SON DAKİKA
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«Dönüş yok»: Donanmanın en üst rütbeli subayı neyi itiraf etti… ve Pentagon şimdi neyi inceliyor

Frum Report DE
Özet

Amerikan donanmasının en üst rütbeli subayı, Bahreyn'deki üssü saldırıya uğrayan bir denizciye oraya yakında dönülmeyeceğini söyledi. Irak ve Afganistan'da başkomutanlık, ardından istihbarat servisinin başkanlığını yapan David Petraeus, Körfez'deki Amerikan üslerini «artık savunulamaz» diye tanımladı. Amerikan gazetelerine göre Pentagon'da bu üslerin bazılarını yeniden kurmak yerine kalıcı olarak kapatmak konuşuluyor; savaş şubatta başladığında bölgede yaklaşık 40 bin Amerikan askeri vardı.

Tam metin (Almanca)

Es gibt keine Rückkehr. Das sagt kein iranischer General, das sagt der ranghöchste Offizier der amerikanischen Marine. Ein Matrose, dessen Stützpunkt in Bahrain angegriffen worden war, fragte ihn, wann man dorthin zurückkehre. Die Antwort des Admirals: So bald kommen wir da nicht wieder hin.

Und er ist nicht der Einzige. David Petraeus, früher Oberbefehlshaber im Irak und in Afghanistan, später Direktor des Geheimdienstes, hat die amerikanischen Stützpunkte am Golf in einem Gespräch mit drei Worten beschrieben: nicht mehr haltbar. Über das große Hauptquartier in Katar, das er selbst mit aufgebaut hat, sagte er, es habe jetzt ein paar Löcher im Dach.

Zwei der bekanntesten Namen des amerikanischen Militärs sagen also öffentlich, was das Pentagon offiziell nicht sagt. Und im Ministerium selbst wird nach Berichten amerikanischer Zeitungen bereits darüber gesprochen, einige dieser Stützpunkte nicht wieder aufzubauen, sondern für immer zu schließen.

In diesem Video sehen wir uns an, wie es so weit gekommen ist. Wir sehen uns an, was die eigenen Prüfer des Pentagons über die Schäden festgehalten haben. Wir sehen uns an, wohin Washington ausweichen will. Und wir sehen uns an, warum ein amerikanischer Admiral in dieser Woche in Indien war, und was man daraus schließen darf und was nicht.

Beginnen wir mit der Krise selbst.

Um zu verstehen, was hier zerbricht, muss man wissen, was es war. Die amerikanischen Stützpunkte am Golf sind nicht zufällig entstanden. Sie sind das Ergebnis eines einzigen Krieges. Im Jahr neunzehnhundertneunzig marschierte der Irak in Kuwait ein. Ein Jahr später vertrieb ihn eine Koalition unter amerikanischer Führung. Und danach schlossen die Golfstaaten, einer nach dem anderen, langfristige Verträge mit Washington.

Der Handel war einfach. Die kleinen, reichen Staaten am Golf bekamen einen Beschützer. Und Amerika bekam Boden. Einen riesigen Luftwaffenstützpunkt in Katar, in dem zuletzt rund zehntausend Mann stationiert waren. Das Hauptquartier der Fünften Flotte in Bahrain. Einen Flugplatz in den Emiraten. Einen weiteren in Saudi-Arabien. Und eine ganze Kette von Lagern und Flugfeldern in Kuwait.

Dreißig Jahre lang war dieses Netz die Grundlage jeder amerikanischen Politik in der Region. Jeder Krieg, jede Drohung, jede Sanktion stützte sich darauf. Als dieser Krieg im Februar begann, standen dort rund vierzigtausend amerikanische Soldaten. Zehntausend weitere wurden in den ersten Tagen dazugeholt.

Und dann geschah, womit in Washington offenbar niemand in diesem Ausmaß gerechnet hatte. Der Iran schoss zurück. Nicht auf Schiffe auf hoher See. Auf genau dieses Netz.

Dabei hätte es Warnungen genug gegeben. Die Geschichte dieser Stützpunkte ist auch eine Geschichte der Momente, in denen sich zeigte, wie verwundbar sie sind.

Im Jahr neunzehnhundertsechsundneunzig explodierte vor einer Wohnanlage amerikanischer Soldaten im Osten Saudi-Arabiens ein Lastwagen mit Sprengstoff. Neunzehn Amerikaner starben. Die Antwort Washingtons war damals, die Truppen tiefer in die Wüste zu verlegen, auf einen abgelegenen Flugplatz weit weg von jeder Stadt. Man wich aus. Man stellte die Frage nicht, ob man dort überhaupt sein sollte.

Im Jahr zweitausenddrei zogen die Vereinigten Staaten den größten Teil ihrer Truppen aus Saudi-Arabien ab und verlegten das Hauptquartier nach Katar. Wieder wich man aus. Wieder blieb das Netz als Ganzes bestehen.

Und im Juni des vergangenen Jahres schoss der Iran zum ersten Mal Raketen auf den großen Stützpunkt in Katar, als Antwort auf die amerikanischen Angriffe auf seine Atomanlagen. Damals wurde der Schlag vorher angekündigt, der Stützpunkt war geräumt, der Schaden blieb gering. In Washington verbuchte man das als symbolische Geste. Im Rückblick war es eine Generalprobe. Der Iran hatte gezeigt, dass er das Ziel treffen kann. In diesem Jahr hat er es ohne Ankündigung getan.

Das führt uns zum zweiten Teil. Denn der Iran hat nicht einzelne Lager getroffen. Er hat das System getroffen.

Mitte September hat der Generalinspekteur des Pentagons, also die eigene, unabhängige Prüfbehörde des Ministeriums, einen Bericht veröffentlicht. Der zentrale Satz darin lautet sinngemäß: Iranische Angriffe haben Hunderte von Gebäuden und Anlagen auf amerikanischen Stützpunkten beschädigt und zerstört. Und zwar nicht in einem Land. In acht.

Insgesamt wurden nach den Zählungen amerikanischer Medien mehr als zwanzig amerikanische Standorte und gemeinsam genutzte Einrichtungen in der Region getroffen.

Man sollte an dieser Stelle kurz innehalten und sich fragen, was das Wort Hunderte bedeutet. Ein Stützpunkt ist kein Bunker. Er ist eine kleine Stadt. Unterkünfte, Werkstätten, Treibstofflager, Radaranlagen, Fernmeldezentralen, Hallen für Flugzeuge, Küchen, Lazarette. Das meiste davon ist leicht gebaut, weil niemand damit gerechnet hat, dass es beschossen wird. Dreißig Jahre lang wurde es nicht beschossen.

Ein Angreifer muss so eine Stadt nicht zerstören, um sie unbrauchbar zu machen. Er muss nur genug davon treffen. Wenn die Treibstofflager brennen, fliegen keine Flugzeuge. Wenn das Radar ausfällt, sieht die Abwehr nichts. Wenn die Unterkünfte nicht mehr sicher sind, zieht man die Soldaten ab. Und ein Stützpunkt ohne Soldaten ist ein Stück umzäunte Wüste.

Genau das ist geschehen. Das Pentagon hat schon vor Kriegsbeginn Tausende Soldaten aus den am stärksten gefährdeten Lagern herausgeholt. Im Hauptquartier der Marine in Bahrain, einem der symbolträchtigsten Orte der amerikanischen Präsenz, wurde nach Berichten das Gebäude der Flottenführung schwer beschädigt. Und der Admiral sagt seinem Matrosen ins Gesicht, dass man so bald nicht zurückkomme.

Es gibt Schätzungen dazu, was es kosten würde, alles wieder herzustellen. Fachleute sprechen von mehr als fünf Milliarden Dollar allein für die Gebäude und Anlagen. Das klingt bei einem Verteidigungshaushalt von fast einer Billion nach wenig. Aber diese Zahl verfehlt den Kern. Das Geld ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass man mit fünf Milliarden Dollar genau das wieder hinstellt, was gerade zerstört wurde, an genau derselben Stelle, in genau derselben Reichweite.

Und man könnte mehr Abwehrsysteme aufstellen. Nur sind es gerade diese Systeme, die in diesem Krieg knapp geworden sind. Jede Batterie, die ein Lager am Golf schützt, fehlt an einem anderen Ort, in Europa, in Asien oder zu Hause.

Wenn Sie solche Hintergründe sehen wollen, die in den großen Sendern kaum vorkommen, dann abonnieren Sie diesen Kanal, es dauert eine Sekunde und hilft uns sehr.

Kommen wir zu dem Punkt, an dem aus einzelnen Treffern eine strategische Frage wurde. Es ist der Punkt, an dem Leute wie Petraeus anfangen, öffentlich zu reden.

Petraeus ist kein Kritiker von außen. Er hat diese Stützpunkte genutzt wie kaum ein anderer. Er hat von dort aus Kriege geführt. Wenn so jemand sagt, sie seien nicht mehr haltbar, dann meint er nicht, dass sie unbequem geworden sind. Er meint, dass die Rechnung nicht mehr aufgeht.

Die Rechnung ging so: Ein Stützpunkt nahe am Gegner ist ein Vorteil, solange der Gegner ihn nicht erreichen kann. Man ist schneller am Ziel, man braucht weniger Tankflugzeuge, man kann mehr Einsätze am Tag fliegen. Das war die Lage gegenüber dem Irak in den neunziger Jahren. Der Gegner hatte nichts, womit er zurückschlagen konnte.

Gegenüber dem Iran des Jahres zweitausendsechsundzwanzig ist dieselbe Nähe ein Nachteil. Von der iranischen Küste bis zu den Lagern in Kuwait, in Bahrain, in Katar sind es wenige hundert Kilometer. Eine Rakete braucht dafür Minuten. Eine Drohne kostet weniger als das Auto eines Unteroffiziers. Und der Iran hat von beidem Tausende.

Eine Analystin aus Washington, die sich seit Jahren mit dieser Frage beschäftigt, hat es so ausgedrückt: Diese Stützpunkte seien riesige Verwundbarkeiten für die Vereinigten Staaten. Und sie fügte hinzu, sie finde keinen Beleg dafür, dass die amerikanische Präsenz der Region genützt habe.

Das ist ein bemerkenswerter Satz. Denn er dreht die alte Logik um. Dreißig Jahre lang hieß es: Wir sind dort, um zu schützen. Jetzt heißt es aus Washington selbst: Wir sind dort, und genau deshalb werden wir getroffen, und die Gastgeber mit uns.

Und damit kommen wir zu dem, was im Pentagon daraus folgt.

Nach den Berichten amerikanischer Zeitungen prüfen Beamte des Ministeriums, einige Einrichtungen am Golf nach dem Krieg nicht wieder aufzubauen. Welche das sind, ist nicht bekannt. Aber die Richtung ist klar, und sie hat sogar schon einen Namen. In den Papieren des zuständigen Regionalkommandos ist seit zwei Jahren von einem Wechsel die Rede: weg vom Garanten der Sicherheit, hin zu einer Rolle, in der man die Sicherheit nur noch organisiert.

Was heißt das in einfachen Worten? Es heißt: weniger eigene Soldaten, dafür Waffenlieferungen, Ausbildung und Geheimdienstinformationen. Die Golfstaaten sollen sich selbst verteidigen, mit amerikanischem Gerät. Amerika schaut zu, hilft, verkauft. Aber es steht nicht mehr mit Zehntausenden Mann dazwischen.

Eine frühere Mitarbeiterin des Nationalen Sicherheitsrats, die dort für die arabische Halbinsel zuständig war, hat ausgesprochen, was das bedeutet. Die Vereinigten Staaten, sagt sie, entfernten sich möglicherweise von der Idee einer amerikanischen Sicherheitsgarantie am Golf.

Man muss sich klarmachen, was dieser Satz in Riad, in Doha, in Abu Dhabi und in Kuwait auslöst. Diese Staaten haben ihre gesamte Außenpolitik auf diese Garantie gebaut. Sie haben amerikanische Waffen für Hunderte Milliarden gekauft. Sie haben ihren Boden zur Verfügung gestellt. Sie haben sich in diesem Krieg beschießen lassen, weil amerikanische Soldaten bei ihnen stehen. Und jetzt hören sie aus Washington, dass die Garantie vielleicht gar keine mehr ist.

Was denken Sie: War die amerikanische Präsenz für die Golfstaaten ein Schutz oder eine Zielscheibe? Schreiben Sie es uns in die Kommentare.

Sehen wir uns an, wie die einzelnen Golfstaaten auf diese Lage reagieren. Denn sie reagieren nicht gleich, und die Unterschiede sind aufschlussreich.

Katar hat über Jahre versucht, beides zu sein: Gastgeber des größten amerikanischen Stützpunkts in der Region und zugleich Gesprächspartner Teherans. Das kleine Land teilt sich mit dem Iran das größte Gasfeld der Erde. Es kann sich einen dauerhaften Bruch mit dem Nachbarn schlicht nicht leisten. Für Katar ist ein kleinerer amerikanischer Fußabdruck vielleicht sogar eine Erleichterung, solange niemand es laut sagt.

Bahrain ist der umgekehrte Fall. Das Königshaus dort hat sich enger an Washington gebunden als jedes andere am Golf. Die Flotte in seinem Hafen war seine Lebensversicherung. Wenn der ranghöchste amerikanische Admiral sagt, man komme so bald nicht zurück, dann trifft dieser Satz in Bahrain auf ein Land, das keinen Plan B hat.

Die Emirate haben früh begonnen, sich breiter aufzustellen, mit Beziehungen nach China, nach Indien, nach Russland. Und Saudi-Arabien verhandelt seit Monaten mit Partnern, die nicht in Washington sitzen. Jedes dieser Länder zieht auf seine Weise dieselbe Lehre: Auf eine einzige Schutzmacht zu setzen, war eine Wette. Und diese Wette ist in diesem Jahr nicht aufgegangen.

Die nächste Frage liegt auf der Hand. Wenn nicht am Golf, wo dann?

Nach den Berichten wird im Pentagon darüber gesprochen, Soldaten und Einrichtungen weiter nach Westen zu verlegen. Genannt werden Jordanien, der Westen Saudi-Arabiens und Israel. Die Überlegung dahinter ist rein geografisch. Jeder Kilometer mehr Abstand zum Iran bedeutet mehr Vorwarnzeit und weniger Waffen, die überhaupt so weit reichen.

Aber diese Lösung hat drei Haken, und jeder davon wiegt schwer.

Der erste Haken: Auch Jordanien und Saudi-Arabien stehen auf der Liste der acht Länder im Bericht des Generalinspekteurs. Auch dort wurden amerikanische Einrichtungen getroffen. Man zieht also nicht aus der Reichweite heraus. Man zieht an ihren Rand.

Der zweite Haken: Wer seine Flugzeuge weiter weg stellt, braucht mehr Tankflugzeuge, mehr Zeit, mehr Besatzungen für dieselbe Zahl von Einsätzen. Die Schlagkraft sinkt, bevor ein einziger Schuss gefallen ist.

Und der dritte Haken ist politisch. Ein Stützpunkt in Israel ist kein neutraler Ort. Jeder Angriff, der von dort ausgeht, macht für die ganze Region sichtbar, dass Washington und die israelische Regierung als eine einzige Kriegspartei handeln. Das mag für manche in Washington kein Problem sein. Für die arabischen Regierungen, die ihren Bevölkerungen diesen Krieg erklären müssen, ist es eines.

Und was ist mit dem Irak? Dort hat sich die Frage bereits erledigt. Die letzten amerikanischen Soldaten haben das Land Ende September verlassen. Nach mehr als zwanzig Jahren.

Bleibt das Meer. Und damit sind wir bei dem Admiral in Indien.

Der Befehlshaber der amerikanischen Streitkräfte im Indopazifik, Admiral Samuel Paparo, war vom dritten bis zum achten Oktober zu einem sechstägigen Besuch in Indien. Die amerikanische Botschaft in Neu-Delhi erklärte dazu, der Besuch bekräftige die dauerhafte Präsenz und die Interessen der Vereinigten Staaten im Indischen Ozean.

In den vergangenen Tagen ist daraus in vielen Videos eine sehr viel größere Geschichte geworden. Dort heißt es, Amerika habe seine Häfen am Golf verloren und bitte jetzt Indien um Ersatz.

Wir müssen hier genau sein, denn genau an solchen Stellen entscheidet sich, ob man informiert oder nur unterhält. Für eine solche amerikanische Bitte um indische Häfen gibt es keinen Beleg. Keine Erklärung aus Washington, keine aus Neu-Delhi. Im Gegenteil: Als im Frühjahr behauptet wurde, amerikanische Kriegsschiffe nutzten bereits indische Häfen für diesen Krieg, hat das indische Außenministerium das ausdrücklich als falsch zurückgewiesen. Indien hat einen Hafen im Iran mit aufgebaut, und es hat kein Interesse daran, in diesen Krieg hineingezogen zu werden.

Was man sagen kann, ist etwas anderes, und es ist interessant genug. Die amerikanische Marine sucht nach Orten. Ihre Schiffe sind in diesem Krieg so lange auf See wie seit Jahrzehnten nicht. Die Fachpresse der Marine hat schon im Sommer berichtet, dass man für die Besatzungen nach Häfen in Afrika und in Indien Ausschau hält, weil die gewohnten Liegeplätze am Golf nicht mehr infrage kommen. Ein Flugzeugträger, der früher in Bahrain festmachte, braucht heute einen anderen Ort, an dem fünftausend Menschen nach Monaten auf See an Land gehen können.

Das ist keine Kapitulation. Aber es ist ein Zeichen. Eine Flotte, deren Hauptquartier beschädigt ist und deren Schiffe nach Liegeplätzen suchen, ist nicht mehr die Flotte, die diesen Golf dreißig Jahre lang als ihr Hausgewässer behandelt hat.

Bevor wir zu den Folgen kommen, lohnt ein Blick auf diejenigen, um die es dabei eigentlich geht: die Soldaten selbst.

Ein Stützpunkt wird nicht von Strategen geräumt, sondern von Menschen, die dort monatelang gelebt haben. In den vergangenen Wochen haben sich immer mehr von ihnen zu Wort gemeldet, in Fernsehberichten und in Gesprächen mit Reportern. Sie erzählen von Nächten im Bunker, von Abwehrsystemen, die nicht da waren, wo man sie brauchte, und von Vorgesetzten, die über das Ausmaß der Schäden nicht sprechen durften.

Diese Stimmen verändern die Debatte in Washington mehr als jedes Gutachten. Denn ein Abgeordneter kann eine Analyse ignorieren. Er kann aber schlecht einem Soldaten aus seinem eigenen Wahlkreis sagen, er habe sich das alles eingebildet. Und in wenigen Wochen stehen in den Vereinigten Staaten Wahlen an. Jeder Kandidat wird gefragt werden, ob er dafür ist, amerikanische Soldaten wieder in Lager zu schicken, von denen die eigenen Generäle sagen, sie seien nicht mehr haltbar.

Man sollte auch nicht unterschätzen, was eine Schließung rechtlich bedeutet. Diese Stützpunkte beruhen auf Abkommen, die über Jahrzehnte verhandelt wurden. Sie regeln, wer bezahlt, wer befiehlt, wer im Ernstfall gefragt werden muss. Mehrere Golfstaaten tragen einen großen Teil der Kosten selbst. Wenn Washington einen solchen Standort aufgibt, kündigt es nicht nur einen Mietvertrag. Es löst ein Versprechen auf. Und ein aufgelöstes Versprechen lässt sich später nicht einfach erneuern, schon gar nicht zu denselben Bedingungen.

Genau deshalb wird im Pentagon so vorsichtig formuliert. Niemand spricht von Abzug. Man spricht von Anpassung, von einer veränderten Aufstellung, von Integration statt Garantie. Aber wer die Sprache der Militärbürokratie kennt, weiß, dass solche Worte selten das Vorspiel für mehr Präsenz sind.

Was bedeutet das alles für die kommenden Monate? Drei Dinge.

Erstens: Der Wiederaufbau wird zum Prüfstein. Das Pentagon hat für das kommende Jahr einen Rekordhaushalt beantragt. In diesem Haushalt wird stehen, welche Stützpunkte neu gebaut werden und welche nicht. Jeder Posten, der fehlt, ist eine Antwort auf die Frage, die offiziell noch niemand beantwortet hat. Man wird in den Haushaltszahlen lesen können, was in den Reden verschwiegen wird.

Zweitens: Die Golfstaaten werden sich nicht mit einer Rolle als Kunden zufriedengeben. Wer keine Garantie mehr bekommt, sucht sich andere. Saudi-Arabien hat in diesem Jahr bereits Verbündete außerhalb des Westens um Hilfe gebeten. Kuwait hat schon im Frühjahr betont, es habe seinen Boden nicht für diesen Angriff auf den Iran zur Verfügung gestellt. Solche Sätze sagt man nicht für die Geschichtsbücher. Man sagt sie, damit Teheran sie hört.

Und drittens: Für den Iran ist das, unabhängig vom Ausgang der Kämpfe, ein strategischer Gewinn, den keine Bombe rückgängig macht. Seit der Revolution von neunzehnhundertneunundsiebzig ist es das erklärte Ziel Teherans, die amerikanischen Truppen aus der Nachbarschaft zu drängen. Jahrzehntelang klang das wie eine Parole. In diesem Herbst diskutiert das Pentagon selbst darüber, welche Lager es aufgibt.

Für uns in Europa steckt darin eine unbequeme Lehre. Auch auf deutschem Boden stehen amerikanische Stützpunkte, über die ein großer Teil dieses Krieges versorgt wird. Auch hier beruht alles auf der Annahme, dass niemand sie erreichen kann. Am Golf galt diese Annahme dreißig Jahre lang. Sie galt bis zum ersten Tag, an dem jemand zurückschoss.

Es gibt in Washington Stimmen, die das alles für eine vorübergehende Schwäche halten. Sie sagen, nach dem Krieg werde man zurückkehren, stärker als zuvor, mit besseren Abwehrsystemen und härteren Bunkern. Vielleicht behalten sie recht. Aber sie müssen eine Frage beantworten, die ihnen der Iran in diesem Jahr gestellt hat. Wenn ein Gegner mit einem Bruchteil des amerikanischen Haushalts dieses Netz in wenigen Wochen unbrauchbar machen konnte, was hindert ihn daran, es beim nächsten Mal wieder zu tun? Solange es darauf keine Antwort gibt, ist jeder neue Stützpunkt am Golf nur ein neues Ziel mit frischer Farbe.

Fassen wir zusammen.

Die eigene Prüfbehörde des Pentagons hält fest, dass Hunderte Gebäude auf amerikanischen Stützpunkten in acht Ländern beschädigt oder zerstört wurden. Der ranghöchste Admiral der Marine sagt einem Matrosen, dass es nach Bahrain so bald keine Rückkehr gibt. Ein früherer Oberbefehlshaber nennt die Stützpunkte nicht mehr haltbar. Im Ministerium wird über Schließungen gesprochen und über einen Rückzug nach Westen. Und die Marine sucht nach neuen Häfen.

Nichts davon steht in einer offiziellen Erklärung des Weißen Hauses. Dort ist weiter von Stärke die Rede und von Kontrolle. Aber Stärke misst man nicht an Reden. Man misst sie daran, wo die eigenen Soldaten nachts schlafen können. Und am Golf werden diese Orte gerade weniger.

Wenn Sie wissen wollen, wie es weitergeht, dann sehen Sie sich jetzt das nächste Video an, das auf Ihrem Bildschirm erscheint.

Haberin videosu (Almanca)

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