Trumps Flotte muss zurückweichen… direkt in die Todesfalle im Arabischen Meer

Donald Trump spricht von totaler Kontrolle über die Straße von Hormus, doch er steht vor einem Problem, das er nicht verhindern kann. Die größte Seemacht der Welt kann nicht mehr dort operieren, wo sie jahrzehntelang zu Hause war. Der Persische Golf galt einmal als Amerikas See. Die Fünfte Flotte der amerikanischen Marine war der unangefochtene Herr dieser Gewässer. Sie war über Jahrzehnte das Symbol amerikanischer Vorherrschaft, mit Flugzeugträgern, die ihre Macht bis tief in den Irak, nach Afghanistan und an die Küsten des Iran trugen.
Heute kreuzen die amerikanischen Flugzeugträger weit draußen im Arabischen Meer. Fern vom Golf, fern von der Straße von Hormus. Auf der alten Blockadelinie im Golf von Oman zeigen Satellitenbilder nach Auswertungen von Beobachtern seit Anfang September keinen amerikanischen Flugzeugträger mehr. Das wirklich Erstaunliche an diesem Bild ist das Land auf der anderen Seite. Der Iran, dessen Kriegsmarine nach amerikanischen Angaben schon in den ersten Kriegswochen über zwanzig Schiffe verlor, getroffen oder versenkt, traf die Fünfte Flotte zuerst in Bahrain, ihrem Hauptquartier seit Jahrzehnten.
Washington führte den Krieg danach vor allem von See aus, von einer Blockadelinie im Golf von Oman, draußen vor der Straße von Hormus. Aber der Iran ließ die Flotte auch dort nicht in Ruhe und machte ihre letzte sichere Zone zur Falle, und Berichten zufolge flogen erst in der vergangenen Nacht wieder Raketen gegen Schiffe in Richtung Hormus. Mohsen Rezaei, Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats in Teheran, fasste dieses Bild in einem einzigen Satz zusammen. Die Rakete habe den Amerikanern die Hölle bereitet, und sie seien geflohen. Um dieses Bild zu verstehen, müssen wir uns zuerst ansehen, wie es so weit kam, denn die USA hatten im Golf zwei zentrale Säulen.

Den Stützpunkt in Bahrain an Land und die Flugzeugträger auf See. Bahrain war das eigentliche Zuhause der Fünften Flotte, mit Kommando, Werkstätten, Depots und Liegeplätzen, und Washington hielt diesen Stützpunkt für so wichtig, dass sich die gesamte Golfstrategie um ihn drehte, doch die Flotte musste dieses bequeme Zuhause faktisch aufgeben. Denn Bahrain liegt nur wenige hundert Kilometer von der iranischen Küste entfernt und war gegen iranische Raketen und Drohnen nicht zu verteidigen. Genau deshalb schien es logisch, den Krieg von Flugzeugträgern aus zu führen, weit draußen im Golf von Oman. Unter den Bedingungen von damals war diese Entfernung ein Schild.
Der Golf von Oman sollte die neue, relativ sichere Zone der Flotte sein. Doch die Sicherheit dieser Entfernung schmolz Schritt für Schritt. Mit der wachsenden Reichweite der iranischen Raketen wurde auch der Golf von Oman, einst außer Reichweite geglaubt, zur Falle, genau wie Bahrain. Am fünften September feuerten die Revolutionsgarden ballistische Raketen auf den Flugzeugträger George Washington und einen begleitenden Zerstörer, nach Berichten erstmals auch die neue Qasem Basir, und das amerikanische Zentralkommando erklärt, die Schiffe seien allen Angriffen ausgewichen. Bevor wir tiefer in diesen Abgrund hinabsteigen, bitte ich dich um einen kleinen Gefallen. Wenn dich diese Entwicklungen so empören wie uns, dann drück jetzt auf den Like-Button und teile dieses Video mit jedem, den du kennst. Hinterlasse einen Kommentar, und sei es nur ein Punkt, um uns zu helfen, den Algorithmus zu bezwingen. Und wenn du an ehrlichen, ungefilterten Journalismus glaubst, dann abonniere jetzt. Deine Unterstützung ist das Einzige, was zwischen der Wahrheit und der endlosen Propaganda der Kriegsmaschine steht. Und lass mich dir an dieser Stelle etwas Persönliches sagen. Wir haben die überwältigende Resonanz auf unsere letzten Videos gesehen und wirklich jeden einzelnen Kommentar aufmerksam gelesen, und eine Überzeugung zog sich durch fast alle von euch: dass die Arroganz dieses Imperiums endlich die Antwort erhält, die sie verdient, dass hinter der großen Propaganda in Wahrheit ein müder, maßlos überschätzter Koloss steht, während ein über Jahrzehnte unterschätzter Iran gerade beweist, dass er sich schlicht nicht bezwingen lässt. Und immer lauter wurde bei euch die eine Frage: Wann endlich wacht Europa auf und reißt sich los, bevor dieser Krieg auch uns verschlingt? Genau dieser Austausch treibt uns an, von nun an noch gründlicher zu recherchieren und diese Berichte mit noch größerer Sorgfalt für dich aufzubereiten. Also schreib auch diesmal, was du denkst, und widersprich uns ruhig, denn es sind genau diese Stimmen, die uns antreiben und diesen Kanal am Leben halten. Und jetzt zurück zum Geschehen. Die naheliegendste Ausweichmöglichkeit ist der Hafen Duqm im Oman, den die amerikanische Marine seit Jahren für Nachschub nutzt.
Er liegt am Arabischen Meer, weit südlich der Straße von Hormus. Doch die Probleme sind genauso schwer. Duqm wurde bereits Anfang März von Drohnen angegriffen, ein Treibstofftank wurde getroffen. Im Juli behaupteten die Revolutionsgarden, dort Versorgungszentren und Tankstellen für amerikanische Flugzeugträger angegriffen zu haben. Und auch der zweite große Hafen im Süden des Oman, Salalah, musste im März den Betrieb einstellen, nachdem Drohnen zwei Treibstofftanks in Brand gesetzt hatten.
Hinzu kommt, dass der Oman kein verlässlicher Gastgeber mehr ist. Außenminister Badr Al Busaidi zeigte sich bestürzt darüber, dass die Verhandlungen durch die amerikanisch-israelischen Angriffe vom achtundzwanzigsten Februar untergraben wurden. Und Teheran hat erklärt, dass jeder Stützpunkt, von dem aus es angegriffen wird, ein legitimes militärisches Ziel ist. Auf der anderen Seite der Arabischen Halbinsel liegt das Rote Meer. Doch der Weg dorthin führt durch das Nadelöhr von Bab al-Mandab.

Und genau diese Küste ist heute Kampfgebiet. Die Huthi, Irans Verbündete im Jemen, haben dort in diesem Monat strategische Inseln eingenommen. Und sie haben bereits den saudischen Ölhafen Yanbu am Roten Meer ins Visier genommen. Warum also nicht einfach einen neuen, sicheren Stützpunkt aufbauen? Weil ein Marinestützpunkt mit tiefen Liegeplätzen, Trockendocks, Werkstätten, Munitionsdepots und mehrschichtiger Luftabwehr Milliarden kostet und Jahre dauert, und ihn mitten im Krieg an einer Küste zu bauen, die der Iran jederzeit treffen kann, heißt, eine fertige Anlage zur Zielscheibe zu machen, bevor sie überhaupt eröffnet ist.
Bleibt also nur der Golf selbst, das alte Zuhause der Flotte. Doch der Golf ist kein Zufluchtsort mehr. Er ist ein ständiges Ziel. Wie sehr, zeigt ein Bericht aus Washington selbst. Der Generalinspekteur des Pentagon hat festgestellt, dass iranische Angriffe Hunderte Gebäude und Anlagen auf amerikanischen Stützpunkten in acht Ländern beschädigt oder zerstört haben, von Kuwait und Bahrain über Katar und die Emirate bis nach Saudi-Arabien, in den Irak, den Oman und nach Jordanien.
Wenn selbst Luftwaffenstützpunkte wie Muwaffaq Salti in Jordanien getroffen werden, wo Anfang September ein Erdkampfflugzeug vom Typ A zehn einen Flügel verlor und rund acht F fünfzehn beschädigt wurden, dann wäre es Selbstmord, eine ganze Trägergruppe zurück in den Golf zu schicken. Die Marine der Revolutionsgarden fasst die Lage in einem einzigen Satz zusammen. Die Straße von Hormus stehe fest und entschlossen unter ihrer Überwachung und Kontrolle, und dabei geht es nicht einmal darum, ob diese Behauptung stimmt. Es geht darum, dass Washington sie derzeit mit keinem einzigen Flugzeugträger im Golf widerlegt. Könnte die amerikanische Marine ihre Träger nicht einfach unter Begleitschutz zurück durch die Straße von Hormus bringen?
Auf dem Papier gibt es diesen Weg. Die Straße von Hormus ist die einzige Verbindung zwischen dem Golf und dem offenen Meer, und theoretisch kann jedes Schiff sie jederzeit passieren. Doch die Wasserstraße ist eng. An ihrer schmalsten Stelle ist sie nur rund dreiunddreißig Kilometer breit, und die Fahrrinnen sind noch viel schmaler. Tatsächlich bringt Washington inzwischen Tanker in Konvois hindurch, nach eigenen Angaben rund vierzig Millionen Barrel Rohöl in achtundvierzig Stunden.

Aber die eigentliche Schlagkraft der Flotte, die Flugzeugträger, fährt nicht hindurch. Sie bleiben draußen im Arabischen Meer. Denn in der Wasserstraße wäre jedes Schiff in Sichtweite der iranischen Küste. Und wichtiger noch, dieser Weg führt in eine Falle, nicht hinaus. Der iranische Generalstabsvize Kiumars Heydari behauptet, die Angriffe hätten die amerikanischen Streitkräfte mindestens fünfhundert Kilometer von Iran weggedrängt.
Unabhängig bestätigt ist das nicht, aber die Positionen der Träger passen ins Bild. Wer so weit draußen steht, kann in diesen Krieg nur noch über Umwege eingreifen. Und dazu kommt ein zweites Problem, der Ersatz. Die Abraham Lincoln, die monatelang in der Region im Einsatz war, steht inzwischen im Philippinischen Meer. Und Verluste wie die vier zerstörten F fünfzehn aus dem Bericht des Generalinspekteurs lassen sich nicht über Nacht ersetzen.
Jede weitere Trägergruppe, die in den Nahen Osten fährt, fehlt im Pazifik, wo China genau hinsieht. Die Flotte im Nahen Osten ist also zugleich auf Abstand gedrängt und knapp an Ersatz. Washington kennt diesen Engpass. Doch neue Abfangraketen und neue Munition lassen sich nicht über Nacht bauen, ihre Produktion in großer Zahl braucht Jahre. Nehmen wir an, die Träger bleiben trotz allem draußen im Arabischen Meer, dann kommt ein unsichtbares, aber vielleicht noch gefährlicheres Problem ins Spiel.
Diese Schiffe können kaum noch richtig versorgt und gewartet werden. Ein Flugzeugträger ist eine schwimmende Stadt mit Tausenden Menschen an Bord. Er muss regelmäßig einen Hafen anlaufen, für Wartung, Ersatzteile und die Erholung der Besatzung. Doch der wichtigste Marinestützpunkt der Region, Bahrain, wurde schwer getroffen. Nach einer Auswertung des Wall Street Journal wurden das Kommandohauptquartier, mindestens ein Dutzend Gebäude und zwei Satellitenterminals getroffen, und ein amerikanischer Beamter sagte, das Hauptquartier sei nicht mehr nutzbar, also warum nicht einfach einen Hafen in einer anderen Region anlaufen?
Genau hier zeigt sich das ganze Ausmaß. Der Flugzeugträger Abraham Lincoln hatte nach Aussage des amtierenden Marineministers wegen der Schäden in Bahrain keinen Hafen in der Region und lief nach rund neun Monaten zum ersten Mal wieder einen Hafen an, in Thailand. Das Ergebnis ist ein langsamer, aber unaufhaltsamer Verschleiß. Kein sicherer Hafen, keine Pause. Ernsthafte Reparaturen in der Region sind kaum möglich, und die Einsatzbereitschaft sinkt.
Aus der Fünften Flotte, einst die Faust Amerikas im Golf, wird so eine Flotte, die zwar existiert, aber nur noch aus der Ferne operiert. Genau das macht dieses Bild so ernst, denn wenn ein Schiff im Kampf sinkt, ist das ein einzelner Verlust. Doch wenn eine ganze Flotte ohne sicheren Hafen auf Abstand gehalten wird, ist das ein struktureller Rückschlag, dessen Reparatur Jahre dauern wird. Nun kommen wir zum erstaunlichsten Teil dieser Geschichte. Wie konnte ein Land, dessen Kriegsmarine zu Kriegsbeginn schwer getroffen wurde, das alles erreichen, und die Antwort steckt in einer Idee, die lange vor diesem Krieg entstand.
Im Tankerkrieg der Achtzigerjahre versenkte die amerikanische Marine im April neunzehnhundert achtundachtzig in der Operation Praying Mantis an einem einzigen Tag mehrere iranische Kriegsschiffe, und Teheran zog daraus eine Lehre. Die Idee war einfach, aber revolutionär. Der Iran würde kein teures Wettrüsten mit großen Kriegsschiffen beginnen, weil er es gegen die USA nie gewinnen könnte, stattdessen setzte er auf kleine, billige und massenhaft herstellbare Waffen, auf Schnellboote, Seeminen, Drohnen und Küstenraketen. Als dieser Krieg ausbrach, wurde das Konzept dem härtesten Praxistest unterzogen und noch schärfer. Aus einfachen Küstenraketen wurden ballistische Raketen gegen Schiffe.
Aus Aufklärungsdrohnen wurden Angriffsdrohnen, die in Schwärmen fliegen. Und mit der Qasem Basir, einer Feststoffrakete mit zwölfhundert Kilometern Reichweite, einem manövrierfähigen Gefechtskopf von fünfhundert Kilogramm und optischer Zielsuche im Endanflug, machte Teheran diese Lehre zu einer Waffe gegen Flugzeugträger. Schon Jahre zuvor hatte der Iran mit der Chalidsch Fars eine erste ballistische Rakete gegen Schiffe vorgestellt. Warum also funktioniert das? Weil diese Logik die Kostenrechnung komplett auf den Kopf stellt.
Eine Abfangrakete der amerikanischen Marine kostet Millionen Dollar, eine iranische Drohne oft nur einige Zehntausend. Das amerikanische Schiff muss jeden einzelnen Angriff abwehren. Für den Iran reicht dagegen ein einziger Treffer. Diese Asymmetrie hat die riesige Flotte Schritt für Schritt auf Abstand gebracht. Und der Generalinspekteur des Pentagon spricht inzwischen selbst von strategischen Lücken in den Waffenbeständen.
Was bedeutet es also für den Verlauf des Krieges, wenn eine Flotte auf Abstand gedrängt wird? Die direkteste Folge betrifft die Luftangriffe, denn die größte Drohung der Flugzeugträger gegen den Iran waren immer ihre Kampfjets. Doch je weiter draußen ein Träger steht, desto länger wird der Weg seiner Jets bis zum Ziel. Jeder Einsatz braucht dann zusätzliche Betankungen in der Luft, und ausgerechnet die Tankflugzeuge sind knapp, laut dem Bericht des Generalinspekteurs wurden sieben Maschinen vom Typ K C hundertfünfunddreißig beschädigt. Die zweite große Folge betrifft die Blockade selbst.
Wenn die Träger nicht mehr auf der alten Linie stehen, können sie die Straße von Hormus nicht mehr aus nächster Nähe kontrollieren. Die Flotte ist da, aber nicht dort, wo es darauf ankommt. Damit verliert sie einen großen Teil ihrer Wirkung. Aber wir müssen hier ehrlich sein. Auch auf Abstand ist die amerikanische Marine keineswegs harmlos.
Anfang September zerstörten die USA nach eigenen Angaben fünf iranische Öltanker, als Antwort auf Raketen gegen ein amerikanisches Kriegsschiff. Die Konvois durch Hormus laufen weiter, und im Rahmen der Blockade wurden nach amerikanischen Angaben bisher hundertzweiundzwanzig Handelsschiffe umgeleitet. Von ihren Positionen im Arabischen Meer aus können die Trägergruppen weiterhin Kampfjets starten und Marschflugkörper abfeuern. Auch die Seeblockade gegen iranische Häfen besteht weiter. Berichten zufolge hat sie neue iranische Ölexporte aus dem Golf weitgehend gestoppt.
Das Bild ist also keine vollständige Kapitulation. Der Iran hat auf See einen entscheidenden Vorteil gewonnen, doch die amerikanische Schlagkraft besteht fort, wenn auch aus größerer Entfernung. Doch die Folgen sind nicht nur militärisch. Sie sind auch wirtschaftlich enorm. Die Straße von Hormus ist nicht irgendeine Wasserstraße.
Um ihr Gewicht zu verstehen, reichen zwei Zahlen, und die erste betrifft das Öl. In normalen Zeiten fließt rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls durch diese Wasserstraße, aus Saudi-Arabien, dem Irak, Kuwait, den Emiraten und Katar. Die zweite Zahl ist der Preis. Die Nordseesorte Brent schloss am Freitag bei hundertvier Dollar pro Barrel. Deshalb schlägt jede Nachricht aus Hormus sofort auf die Märkte durch, und am Donnerstag lag der Preis zwischenzeitlich sogar bei hundertacht Dollar.
Und auch die zweite Route über das Rote Meer ist durch die Kämpfe am Bab al-Mandab bedroht. Doch die eigentlich bemerkenswerte Kehrseite ist, dass dieses Bild für den Iran genau umgekehrt wirkt. Washington wollte mit seiner Seeblockade die iranischen Ölexporte ersticken und Teheran so zum Aufgeben zwingen. Heute stellt der Iran selbst die Bedingungen für die Wasserstraße. Teheran bietet an, Hormus binnen sieben Tagen zu öffnen, wenn die USA ihre Blockade aufheben, auf Ölsanktionen verzichten und an allen Fronten einen Waffenstillstand einhalten.
Und mit dem Oman hat Teheran bereits Rahmenabkommen über den Verkehr und die Einnahmen aus der Wasserstraße geschlossen. Wir haben das militärische und das wirtschaftliche Bild gesehen. Doch dieser Rückzug hat eine viel größere Dimension, die weit über den Golf hinausreicht. Der wahre Wert einer Marine bemisst sich nicht nur an dem Meer, das sie kontrolliert, sondern an ihrer Fähigkeit, weltweit Macht zu zeigen, und genau hier wirkt die Lage im Golf wie ein Erdbeben für Washington. Jahrzehntelang war die Fünfte Flotte der Beweis, dass Amerika jeden Ort erreichen und schützen kann, von den Ölfeldern Saudi-Arabiens bis zu den Schifffahrtswegen nach Asien.
Doch diese Gewissheit hat tiefe Risse bekommen. Die Abraham Lincoln steht im Philippinischen Meer, die George Washington und die Trägergruppe der George H. W. Bush halten sich im Arabischen Meer auf. Die Zeit, in der amerikanische Flugzeugträger ungehindert durch den Golf kreuzten, ist vorerst vorbei. Die Folgen sind gewaltig. Amerika verliert im Nahen Osten eine Säule seines Status als Weltmacht.
Und solange dieser Krieg andauert, gibt es keinen Weg, diesen Verlust auszugleichen. Eine Flotte, die einst den Golf beherrschte, operiert heute aus der Ferne. Genau hier spielte sich eine Szene ab, die das ganze Bild zusammenfasst, denn während der Iran seine Bedingungen für Hormus vorlegte, trat Donald Trump vor die Presse. Er erklärte, Amerika habe die totale Kontrolle über die Straße von Hormus, und in der Nacht zuvor seien neunundzwanzig Schiffe herausgekommen. Und er sagte, der Iran wolle nur deshalb einen Deal, weil er so schwer verliere.
Welche Möglichkeiten bleiben Trump also noch? Der erste Weg sind Konvois mit kleineren Schiffen. Zerstörer können Tanker weiter durch Hormus eskortieren. Das hält den Handel am Laufen, bringt aber die alte Vorherrschaft der Träger nicht zurück. Der zweite Weg ist, auf neue Waffen und sichere Stützpunkte zu warten.
Doch wie wir gesehen haben, dauert das Jahre. Der dritte Weg ist der bitterste: die Lage hinzunehmen und die Flotte auf Abstand zu halten. Laut Wall Street Journal rechnet Trump damit, nach den Zwischenwahlen im November wieder bombardieren zu lassen. Und dieses Bild hat auch ein menschliches Gesicht. Nach einem Bericht der Washington Post sind in diesem Krieg mindestens zweiundzwanzig amerikanische Soldaten ums Leben gekommen, vier mehr, als die öffentliche Datenbank des Pentagon ausweist. Verteidigungsminister Pete Hegseth nannte den Bericht eine komplette Lüge. Bis hierhin haben wir ein düsteres Bild gezeichnet. Doch Ehrlichkeit verlangt, auch die andere Seite zu betrachten.
Washington widerspricht dieser Darstellung. Erstens betont das amerikanische Zentralkommando, am fünften September sei kein Schiff getroffen worden, und zweitens fahren die Tanker weiter. Drittens gibt Washington nicht nach. Es eskortiert Konvois und hält die Blockade aufrecht. Diese Einwände haben Gewicht.
Vieles, was Teheran über Treffer behauptet, ist nicht unabhängig bestätigt. Doch die Gegenargumente wiegen genauso schwer. Ja, die amerikanische Marine kann weiter zuschlagen, aber drohen und ein Meer beherrschen sind zwei verschiedene Dinge. Eine Flotte auf Abstand kann keine Seeherrschaft errichten. Und das Wichtigste: Diese Einwände lösen das strukturelle Problem nicht.
Kurzfristig bleibt die amerikanische Macht real, doch langfristig hat sich das Blatt im Golf gewendet. Was denkst du? Geht die Ära der großen Flugzeugträger im Golf wirklich zu Ende? Lass es uns in den Kommentaren diskutieren. Wenn dir das Video geholfen hat, like es und abonniere den Kanal.
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