womit man Wähler in Michigan gerade erreicht.
Zwischen dem, was Washington verkündet, und dem, was die Menschen erleben, klafft eine riesige Lücke. Hinter diesem Gefühl stehen konkrete Kosten. Dünger, Saatgut und Maschinen sind in diesem Jahr teurer geworden. Und jede dieser Kosten landet am Ende im Preis von Brot, Fleisch und Milch. Genau das meint Ashley Hinson, wenn sie von der Rechnung an der Supermarktkasse spricht.
Und genau dort, an der Kasse, entscheidet sich im November für viele Wähler die Wahl. Dieselbe doppelte Wirklichkeit zeigt sich auch bei der Frage, ob dieser Krieg überhaupt richtig war. Offiziell spricht Trump davon, dass Amerika gewinnt. Doch laut YouGov halten nur noch dreiundfünfzig Prozent der Republikaner den Krieg für die richtige Entscheidung, im April waren es noch achtundsechzig. Ein Rückgang um fünfzehn Punkte in nur fünf Monaten, und zwar in Trumps eigener Partei.
Das Amerika, das Trump beschreibt, und das Amerika, in dem die Menschen leben, sind nicht mehr dasselbe Land. Und die Stimme der Basis ist inzwischen deutlich zu hören. Besonders deutlich zeigt sich das bei den jungen Republikanern. Laut einer Umfrage von CNN lehnen dreiundfünfzig Prozent der Republikaner unter fünfundvierzig Trumps Umgang mit dem Iran ab. Und insgesamt ist die Zustimmung unter Republikanern von dreiundsiebzig Prozent im März auf sechzig Prozent gefallen.
Wer so etwas bei der eigenen Basis sieht, weiß, was im November droht. Und Rogers ist nicht der einzige Kandidat, der das begriffen hat. Hinson fordert ein sofortiges Ende. Husted will die Preise senken. Um das Gewicht dieser Sätze zu verstehen, muss man den Zusammenhang kennen.
Diese Politiker stehen mitten im Wahlkampf und sind auf Trumps Wähler angewiesen. Wer sich gegen den eigenen Präsidenten stellt, riskiert die Unterstützung seiner Basis. Sie sprechen also, obwohl sie den Preis kennen. Und das Echo dieser Realität findet sich sogar in einer Umfrage des Senders, der Trump am nächsten steht. Laut Fox News sagen einundsiebzig Prozent der Amerikaner, Trump habe keine klare Strategie für diesen Krieg.
Selbst unter Republikanern sind es dreiundvierzig Prozent. Fast die Hälfte der eigenen Partei zweifelt also an der Strategie ihres Präsidenten. Und das mitten in einem laufenden Krieg. Die Knappheit, die an der Zapfsäule begann, hat damit das Vertrauen in den Oberbefehlshaber selbst erreicht. Beginnen wir diesen Abschnitt mit einer einfachen Kette, die jeder Landwirt im Mittleren Westen kennt.
Ohne Diesel keine Ernte. Ohne Ernte keinen Mais und keine Sojabohnen. Ohne Mais kein Futter. Und ohne Futter kein Fleisch und keine Milch. Das mag übertrieben klingen, doch der Zeitpunkt macht es real.
Genau jetzt beginnt die Ernte von Mais und Sojabohnen, zwei der wichtigsten Feldfrüchte des Landes. Und genau jetzt steht Diesel auf Rekordniveau. Wie wenig Spielraum die Farmer haben, erklärt Ryan Mackenthun, der Präsident des Sojabohnenverbands von Minnesota. Weniger zu pflügen oder weniger Pflanzenschutzmittel einzusetzen, um Diesel zu sparen, sei riskant, wenn man es vorher nie ausprobiert habe. Wer jetzt spart, riskiert also die Ernte des nächsten Jahres.
Und die Rechnung ist eindeutig. Mähdrescher, Traktoren und Getreidelaster laufen alle mit Diesel. Und jeder Liter kostet heute sechzig Prozent mehr als vor dem Krieg. Für viele Betriebe steht damit die Rechnung der ganzen Saison auf dem Spiel. Die Bilder von den Höfen zeigen diese Mathematik.
Im Südosten von Missouri wartet ein Farmer mit dem Transport seines Getreides, bis der Mississippi wieder mehr Wasser führt. Auch seine Kosten liegen offen auf dem Tisch. Seine drei Sattelschlepper zu betanken, kostet ihn jeweils rund fünfzehnhundert Dollar, und Diesel ist für ihn sechzig Prozent teurer als im Vorjahr. Und viele Farmer überlegen inzwischen genau, wie weit sie ihr Getreide überhaupt noch fahren. Du kennst die Ursache.
Seit Kriegsbeginn ist die Straße von Hormus nur noch eingeschränkt passierbar. Durch sie fließt normalerweise rund ein Viertel des weltweit auf dem Seeweg gehandelten Öls. Und hier liegt der politischste Teil dieser Krise. Der Krieg, den Trump von Washington aus führt, wird in den ländlichen Bundesstaaten bezahlt, die ihn gewählt haben. Und genau dort, im Mittleren Westen, entscheiden sich im November mehrere Senatssitze.
Wer diese Entwicklung am deutlichsten beschreibt, ist kein gewöhnlicher Kommentator. Es ist Justin Amash, der frühere republikanische Abgeordnete aus Michigan, der seine Partei von innen kennt. Seine Diagnose über Rogers haben wir schon gehört: Wer so plötzlich umschwenkt, verliert. Und die Zahlen aus Iowa, Ohio und Michigan zeigen in dieselbe Richtung. Während Washington den Krieg fortsetzt, wächst in den umkämpften Bundesstaaten der Druck auf die eigenen Kandidaten.
Die Antwort des Weißen Hauses ist dieselbe geblieben. Doch ein alter Satz aus dem Wahlkampf wird wieder aktuell. Es ist die Wirtschaft, Dummkopf. Und diesmal richtet er sich gegen einen republikanischen Präsidenten. Was du bis hierhin gesehen hast, sind die Bruchstücke einer Entwicklung.
Und jeder abtrünnige Trump-Treue spricht aus diesen Bruchstücken heraus. Warum hält Trump sich trotzdem noch? Erstens hält die Mehrheit der Republikaner noch immer zu ihrem Präsidenten. Seine Zustimmung ist gefallen, doch in seiner Partei bestimmt er noch immer den Kurs. Zweitens funktioniert die Parteidisziplin.
Die Abstimmung im Senat ist der Beweis. Nur vier Republikaner wagten den offenen Bruch. Und eine einzige Stimme von der Gegenseite brachte die Resolution zu Fall. Drittens, und das ist der ehrlichste Punkt, sind die meisten dieser Stimmen gar nicht gegen den Krieg an sich. Hör genau hin, was Husted sagt.
Der Krieg soll enden, damit die Benzinpreise sinken. Und Hinson spricht von einem erfolgreichen Ende. Mit anderen Worten: Das ist keine Friedensbewegung. Es ist die Forderung nach niedrigeren Preisen vor der Wahl. Und viertens erwarten viele keine schnelle Änderung.
Zweiundfünfzig Prozent erwarten laut YouGov, dass der Krieg noch ein weiteres Jahr dauert. Aus Wut kann Gleichgültigkeit werden. Und die liebt jede Regierung. Doch jetzt zur Gegenrechnung. Macht zerfällt nicht an den Rändern, sondern von innen.
Und jede Stimme in diesem Video kam aus Trumps eigenem Lager. Wenn eine Botschaft ihre eigenen Verkünder nicht mehr überzeugt, hat sie ihre Wirkung verloren. Wenn ein Präsident nicht einmal mehr seine eigenen Kandidaten überzeugt, bekommt seine Autorität Risse. Und Amashs Satz, dass Rogers gewaltig verliert, gilt womöglich nicht nur für Rogers. Denn wer seine eigenen Wahlkämpfer verliert, verliert am Ende auch den Rückhalt für seinen Krieg.
Heute sagen die Republikaner: Beendet den Krieg, damit die Preise sinken. Morgen sagen sie vielleicht mehr. Und das ist Trumps eigentliches Problem: Eine Pressekonferenz lässt sich umschreiben, der Preis an der Zapfsäule nicht. Was denkst du? Wie weit wird dieser Riss noch gehen, und wer wendet sich als Nächstes ab? Lass es uns in den Kommentaren diskutieren. Wenn dir das Video geholfen hat, like es und abonniere den Kanal. Das war FR Report.
Haberin videosu (Almanca)

