Großbritannien tat das Undenkbare für Trumps B-1B-Bomber... jetzt ist London selbst das Ziel #iran

Das Gleichgewicht im Krieg gegen den Iran verschiebt sich wieder einmal. Diesmal nicht am Persischen Golf, sondern in einem kleinen Dorf im Westen Englands. Seit Monaten sind amerikanische Langstreckenbomber eine der wichtigsten Waffen Washingtons in diesem Krieg. Sie starten von britischem Boden zu Einsätzen, die fast einen ganzen Tag dauern. Und London hat immer gehofft, dass dieser Krieg weit weg bleibt, Tausende Kilometer von den eigenen Städten und Dörfern entfernt.
Doch jetzt kommt eine neue, gefährliche Ebene hinzu. Drei weiße Lieferwagen: In der Nacht zum Sonntag, um null Uhr fünfundvierzig, meldete ein Anrufer der Polizei drei verdächtige Fahrzeuge auf dem Weg zum Luftwaffenstützpunkt Fairford in der Grafschaft Gloucestershire. Im Dorf Whelford, gut drei Kilometer vom Stützpunkt entfernt, nahmen bewaffnete Polizisten fünf Männer fest, zunächst wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz, dann wegen des Verdachts, einen Terrorakt vorbereitet zu haben. Doch die eigentliche Nachricht sind nicht die Festnahmen. Sie liegt darin, dass London nicht länger verbergen kann, wie tief es in den Krieg Washingtons verstrickt ist.
Seit März dürfen amerikanische Bomber von britischen Stützpunkten aus Ziele im Iran angreifen, und Fairford ist nach Angaben der US-Luftwaffe der einzige vorgeschobene Bomberstützpunkt in ganz Europa. Mit anderen Worten: Großbritannien stellt die Startbahn für einen Krieg, den es nie erklärt hat, und trägt dafür das Risiko. Die Warnung aus Teheran kam früh. Schon im Juli erklärten die Revolutionsgarden Fairford zum legitimen Ziel, weil von dort aus iranisches Gebiet angegriffen wird. Londons Antwort bestand damals wie heute aus einem einzigen Satz.

Die Sicherheit der Öffentlichkeit habe oberste Priorität, erklärte Premierminister Andy Burnham am Sonntag. Schauen wir uns genauer an, wie sich Londons Kurs verändert hat. Am achtundzwanzigsten Februar griffen die Vereinigten Staaten und Israel den Iran an, und der damalige Premierminister Keir Starmer verweigerte Washington zunächst die britischen Stützpunkte, doch schon am ersten März änderte er seine Haltung, das erste offene Zugeständnis in diesem Krieg. Zwei amerikanische Flugzeugtypen prägen seitdem den Himmel über Gloucestershire. Der eine ist der Überschallbomber B-eins-B Lancer, der nach Angaben des Fachportals The Aviationist von Fairford aus täglich Einsätze flog. Der andere ist die B-zweiundfünfzig Stratofortress, ein Langstreckenbomber, der ohne Luftbetankung rund vierzehntausend Kilometer weit fliegen kann.
Im Frühjahr standen nach Angaben des Magazins Air and Space Forces rund zwei Dutzend Bomber auf dem Stützpunkt, und die britische Regierung legt bei all dem Wert auf ein einziges Wort. Die Einsätze seien defensiv, sie sollten iranische Raketen an ihrem Ursprung zerstören. Doch der Kern dieser Geschichte ist kein militärisches Detail. Er ist politisch, denn monatelang hat London die Rolle seiner Stützpunkte hinter diesem einen Wort versteckt.
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Die Sorge war, dass der Krieg gegen den Iran sonst auch Großbritannien selbst erreichen würde.

Genau hier liegt der Punkt, um den sich die Berichte dieses Wochenendes drehen. Diese Zurückhaltung ist vorbei, denn Washington selbst spricht inzwischen offen. Das Weiße Haus kommentiert den Einsatz der britischen Stützpunkte ohne jede Scheu. Präsident Donald Trump sagte nach den Festnahmen, man habe die Verdächtigen schon lange im Blick gehabt, sie hätten großen Schaden anrichten wollen. Was also sind das für Maschinen, die ein englisches Dorf in die Schlagzeilen gebracht haben?
Die B-eins-B ist ein Schwenkflügelbomber mit vier Mann Besatzung und seit dem ersten Oktober neunzehnhundertsechsundachtzig im Dienst. Sie erreicht in großer Höhe bis zu Mach eins Komma zwei fünf, rund dreizehnhundert Kilometer pro Stunde. In ihren Waffenschächten kann sie bis zu vierunddreißig Tonnen Waffen tragen. Doch zwei Eigenschaften machen Fairford für Washington wirklich unverzichtbar. Erstens die Lage.
Zweitens die Ausstattung. Von England aus starten die Bomber weit entfernt von den Stützpunkten am Golf, und ihre Einsätze dauern deshalb fast einen ganzen Tag. Und auf dem Stützpunkt stehen klimatisierte Hangars für Tarnkappenbomber, wie es sie nur an wenigen Orten der Welt gibt. Die Frage des Geldes ist das eigentliche Herz dieser Geschichte. Die Revolutionsgarden behaupten, Washington habe auf die Bomber aus Fairford zurückgreifen müssen, weil seine Vorräte an Marschflugkörpern geschrumpft seien.
Unabhängig überprüfen lässt sich das nicht, doch die Logik ist einfach: Ein Bomber kann immer wieder starten, ein abgefeuerter Marschflugkörper ist verbraucht. Deshalb verlud die US-Luftwaffe schon im März in Fairford bunkerbrechende Bomben mit Lenksätzen in ihre Maschinen, und das ist längst mehr als ein Vergleich. Es ist die offizielle Planung Washingtons. Nach einer Präsentation der US-Luftwaffe vom März, über die der Guardian im Juni berichtete, will Amerika rund vier Komma zwei Milliarden Dollar in seine Stützpunkte in England stecken, allein fünfhundert Millionen in Fairford. Und Fairford gilt als einer der ersten Stützpunkte außerhalb Amerikas, die den neuen Tarnkappenbomber B-einundzwanzig erhalten dürften.

Aus einem Kriegseinsatz ist damit ein dauerhafter Plan geworden. Doch diese Rechnung hat auch eine unsichtbare Seite. Großbritannien liefert nicht nur die Startbahn, sondern auch das politische Etikett, das diese Einsätze unangreifbar erscheinen lassen soll. Verteidigungsminister John Healey erklärte im März, man führe vom ersten Tag an defensive Operationen durch. Und im Juli bestätigte Premierminister Burnham die Entscheidung seines Vorgängers, die London als kollektive Selbstverteidigung bezeichnet.
Doch dieses Etikett hat noch eine zweite Aufgabe. Es soll die eigene Bevölkerung beruhigen, während Teheran erklärt, die Bomber würden weit über ihren ursprünglichen Auftrag hinaus eingesetzt. Fairford ist dabei nur das letzte Glied einer viel längeren Kette, denn die US-Luftwaffe nutzt den Stützpunkt aufgrund einer Vereinbarung aus den Fünfzigerjahren. Im Jahr zweitausendeinundzwanzig kündigte sie dort Investitionen von dreihundert Millionen Dollar an, unter anderem, um die Lagerkapazität für Munition zu verzehnfachen. Und seit diesem Frühjahr ist aus einem Übungsplatz ein Startplatz für echte Kriegseinsätze geworden.
Premierminister Burnham hat im Juli auch die Richtung klargemacht. Die Erlaubnis gilt weiter, und der vorläufige Höhepunkt dieser Bilanz steht heute auf dem Rollfeld. Zwölf Bomber vom Typ B-eins-B, nach Angaben von Air and Space Forces seit rund sieben Monaten in Fairford stationiert. Und das zusätzlich zu den rund zwei Dutzend Bombern, darunter B-zweiundfünfzig, die im Frühjahr während der Operation Epic Fury dort standen. Doch das Entscheidende an diesem Arrangement ist nicht die Zahl der Flugzeuge.
Es ist die Frage, wer bezahlt und wer das Risiko trägt. Die Milliarden für Hangars, Startbahnen und Munitionslager kommen aus Washington. Das Risiko aber tragen die Menschen, die rund um diese Stützpunkte in England leben. Und dieses Modell hat noch eine zweite Feinheit. Die Entscheidungen über die Einsätze fallen nicht in London.
Sie fallen in Washington. Großbritannien stellt das Gelände, den Luftraum und die politische Deckung. Die Ziele werden anderswo ausgewählt. So führt Amerika diesen Krieg, ohne allein auf seine Stützpunkte am Golf angewiesen zu sein. Während London die Folgen im eigenen Land tragen muss.
Diese Verbindung aus amerikanischem Geld und britischem Boden ist weit dauerhafter als eine einzelne Erlaubnis, und sie lässt sich kaum noch rückgängig machen, erst recht nicht, wenn der neue Bomber kommt. Was bedeutet all das im Krieg selbst? Nach Angaben von The Aviationist starteten die Bomber aus Fairford täglich, beladen mit Munition und Marschflugkörpern. Im März wurden dort bunkerbrechende Bomben und schwere Bomben mit bis zu neunhundert Kilogramm Gewicht verladen. Das Ergebnis ist eine Rolle, die Großbritannien offiziell nie übernehmen wollte.
Der Sender Al Jazeera schrieb schon im März von einer zunehmend aktiven Rolle britischer Einrichtungen im amerikanischen Bombenkrieg. Und laut einer Umfrage des Instituts YouGov unterstützten damals nur zehn Prozent der Briten den amerikanischen Angriff ausdrücklich. Siebenunddreißig Prozent lehnten ihn entschieden ab, und einundsechzig Prozent hielten die Gründe für unklar. Das heißt, die Regierung verfolgt einen Kurs, den ein Großteil der eigenen Bürger nicht nachvollziehen kann. An dieser Stelle kommt eine Sichtweise ins Spiel, die Teheran immer wieder betont.
Nach iranischer Darstellung ist jeder Stützpunkt, von dem aus iranisches Gebiet angegriffen wird, ein legitimes Ziel. Es geht also nicht nur um einen einzelnen Flugplatz. Es geht darum, dass jeder Staat, der seine Startbahnen öffnet, selbst zur Zielscheibe erklärt wird. Und diese Logik hat eine zweite Wirkung. Sie drängt Großbritannien in die Defensive.
Statt nur Bomber abzufertigen, muss London nun seine eigenen Stützpunkte, Dörfer und Straßen schützen, und zwar nicht nur in Gloucestershire. Kommen wir jetzt zur entscheidenden Frage. Ist Großbritannien gegen die Folgen dieses Krieges geschützt, oder hat es darauf überhaupt eine Antwort? Es hat eine Antwort, aber sie reicht nicht. Schauen wir uns zuerst an, warum.
Rund um Fairford wurde am Wochenende ein Sicherheitsaufgebot aufgefahren, wie man es in England selten sieht. Bewaffnete Polizei, eine Sperrzone von vierhundert Metern, Bombenentschärfer der Armee und ferngesteuerte Roboter. Doch all das richtet sich gegen eine Gefahr, die bereits vor dem Tor stand, nicht gegen die Frage, warum sie überhaupt dorthin kam. Die Sicherheitsstufe des Stützpunkts wurde nach Angaben der Fachpresse schon am Samstag auf Delta angehoben, die höchste Stufe der US-Streitkräfte. Und auf dem Stützpunkt Lakenheath in der Grafschaft Suffolk, wo amerikanische Kampfjets stationiert sind, gilt seitdem Stufe Charlie, die zweithöchste.
Hinzu kommt die Frage der Aufklärung. Trump sagt, man habe die Männer lange beobachtet, die Polizei dagegen spricht von einem frühen Stadium der Ermittlungen und hat bis heute weder ein Motiv noch eine Verbindung zum Iran bestätigt, und genau darin liegt die tiefste Wunde dieser Geschichte. Ein Anruf in der Nacht hat genügt, um ein ganzes Dorf zu räumen. Rund fünfundachtzig Haushalte mussten ihre Häuser verlassen und wurden in ein Freizeitzentrum in Cirencester gebracht. Selbst ein vereitelter Plan hinterlässt also einen Schaden, den die Anwohner tragen.
Und nach Darstellung britischer Sicherheitsbeamter stehen mit dem Iran verbundene Handlanger hinter einer Reihe von Brandstiftungen und Sabotageversuchen im Land. Doch ein Stützpunkt, der täglich Bomber in einen Krieg schickt, lässt sich nicht in eine Festung verwandeln, ohne das Leben der ganzen Umgebung zu verändern. Whelford liegt gut drei Kilometer vom Zaun entfernt. Bleibt London also untätig? Nein, es versucht sich anzupassen.
Das Milliardenprogramm der US-Luftwaffe für ihre Stützpunkte in England umfasst ausdrücklich auch die Sicherheit dieser Anlagen. Doch das Problem ist grundsätzlich. Je mehr Washington von Fairford aus fliegt, desto mehr muss Großbritannien schützen, und wer alles schützen will, kann am Ende nichts vollständig schützen. Was bedeutet das über diesen einen Stützpunkt hinaus? Die offene Nutzung britischer Stützpunkte für Angriffe auf den Iran ist in Wahrheit der letzte Akt einer Entwicklung, die schon im Februar begann. Es ist die Geschichte einer roten Linie, die langsam verschwunden ist, denn anfangs wollte London auf keinen Fall als Kriegspartei erscheinen.
Diese Vorsicht bröckelte Schritt für Schritt. Zuerst kam das Nein von Keir Starmer. Dann, am ersten März, die Kehrtwende: Stützpunkte ja, aber nur zur Verteidigung. Und zunächst geschah nichts. Danach wurden in Fairford bunkerbrechende Bomben in die Bomber geladen.
Die Warnungen aus Teheran verhallten auch diesmal. Und der Wendepunkt kam im Frühjahr, als rund zwei Dutzend amerikanische Bomber, darunter B-zweiundfünfzig, gleichzeitig in Fairford standen. Im Juli bestätigte der neue Premierminister Andy Burnham die Entscheidung, und kurz darauf erklärten die Revolutionsgarden Fairford ausdrücklich zum Ziel. Mit anderen Worten: Jeder Schritt Londons wurde als Antwort auf iranische Raketen verkauft, doch jeder Schritt zog Großbritannien tiefer in diesen Krieg. Hinter diesem Kurs steht auch eine nüchterne Rechnung.
Solange nichts passierte, wuchs in London die Zuversicht, dass die Drohungen aus Teheran leer bleiben würden. Der amerikanische Präsident fasst diese Haltung auf seine Weise zusammen. Die Zusammenarbeit mit den Briten habe großartig funktioniert, sagte Trump, und man habe die Verdächtigen erwischt. Doch dieses Bild hat auch eine Dimension, die weit über Großbritannien hinausgeht. Erstens geht es nicht um einen einzelnen Stützpunkt, sondern um die Frage, wie tief Europa in diesen Krieg hineingezogen wird, denn auch in Deutschland stehen große amerikanische Stützpunkte.
Zweitens stellt sich eine heikle rechtliche Frage: Ist ein Staat, der seine Startbahnen für Angriffe zur Verfügung stellt, nur Gastgeber oder bereits Kriegspartei? Genau so argumentiert Teheran, wenn es Stützpunkte, von denen aus iranisches Gebiet angegriffen wird, zu legitimen Zielen erklärt. Drittens geht es um das Gewicht, das Washington in Europa gewinnt. Mit Milliarden für Lakenheath, Mildenhall und Fairford wird England zur festen Plattform amerikanischer Kriegsführung, weit über diesen Krieg hinaus. Wie hat Teheran auf all das reagiert? Die Revolutionsgarden gaben im Juli eine offizielle Erklärung heraus.
Darin hieß es, jeder Stützpunkt, der für Angriffe auf iranisches Gebiet genutzt werde, sei ein legitimes Ziel, und Fairford wurde ausdrücklich genannt. Die Antwort Londons blieb unverändert. Premierminister Burnham äußerte sich am Sonntag vorsichtig. Man solle nicht spekulieren, während die Behörden die Fakten klären. Die Genehmigung für die amerikanischen Bomber gilt weiter. Verteidigungsminister Wes Streeting schlug denselben Ton an.
Es sei viel zu früh, über eine Beteiligung des Iran zu spekulieren. Wie real ist diese Gefahr also? Hier ist es wichtig, nüchtern zu bleiben. Die Polizei hat bis heute keine Verbindung zum Iran bestätigt, sie prüft sie nach Medienberichten als eine von mehreren Möglichkeiten. Die größte Gefahr liegt deshalb womöglich nicht in einem direkten militärischen Schlag gegen England, sondern in verdeckten Aktionen, Sabotage und Angst. Die Verdächtigen dürfen nach dem Terrorismusgesetz bis zu vierzehn Tage ohne Anklage festgehalten werden, ihre Namen und ihre Herkunft sind bislang nicht bekannt.
Und mit jedem Bomber, der von britischem Boden startet, wird das Vereinigte Königreich selbst ein Stück mehr zum Ziel. Ein Vorgeschmack auf diese Spannung zeigte sich schon früher, weit weg von England. Im März scheiterte nach Angaben des Fachportals Defence Security Asia ein iranischer Versuch, den Stützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean anzugreifen. Auch Diego Garcia ist ein britisches Gebiet, das die Amerikaner als Stützpunkt nutzen. Teheran hat damit gezeigt, dass es die Stützpunkte seiner Gegner nicht nur am Golf sieht, sondern überall dort, wo die Bomber starten.
Das bedeutet, dass London den Preis seiner Nähe zu Washington nicht nur in diplomatischen Noten berechnen muss, sondern auf eigenem Boden. All das zeigt, dass diese Rechnung weder einseitig noch ohne Risiko ist. Geht diese Strategie also auf? Bomber allein gewinnen keinen Krieg. Monate voller Luftangriffe haben den Iran nicht zum Einlenken gebracht. Die Bomber aus Fairford können den Druck auf Teheran erhöhen, aber sie können diesen Krieg nicht allein entscheiden.
Für Großbritannien gilt eher das Umgekehrte: Das Land ist nicht getroffen, aber verunsichert. Ein vereitelter Plan, ein geräumtes Dorf und zwei Stützpunkte in erhöhter Alarmbereitschaft zeigen, wie schnell ein ferner Krieg vor der eigenen Haustür stehen kann. Und je länger die Bomber aus England starten, desto größer wird das Risiko, dass genau diese Stützpunkte ins Visier geraten, und dieses Risiko trägt London, nicht Washington. Was kann also in der kommenden Zeit passieren? Szenario eins: Die Unterstützung wird ausgeweitet.
Und das ist derzeit das wahrscheinlichste. Die Bomber bleiben, das Milliardenprogramm für die Stützpunkte läuft weiter, und Großbritannien muss immer mehr Orte gleichzeitig schützen, von Gloucestershire bis Suffolk, rund um die Uhr und mit wachsendem Aufwand für Polizei und Armee. Die roten Linien verschwinden weiter. Szenario zwei: verdeckte Vergeltung. Ein offener Schlag gegen ein NATO-Land bleibt aus, doch Sabotage, Drohungen und Angst werden zum Alltag rund um die Stützpunkte, und jede verdächtige Fahrt in der Nacht löst neuen Alarm aus.
Der Preis wird dann nicht auf dem Schlachtfeld bezahlt, sondern in Dörfern wie Whelford, wo in dieser Nacht rund fünfundachtzig Haushalte ihre Häuser verlassen mussten. Szenario drei: Druck von innen. Die Mehrheit der Briten, die schon im März die Gründe für diesen Krieg unklar fand, verlangt Antworten, und die Regierung muss erklären, warum ihre Stützpunkte für Washingtons Angriffe offenstehen. Die Stützpunkte werden dann ebenso zum politischen Streitfall wie zum militärischen Werkzeug. Welches Szenario auch eintritt, der gemeinsame Nenner bleibt derselbe.
Für Großbritannien ist es inzwischen unmöglich, zugleich Startbahn für Washingtons Krieg und sicherer Ort für die eigenen Bürger zu sein, und diese Frage wird London noch lange begleiten, lange nachdem die Ermittlungen in Whelford abgeschlossen sind. Was denkst du darüber? Schreib es uns in die Kommentare: Sollte London seine Stützpunkte für diesen Krieg schließen? Wenn dir dieses Video geholfen hat, vergiss nicht, es zu liken und den Kanal zu abonnieren. Wir gehen in jedem Video tiefer als die Schlagzeilen.
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