«Üssü terk etmek zorunda kaldık» — askerler itiraf ediyor: İran'ın F-5'leri Kuveyt'teki üslerini vurdu

CBS'in bu hafta yayımladığı ve bir askerin Kuveyt'teki Camp Buehring'de kendi çektiği görüntüler hasar görmüş binaları ve tahrip olmuş teçhizatı gösteriyor; askerler İran'ın F-5 savaş uçaklarının üssü vurduğunu ve sonunda üssü terk etmek zorunda kaldıklarını anlatıyor. Savaştan önce yaklaşık 7 bin askerin bulunduğu üsten askerlerin çoğu önceden çekilmiş, geride yüz kadar asker kalmıştı; üs 1 Mart'ta önce dronlarla, sonra füzelerle vuruldu. Pentagon bu görüntüleri hiç göstermedi ve saldırı hakkında hiç konuşmadı.
Tam metin (Almanca)
Die Basis wurde aufgegeben. Amerikanische Soldaten sagen es jetzt selbst, vor der Kamera eines amerikanischen Senders: Iranische Kampfjets vom Typ F-5 haben ihren Stützpunkt in Kuwait getroffen, und am Ende mussten sie ihn verlassen. Einer von ihnen sagt, die Maschinen seien so tief und so nah gekommen, dass er die Helme der Piloten sehen konnte. Ein anderer sagt nur einen Satz: Sie haben uns hart getroffen. Und ein dritter stellt die Frage, die in Washington bis heute niemand beantwortet hat: Warum ist niemand gekommen, um uns zu verstärken?
Der Sender CBS hat in dieser Woche Videoaufnahmen veröffentlicht, die ein Soldat in Camp Buehring selbst gefilmt hat. Sie zeigen beschädigte Gebäude, zerstörtes Gerät, einen Stützpunkt unter Beschuss. CBS hat die Aufnahmen nach eigenen Angaben anhand der Daten geprüft, die in den Dateien gespeichert sind. Das Pentagon hat diese Bilder nie gezeigt. Es hat über diesen Angriff auch nie gesprochen.
Und genau darum geht es heute. Es geht nicht nur um einen einzelnen Stützpunkt in der Wüste. Es geht um die Frage, wie ein Flugzeug, das in den sechziger Jahren entworfen wurde, durch die teuerste Luftabwehr der Welt fliegen konnte. Es geht um die Frage, warum die Verteidiger am Ende kaum noch Munition hatten. Und es geht um die Frage, warum die amerikanische Öffentlichkeit das alles erst sieben Monate später erfährt, und zwar nicht von ihrer Regierung, sondern von den eigenen Soldaten.

Die Geschichte dieses Angriffs hat drei Akte. Jeder ist für Washington unangenehmer als der davor. Und der dritte ist der, über den das Pentagon bis heute schweigt.
Beginnen wir mit dem Ort. Camp Buehring liegt im Nordosten von Kuwait, mitten in der Wüste, nicht weit von der irakischen Grenze. Seit mehr als zwanzig Jahren ist dieses Lager eine der wichtigsten Drehscheiben der amerikanischen Armee am Golf. Wer in den Irak verlegt wurde, kam hier durch. Wer aus dem Irak zurückkam, ebenfalls. Vor dem Krieg waren dort nach Angaben von CBS rund siebentausend Soldaten stationiert.
Und dann geschah etwas, das man im Rückblick genau lesen muss. Noch bevor der erste Schuss fiel, wurde der größte Teil dieser siebentausend Soldaten abgezogen. Das Pentagon hatte dafür einen eigenen Namen, einen Plan, der sinngemäß bedeutet: Runter von der Zielscheibe. Die Idee dahinter ist einfach. Wer weiß, dass ein Ort getroffen werden wird, der holt seine Leute vorher heraus.
Das bedeutet aber auch: Washington wusste, dass dieser Stützpunkt nicht zu schützen war. Man hat nicht darauf vertraut, dass die Luftabwehr hält. Man hat damit gerechnet, dass sie nicht hält. Und trotzdem blieben Soldaten zurück. Etwas mehr als hundert Mann. Sie sollten das Lager halten, das Gerät bewachen, die Stellung nicht aufgeben. Hundert Soldaten in einem Lager, das für Tausende gebaut wurde.

Das ist der erste Akt.
Am achtundzwanzigsten Februar greifen die Vereinigten Staaten und Israel den Iran an. Die Antwort kommt innerhalb von Stunden, und sie trifft nicht nur Israel. Sie trifft die amerikanischen Stützpunkte rund um den Golf. Kuwait meldet in diesen ersten Tagen fast hundert abgefangene ballistische Raketen und fast dreihundert abgefangene Drohnen. Das sind die, die abgefangen wurden. Über die anderen spricht man in solchen Meldungen nicht.
Camp Buehring wird am ersten März getroffen. Zuerst von Drohnen, dann von Raketen. Ein Teil der Angriffe kommt nach den Berichten nicht einmal aus dem Iran selbst, sondern aus dem Irak, also aus einer Entfernung, bei der die Vorwarnzeit auf wenige Minuten schrumpft. Die Soldaten, die CBS befragt hat, beschreiben immer wieder dasselbe Bild: Alarm, Bunker, Einschläge, wieder heraus, wieder Alarm, wieder Bunker.
Am selben Tag wird übrigens ein anderes amerikanisches Lager in Kuwait getroffen, in der Nähe des Hafens von Schuaiba. Dort sterben amerikanische Soldaten. Darüber wurde berichtet, weil man Tote nicht verschweigen kann. Über Camp Buehring wurde nicht berichtet. Dort gab es nach allem, was bisher bekannt ist, Verletzte, aber keine Gefallenen durch feindliches Feuer. Und was keine Gefallenen fordert, das lässt sich leichter verschweigen.

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Kommen wir zum zweiten Akt. Er ist leiser als der erste, aber er sagt mehr über den Zustand dieser Armee.
Hundert Soldaten verteidigen ein Lager gegen Drohnen. Wie macht man das? Die großen Abwehrsysteme sind für Raketen gebaut. Gegen kleine, langsame, tief fliegende Drohnen bleibt am Ende oft nur eines: das schwere Maschinengewehr. Kaliber fünfzig, zwölf Komma sieben Millimeter. Eine Waffe, die es seit fast hundert Jahren gibt. Und für genau diese Waffe ging in Camp Buehring die Munition aus.
Das ist keine Behauptung aus Teheran. Das sagt ein hochrangiger Logistikoffizier der amerikanischen Armee gegenüber CBS. Dem Stützpunkt fehlte Munition für das schwere Maschinengewehr, und es fehlte auch andere Munition. Die Soldaten, die das Lager verteidigten, kamen nach diesem Bericht an einen kritischen Punkt.
Man muss sich das einen Moment lang vorstellen. Das Land mit dem größten Verteidigungshaushalt der Geschichte. Ein Haushalt, der größer ist als der jedes anderen Landes der Erde. Und in einem seiner wichtigsten Lager am Golf geht in der ersten Kriegswoche die einfachste Munition aus, die es gibt.
Wie kann das sein? Die Antwort liegt im ersten Akt. Wer siebentausend Mann abzieht, der zieht auch die Versorgung ab. Die Lager werden geleert, die Transporte fahren in die andere Richtung, die Aufmerksamkeit liegt woanders. Zurück bleibt eine kleine Gruppe mit dem, was gerade da ist. Der Plan, die Soldaten von der Zielscheibe zu holen, hat funktioniert. Für die siebentausend. Für die hundert, die blieben, hat er das Gegenteil bedeutet.
Und noch etwas fürchteten diese Soldaten. Sie fürchteten nach dem Bericht von CBS, dass ihr abgelegenes Lager gar nicht darauf vorbereitet war, viele Verwundete gleichzeitig zu versorgen. Es gab also nicht nur zu wenig Munition. Es gab auch keine Antwort auf die Frage, was passiert, wenn der nächste Einschlag eine Unterkunft trifft.
Jetzt versteht man den Satz des dritten Soldaten besser. Warum ist niemand gekommen, um uns zu verstärken? Das ist keine rhetorische Frage. Dieser Soldat verlangt eine Untersuchung. Er will wissen, wer entschieden hat, hundert Mann in einem Lager zu lassen, von dem man vorher wusste, dass es getroffen wird, und wer entschieden hat, ihnen dann nichts nachzuschicken.
Und damit sind wir beim dritten Akt. Dem Akt, über den Washington am liebsten nie gesprochen hätte.
Irgendwann in diesen ersten Kriegstagen sehen die Soldaten in Camp Buehring etwas am Himmel, das dort nicht sein dürfte. Keine Drohne. Keine Rakete. Flugzeuge. Bemannte Kampfjets, die tief über die Wüste kommen.
Der Soldat, der sie gesehen hat, beschreibt es gegenüber CBS so: Sie flogen so nah an uns vorbei, dass ich ihre Helme sehen konnte. Sie kamen herein, sie trafen uns, und dann waren sie wieder weg.
Drei amerikanische Soldaten sagen, dass es iranische F-5 waren.
Man muss wissen, was eine F-5 ist, um zu verstehen, warum dieser Satz in Washington so weh tut. Die F-5 ist ein amerikanisches Flugzeug. Entworfen Ende der fünfziger Jahre, gebaut als billiger, einfacher Jäger für Verbündete. Der Schah von Persien hat sie in den sechziger und siebziger Jahren gekauft. Nach der Revolution von neunzehnhundertneunundsiebzig blieben sie im Land. Seitdem hält der Iran diese Maschinen ohne Ersatzteile aus Amerika am Leben, mit eigenen Werkstätten, mit eigenen Nachbauten.
Die Maschine hat kein modernes Radar. Sie hat keine Tarnkappe. Sie ist langsamer als fast alles, was heute fliegt. In jedem westlichen Lehrbuch steht, dass so ein Flugzeug gegen eine moderne Luftabwehr keine Chance hat. Und genau dieses Flugzeug ist nach den Aussagen der Soldaten bis über einen amerikanischen Stützpunkt geflogen und wieder nach Hause.
Neu ist die Geschichte nicht ganz. Der Sender NBC hat schon Ende April darüber berichtet, gestützt auf amerikanische Regierungsbeamte, die ihren Namen nicht nennen wollten. Dort hieß es, ein iranischer Pilot habe die Luftabwehr des Stützpunkts umflogen und eine Bombe abgeworfen. Und es hieß, zum ersten Mal seit vielen Jahren habe ein feindliches Flugzeug einen amerikanischen Stützpunkt getroffen.
Damals konnte man das noch abtun. Anonyme Quellen, keine Bilder, keine Namen. Das Pentagon antwortete mit einem Satz, die Streitkräfte seien voll einsatzfähig, über Schäden spreche man aus Gründen der Sicherheit nicht. Damit war das Thema für die meisten erledigt.
Jetzt ist es nicht mehr erledigt. Jetzt gibt es Videoaufnahmen vom Boden. Jetzt gibt es drei Soldaten, die dabei waren. Und es gibt die iranische Seite der Geschichte, die man ebenfalls kennen sollte.
Im iranischen Staatsfernsehen sind Piloten aufgetreten, die sagen, sie hätten diesen Einsatz geflogen. Nach ihrer Darstellung meldeten sie sich freiwillig. Sie starteten am zweiten Tag des Krieges, und sie flogen extrem tief, nach eigenen Worten keine fünfzehn Meter über dem Boden. So tief, dass ein Radar sie zwischen Sand und Hitzeflimmern kaum noch erkennt. Das würde übrigens erklären, warum ein Soldat am Boden Helme sehen konnte.
Wir sagen bewusst: nach ihrer Darstellung. Denn unabhängig bestätigt ist dieser Bericht nicht, und die iranischen Angaben widersprechen sich selbst. Die Piloten sprechen von zwei Maschinen. Ein iranischer Sender sprach von drei. Und ein Fachportal berichtet unter Berufung auf iranische Quellen, es sei gar keine alte F-5 gewesen, sondern die Kowsar, ein iranischer Nachbau mit moderner Elektronik.
Ob zwei oder drei, ob Original oder Nachbau: Für die Soldaten in Camp Buehring macht das keinen Unterschied. Über ihnen flog ein bemanntes iranisches Kampfflugzeug. Und niemand hat es aufgehalten.
Es gibt in diesen ersten Kriegstagen noch ein zweites Ereignis über Kuwait, das man danebenlegen muss. Am zweiten März, also einen Tag nach dem Angriff auf Camp Buehring, verlieren die Vereinigten Staaten drei ihrer modernsten Jagdbomber vom Typ F-15E. Nicht durch den Iran. Sie werden von einem kuwaitischen Kampfjet abgeschossen, von einem Verbündeten, aus Versehen. Die Besatzungen überleben.
Die iranischen Piloten behaupten in ihrem Fernsehauftritt, das eine habe mit dem anderen zu tun. Ihr Tiefflug habe die Luftverteidigung über Kuwait so durcheinandergebracht, dass am nächsten Tag auf die eigenen Maschinen geschossen wurde. Dafür gibt es keinen öffentlichen Beleg, und wir übernehmen diese Behauptung nicht. Aber schon die nüchternen Tatsachen reichen aus. Innerhalb von zwei Tagen fliegt über demselben kleinen Land ein feindliches Flugzeug unbehelligt hinein und wieder hinaus, und drei eigene Flugzeuge werden vom Himmel geholt. Das ist nicht das Bild einer Luftverteidigung, die alles im Griff hat.
Und es passt zu den Zahlen, die später bekannt wurden. Eine amerikanische Denkfabrik hat ausgewertet, dass der Iran in diesem Krieg mehr als hundert Ziele auf elf Stützpunkten in sieben Ländern getroffen hat. Eine andere hat berechnet, dass die Vereinigten Staaten in den ersten sieben Wochen fast die Hälfte ihrer Abfangraketen vom Typ Patriot verschossen haben, und mindestens die Hälfte der noch teureren Raketen vom Typ THAAD. Die Lager wieder zu füllen, wird nach dieser Rechnung vier bis fünf Jahre dauern.
Jetzt wird klar, warum ein altes Flugzeug im Tiefflug so gefährlich ist. Eine Abwehr, die jede Nacht Dutzende Raketen abfangen muss, schaut nach oben. Ihre Radare suchen den Himmel ab, ihre Bedienungen zählen die Abfangraketen, die noch übrig sind. Wer in dieser Lage ganz unten kommt, knapp über dem Sand, langsam, ohne Funk, der kommt aus einer Richtung, in die gerade niemand blickt. Die teuerste Abwehr der Welt wurde nicht durchbrochen. Sie wurde unterflogen.
Das ist der Punkt, an dem man innehalten und ehrlich sortieren muss. Was ist bestätigt, und was nicht?
Bestätigt ist, dass Camp Buehring schwer getroffen wurde. Dafür gibt es nicht nur die Aufnahmen von CBS. Es gibt Satellitenbilder. Eine Auswertung dieser Bilder zeigt zwei zerstörte Hubschrauberunterstände, eine zerstörte große Wartungshalle und ein zerstörtes Lagerhaus.
Bestätigt ist auch, dass der Stützpunkt geräumt wurde. Die Soldaten sagen es wörtlich: Wir mussten die Basis aufgeben. CBS spricht in seiner Überschrift von einem amerikanischen Rückzug. Die verbliebenen Soldaten wurden in die Udari-Wüste verlegt und haben dort vorgeschobene Stellungen eingerichtet. Mit anderen Worten: Sie haben ein befestigtes Lager verlassen und sind in den offenen Sand gezogen, weil der offene Sand sicherer war als das Lager.
Nicht bestätigt ist dagegen der Flugzeugtyp, jedenfalls nicht offiziell. Die amerikanische Regierung hat bis heute nicht eingeräumt, dass iranische Jets über Camp Buehring waren. Es gibt Fachleute, die die ganze Geschichte von Anfang an bezweifelt haben, weil es außer anonymen Quellen keinen Beleg gab. Diesen Zweifel muss man nennen. Aber man muss auch sagen, dass er seit dieser Woche schwerer zu halten ist. Denn jetzt sind es keine anonymen Beamten mehr in Washington. Jetzt sind es Soldaten, die im Bunker saßen.
Und was sagt das Pentagon dazu? Nichts. Auf die Anfrage amerikanischer Journalisten verwies das Ministerium an das zuständige Regionalkommando. Und das Regionalkommando hat nicht geantwortet.
Dieses Schweigen hat ein Muster. Das Ministerium hat die Treffer auf amerikanische Stützpunkte in Kuwait, in den Emiraten, in Saudi-Arabien, in Jordanien, in Bahrain, in Katar, im Irak und im Oman erst eingeräumt, nachdem es dem Kongress einen Bericht vorlegen musste, zu dem es gesetzlich verpflichtet war. Nicht vorher. Nicht freiwillig. Erst, als es keinen anderen Weg mehr gab.
Was denken Sie: Hätte die amerikanische Öffentlichkeit diesen Krieg anders beurteilt, wenn sie diese Bilder schon im März gesehen hätte? Schreiben Sie es uns in die Kommentare.
Denn das führt zu der eigentlichen Frage hinter dieser Geschichte. Sie ist größer als ein Lager in Kuwait.
Seit dreißig Jahren beruht die amerikanische Macht am Golf auf einer einfachen Annahme. Die Annahme lautet: Unsere Stützpunkte sind sicher. Sie liegen hinter mehreren Ringen von Abwehrsystemen. Ein Gegner kann vielleicht einmal eine Rakete durchbringen. Aber er kann uns nicht dort treffen, wo wir stehen, und schon gar nicht mit einem Flugzeug.
Diese Annahme war die Grundlage für alles. Für die Verträge mit Kuwait nach dem Krieg von neunzehnhunderteinundneunzig. Für das große Hauptquartier in Katar. Für die Flotte in Bahrain. Für die Lager, die Depots, die Landebahnen. Wer sicher steht, kann drohen. Wer sicher steht, kann zuschlagen und dann in Ruhe abwarten.
Camp Buehring zeigt, was passiert, wenn diese Annahme nicht mehr stimmt. Dann werden aus Stützpunkten Zielscheiben. Dann zieht man die eigenen Soldaten ab, bevor der Krieg überhaupt beginnt. Dann lässt man hundert Mann zurück und hofft, dass es gut geht. Und wenn es nicht gut geht, dann zieht man auch die hundert in die Wüste und sagt zu Hause kein Wort.
Für den Iran ist das die eigentliche Botschaft dieses Einsatzes, ganz gleich, wie viele Bomben wirklich gefallen sind. Die Botschaft lautet: Wir erreichen euch. Nicht nur mit Raketen, die man abfangen kann. Nicht nur mit Drohnen, die man mit dem Maschinengewehr herunterholt, solange die Munition reicht. Sondern mit Piloten, in Flugzeugen, die ihr selbst gebaut habt.
Und für die Verbündeten Washingtons am Golf ist es eine andere Botschaft. Sie haben über Jahrzehnte viel Geld dafür bezahlt, dass amerikanische Soldaten auf ihrem Boden stehen. Sie haben es als Versicherung verstanden. Jetzt sehen sie in einem amerikanischen Fernsehbericht, wie diese Versicherung aussieht, wenn sie gebraucht wird: ein geräumtes Lager, fehlende Munition und ein Ministerium, das nicht antwortet.
Damit entsteht für Washington ein Dilemma, aus dem es keinen bequemen Ausweg gibt.
Die erste Möglichkeit: Man baut die getroffenen Stützpunkte wieder auf. Das kostet Milliarden, und es ändert nichts am Grundproblem. Die Lager liegen dort, wo sie liegen, in Reichweite von allem, was der Iran hat. Und die Schäden gehen nach allem, was inzwischen bekannt ist, weit über dieses eine Lager hinaus. Wer das wieder aufbaut, baut neue Ziele.
Die zweite Möglichkeit: Man zieht sich zurück, in kleinere, weiter entfernte, besser geschützte Stellungen. Das wäre militärisch vernünftig. Aber politisch wäre es das Eingeständnis, das Washington seit März vermeidet. Es wäre das Eingeständnis, dass der Iran die Vereinigten Staaten aus ihren eigenen Lagern gedrängt hat.
Und es gibt eine dritte Möglichkeit, und sie ist die, die im Moment gewählt wird: Man tut so, als wäre nichts gewesen. Man spricht von voller Einsatzfähigkeit. Man verweist an die nächste Dienststelle. Man wartet, bis die Aufmerksamkeit weiterzieht.
Das Problem mit dieser dritten Möglichkeit sitzt in Camp Buehring. Genauer gesagt: Es sitzt nicht mehr dort. Es sind die Soldaten, die dort waren. Sie haben gefilmt. Sie haben geredet. Und einer von ihnen verlangt eine Untersuchung.
Solche Untersuchungen haben in Amerika eine eigene Dynamik. Sie beginnen mit einer einfachen Frage, etwa: Warum fehlte die Munition? Und sie enden bei den Fragen, die niemand stellen wollte. Wer hat entschieden, dieses Lager nicht zu verstärken? Wer wusste von den iranischen Flugzeugen, und seit wann? Und wer hat entschieden, dass die Öffentlichkeit davon nichts erfahren soll?
Im Kongress gab es schon im Frühjahr Abgeordnete, die genau solche Einzelheiten verlangt haben, während das Pentagon gleichzeitig eine Rekorderhöhung seines Haushalts beantragte. Damals bekamen sie keine Antwort. Jetzt haben sie Bilder. Und in weniger als vier Wochen wird in den Vereinigten Staaten gewählt.
Und man sollte nicht vergessen, wie das Gastland selbst auf all das blickt. Der Emir von Kuwait hat schon im März öffentlich erklärt, sein Land habe weder seinen Boden noch seinen Luftraum noch seine Gewässer für einen Angriff auf den Iran zur Verfügung gestellt. Getroffen wurde Kuwait trotzdem, weil dort amerikanische Lager stehen. Ein Land, das diesen Krieg nicht wollte, zahlt für Stützpunkte, die sich im Ernstfall nicht einmal selbst schützen konnten. Auch diese Rechnung wird am Golf gerade neu aufgemacht.
Fassen wir zusammen, was diese Woche tatsächlich verändert hat.
Erstens: Der Angriff auf Camp Buehring ist keine Behauptung mehr, sondern mit Videoaufnahmen und Satellitenbildern belegt. Zweitens: Der Stützpunkt wurde aufgegeben, und das sagen nicht iranische Medien, das sagen amerikanische Soldaten. Drittens: Diese Soldaten berichten von iranischen Kampfjets über ihrem Lager, und ihre Regierung widerspricht ihnen nicht. Sie schweigt.
Offen bleibt, wie viele Maschinen es waren, welcher Typ es genau war und wie viel Schaden die Bomben selbst angerichtet haben, im Vergleich zu den Raketen und Drohnen. Diese Fragen kann nur eine Stelle beantworten. Es ist dieselbe Stelle, die seit sieben Monaten nicht antwortet.
Vielleicht ist das die wichtigste Lehre aus dieser Geschichte. Ein Krieg wird nicht nur daran gemessen, was eine Regierung über ihn sagt. Er wird daran gemessen, was sie verschweigt. Und in diesem Krieg wird die Liste dessen, was Washington verschwiegen hat, von Woche zu Woche länger.
Ein Flugzeug aus den sechziger Jahren. Ein Maschinengewehr ohne Munition. Hundert Soldaten, die auf Verstärkung warteten, die nie kam. Und ein Lager in der Wüste, das heute leer steht.
Die Soldaten von Camp Buehring haben ihre Frage gestellt. Jetzt ist Washington an der Reihe.
Wenn Sie wissen wollen, wie diese Geschichte weitergeht, dann bleiben Sie bei uns, und sehen Sie sich gleich das nächste Video an, das jetzt auf Ihrem Bildschirm erscheint.
Haberin videosu (Almanca)

