SON DAKİKA
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„Hatalar olur": Pentagon okula Tomahawk saldırısını kabul etti – ABD'nin isabet efsanesi çöküyor

Frum Report DE1 Ekim 2026
Özet

Pentagon'un iç soruşturması, ABD güçlerinin savaşın ilk günü olan 28 Şubat'ta İran'ın Minab kentinde bir ilkokulu iki Tomahawk seyir füzesiyle vurduğu sonucuna vardı; Drop Site News'in 30 Eylül'de yayımladığı araştırmaya göre 120 çocuk, 26 öğretmen ve 10 veli olmak üzere 156 kişi öldü. Bloomberg'e göre hedef seçimi eskimiş istihbarata, eski uydu görüntülerine, küçültülmüş ekiplere ve yapay zekâya ağır bağımlılığa dayanıyordu; Başkan Trump haziranda „hatalar olur, savaş çirkindir" dedi, söz verdiği rapor ise bugüne kadar yayımlanmadı. BM soruşturma komisyonu eylülde savaş suçu şüphesi için yeterli gerekçe bulunduğu sonucuna vardı; 13 Temmuz'da 25 senatör soruşturmanın açıklanmasını istedi, Pentagon ise soruşturmanın sürdüğünü bildiriyor.

Tam metin (Almanca)

In Amerika, der größten Militärmacht der Welt, liegt jetzt ein Eingeständnis auf dem Tisch, das direkt aus dem Pentagon kommt. Eine interne Untersuchung des Pentagons kommt zu dem Schluss, dass amerikanische Streitkräfte am ersten Kriegstag eine Grundschule in der iranischen Stadt Minab mit zwei Tomahawk-Marschflugkörpern getroffen haben. Hundertzwanzig Kinder starben, dazu sechsundzwanzig Lehrerinnen und zehn Eltern, hundertsechsundfünfzig Tote, die Drop Site News in einer am dreißigsten September veröffentlichten Recherche einzeln benannt hat. Als Präsident Trump im Juni auf den Bericht angesprochen wurde, sagte er, Fehler passierten, Krieg sei hässlich, und versprach den Bericht für den nächsten Tag; erschienen ist er bis heute nicht. Und in einem Punkt hatte Trump recht: Fehler passieren; nur zeigt eine zweite Untersuchung, die von Bloomberg, dass es hier nicht ein Fehler war, sondern eine ganze Kette.

Nach Bloombergs Recherche stützte sich die Zielauswahl auf veraltete Geheimdienstinformationen, alte Satellitenbilder, ausgedünnte Teams und eine schwere Abhängigkeit von künstlicher Intelligenz. Diese Kette zeigt, wie tief die Krise der amerikanischen Zielplanung reicht. Und Bloomberg zufolge wussten einzelne Beteiligte im Pentagon schon Stunden nach dem Einschlag, dass amerikanische Kräfte verantwortlich waren. Überraschend, aber wahr. Der bitterste Teil aber liegt in dem, was Washington in den Monaten davor gesagt hat.

Im Mai prahlte Trump, Amerika könne einem Mann aus dem All den Namen vom Uniformschild lesen. Ein Land mit dieser Aufklärung, so die Botschaft, trifft nichts aus Versehen. Während in Washington von Präzision die Rede war, sahen die Bilder aus Minab ganz anders aus. Ein Schulhof voller Trümmer. Hinter der Rhetorik der Präzision stehen die Fotos aus Minab, die Irans Präsident Massud Peseschkian am dreiundzwanzigsten September vor der UN-Vollversammlung zeigte, während der amerikanische Vertreter den Saal verließ.

Von der Schule Schadschare Tajjebe in Minab bis zu den Krankenhäusern der Provinz Hormosgan zieht sich seit dem achtundzwanzigsten Februar eine Spur, die kein Bericht aus Washington bisher nachgezeichnet hat. Um zehn Uhr fünfundvierzig am Morgen schlugen die ersten Marschflugkörper ein, zwischen ein und zwei Uhr nachmittags eine zweite Welle, insgesamt dreizehn Tomahawks auf und um das Schulgelände. Zweihundertdreiundachtzig Kinder überlebten, viele verletzt, und ihre Familien zahlen bis heute den Preis für eine Entscheidung, die in wenigen Minuten getroffen wurde. Was die Vorschullehrerin Hossnijeh Salem berichtet, zeigt, wie dieser Morgen für die Menschen dort aussah. Der Putz fiel von der Decke, der Boden bebte, ich sagte mir: Es ist vorbei, erzählte sie den Reportern.

Ihr eigener Sohn, sagt sie, wirft ihr bis heute vor, dass sie an diesem Morgen zu früh in die Schule gekommen sei. Der Vater Jaghub Jasdanpanah, zweiunddreißig Jahre alt, wartete darauf, dass man seine sechsjährige Tochter Fatemeh unter den Trümmern hervorholt; zwei Drittel der Schule waren nur noch Schutt.

Bevor wir weitergehen, eine Bitte, die mir heute besonders wichtig ist. Diese Geschichte wird in Deutschland kaum erzählt, und ob sie erzählt wird, hängt auch von dir ab. Drück auf Like, teile dieses Video und schreib einen Kommentar, damit der Algorithmus es nicht begräbt. Wenn du willst, dass jemand die Namen nennt, die in den offiziellen Berichten fehlen, dann abonniere diesen Kanal. Wir haben in den letzten Wochen tausende Kommentare von euch gelesen, und eine Frage kam immer wieder: Warum hören wir über die Opfer dieses Krieges so wenig, während jede Rakete eine Schlagzeile bekommt? Heute versuchen wir, diese Lücke zu füllen, mit Dokumenten, mit Zeugen, mit Zahlen. Also schreib uns, was du denkst, auch wenn du anderer Meinung bist. Eure Stimmen sind der Grund, warum es diesen Kanal gibt.

Für die Helfer des Roten Halbmonds nahm der Tag eine noch dunklere Wendung. Madschid Dadania von der Notfalleinheit beschrieb einen Hof, der mit den Überresten der Kinder bedeckt war, und Kollegen, an deren Kleidung diese Überreste hafteten. Der Chef der Feuerwehr von Minab, Mehran Sakeri, und der Koordinator Ehsan Mohseni fanden nur ein Wort dafür: den Jüngsten Tag.

Und von den sechsundzwanzig getöteten Lehrerinnen war eine schwanger. Warum also musste das Pentagon dieses Eingeständnis überhaupt machen? Diese Katastrophe entstand nicht an einem einzigen Tag. Die Schule war zweitausendfünfzehn zugelassen worden, in einem Komplex, der bis zweitausendvierzehn den Revolutionsgarden als Kaserne gedient hatte. Mehr als zehn Jahre lang arbeitete sie öffentlich, mit eigener Webseite, mit regelmäßig veröffentlichten Fotos von Kindern auf dem Schulhof.

Die Zielplaner aber führten das Gelände weiter als Teil einer Marineeinrichtung der Revolutionsgarden, so stand es auf der Zielliste. Die Verwaltungsbüros der Garden auf dem Gelände waren zweitausendfünfundzwanzig geräumt worden, eine Marineanlage lag mehr als eineinhalb Kilometer entfernt und wurde nicht angegriffen. Satellitenbilder aus fast einem Jahrzehnt zeigten Umbauten und Neubauten, klare Belege dafür, dass sich die Funktion des Geländes verändert hatte, so Bloomberg. In den ersten vierundzwanzig Stunden des Krieges wurden mehr als tausend Ziele angegriffen. Die Prüfung der Ziele, die früher Stunden dauerte, war nach Bloombergs Darstellung auf wenige Minuten zusammengeschrumpft.

Kein einziges Mitglied der Teams für den Schutz von Zivilisten hatte das Gelände in Minab vor dem Angriff geprüft. Die Abteilung, die genau dafür zuständig war, hatte Kriegsminister Hegseth zuvor ausgedünnt. Und das Maven-System der Firma Palantir, das die Ziellisten aufbereitete, wies das Gebäude nicht als Schule aus. Die Defense Intelligence Agency hatte das Schulgebäude als militärisches Ziel eingestuft, berichtete die New York Times bereits im März. Ehemalige Zielplaner des Pentagons sagen heute, sie hätten so etwas in über zwanzig Jahren nicht gesehen: eine vollständige Fehlbeschreibung des Ziels.

Es hätte nicht lange gedauert, das zu prüfen, sagt der frühere Geheimdienstanalyst Harrison Mann, jedes Mal, wenn er es sich ansehe, sei es ihm unbegreiflich. Trumps Behauptung vom März, der Iran selbst sei verantwortlich, hat die eigene Untersuchung des Pentagons damit widerlegt. Das Ministerium selbst hat bis heute keinen Bericht veröffentlicht; auf Anfragen heißt es, die Untersuchung dauere an, es gebe nichts zu verkünden. Und Palantir erklärte, man sei weder für die zugrunde liegenden Daten noch für das Erkennen von Geheimdienstlücken verantwortlich, habe die Software aber inzwischen um Prüffunktionen ergänzt. All das hat das Pentagon in diese Lage gebracht und das Eingeständnis am Ende erzwungen.

Dass niemand die Schule schützte, weil niemand nachsah, hat die Katastrophe von Minab erst möglich gemacht. Und während die Untersuchung in Washington stockte, brannte sich der Fall in die Öffentlichkeit ein. Seit März reiht sich eine offizielle Erklärung an die nächste: Am zweiten März sagte Außenminister Marco Rubio, die Vereinigten Staaten würden niemals absichtlich eine Schule angreifen. Am siebten März machte Präsident Trump den Iran für den Angriff verantwortlich. Am zehnten März erklärte Kriegsminister Hegseth, die Iraner feuerten Raketen aus Schulen und Krankenhäusern ab und zielten absichtlich auf Unschuldige.

Am zwölften März kündigte Hegseth eine Untersuchung durch das Zentralkommando an. Der Kommandeur des Zentralkommandos, Admiral Brad Cooper, erklärte, die Schule liege auf einem aktiven Stützpunkt für Marschflugkörper der Revolutionsgarden. Und im Juni sagte Trump, Fehler passierten, Krieg sei hässlich. Vier Versionen in vier Monaten: Iran war es, es war ein Militärstützpunkt, es war ein Fehler, und dazwischen das Schweigen. Es gibt auch ein Problem der Verantwortungskette.

Die Zielplanung des Zentralkommandos gab in den ersten Kriegsstunden dem Tempo absoluten Vorrang. Die Prüfung auf zivile Nutzung blieb auf dem Abstellgleis. Die Zielliste war lang, mehr als tausend Punkte in vierundzwanzig Stunden, und Minab war einer davon. Weil die Teams für den Schutz von Zivilisten verkleinert worden waren, fehlte genau der Blick, der die Webseite der Schule und die Fotos vom Schulhof gefunden hätte. So gelangte ein Grundschulgebäude ungeprüft von der Liste in den Abschussbefehl.

Und in Minab saßen an diesem Morgen mehr als vierhundert Kinder in den Klassenzimmern. Das dunkelste Kapitel dieser Geschichte aber ist das, was nach dem Einschlag geschah. Nach der ersten Welle um kurz vor elf Uhr eilten Eltern, Nachbarn und Helfer zur Schule, um Kinder aus den Trümmern zu ziehen. Zwischen ein und zwei Uhr nachmittags schlugen dann vier weitere Tomahawks ein, in ein Gelände voller Retter. Der Rettungskoordinator Ehsan Mohseni sagte später, er habe an diesem Tag den Jüngsten Tag gesehen.

Die Toten wurden über Tage geborgen, identifiziert, gezählt: hundertzwanzig Kinder, sechsundzwanzig Lehrerinnen, zehn Erwachsene. Welche Familie welches Kind verloren hatte, stand auf Listen, die die Provinzregierung veröffentlichte; Drop Site hat sie Name für Name geprüft. Eine Traumapsychologin, Heljeh Dutaghi, berichtet von einer Mutter, die ihrem Kind morgens das Pausenbrot gepackt hatte. Zurück kam am Abend nur der Rucksack, mit dem Brot darin, ungegessen. Heute versammeln sich in Minab Eltern vor Listen und Gerichtsakten, um zu erfahren, ob überhaupt jemand zur Verantwortung gezogen wird.

Der Angriff hat auch eine juristische Front eröffnet. Eine Untersuchungskommission der Vereinten Nationen kam im September zu dem Schluss, dass das Schulgebäude der beabsichtigte Einschlagspunkt war und nicht ein Kollateralschaden. Die Kommission fand keinerlei Hinweis darauf, dass die Schule militärisch genutzt wurde. Sie sprach von Rücksichtslosigkeit gegenüber dem Risiko, Zivilisten zu treffen, die über bloße Fahrlässigkeit hinausgehe, und von hinreichenden Gründen für den Verdacht eines Kriegsverbrechens. Und sie stellte fest, dass der Schutz von Zivilisten im amerikanischen Vorgehen bewusst zurückgestuft worden war.

Aber die Probleme enden hier nicht. Minab war kein Einzelfall, sondern der Anfang einer Kette. Nach Zählung der Menschenrechtsorganisation HRANA starben in den ersten vierzig Kriegstagen mindestens eintausendsiebenhunderteins Zivilisten im Iran. Und Peseschkian legte in New York nicht nur Minab vor, sondern eine ganze Reihe von Bildern der Zerstörung. Der amerikanische Vertreter stand auf und verließ den Saal, während die Bilder gezeigt wurden.

In Minab warten die Familien seit sieben Monaten auf ein Wort aus Washington, das über Fehler passieren hinausgeht. Und während die Untersuchung in Washington stockt, hat Teheran eine eigene Strafverfolgung eröffnet und den Internationalen Strafgerichtshof um Eingreifen gebeten. Minab ist damit zu einem Lehrbuchfall dafür geworden, wie ein Krieg mit Algorithmen beginnt und mit Trümmern endet. Dieser Fall hat auch das getroffen, was Washington in diesem Krieg am meisten braucht: Glaubwürdigkeit. Mitten in den Verhandlungen über eine Waffenruhe legte Irans Präsident die Fotos aus Minab auf den Tisch der Weltöffentlichkeit.

Das Problem beschränkt sich nicht auf die Vereinten Nationen. Auch im Kongress lässt sich der Fall nicht mehr wegschweigen. Am dreizehnten Juli forderten die Senatoren Jack Reed und Kirsten Gillibrand mit dreiundzwanzig Kollegen die Freigabe der Untersuchung und Maßnahmen, damit sich so etwas nicht wiederholt. Fünfundzwanzig Senatoren, ein Viertel der Kammer, und die Antwort des Ministeriums lautet bis heute: nichts zu verkünden. Der Druck von Zeugen, Senatoren, UN-Ermittlern und Journalisten hat das Pentagon in eine Art Belagerung gebracht.

Bloomberg, die New York Times und Drop Site haben die Zielplanung Schritt für Schritt nachgezeichnet, und jede neue Recherche erhöht den Preis des Schweigens. Ehemalige Offiziere, die sonst schweigen, reden inzwischen offen. Die frühere Diplomatin Hala Rharrit sagt, es gebe keine Möglichkeit, das als Irrtum zu bezeichnen. Und der frühere Zielplaner Wes Bryant sagt, die Kinder seien Nichtkombattanten und geschützt gewesen, es sei schlicht widerlich. Harrison Mann, früher bei der Defense Intelligence Agency, sagt, das Zentralkommando könne nur dann nichts gewusst haben, wenn es bewusst weggesehen habe.

Viele Beteiligte der ersten Kriegstage stehen damit vor einer Frage, die sie sich nicht mehr aussuchen können: Was wusste ich, und wann? Der Kongress verlangt die Akten, die Vereinten Nationen verlangen Rechenschaft, Teheran verlangt Strafverfolgung. Und weil Washington nichts liefert, füllen andere die Lücke: Die Namen der Toten, die Fotos, die Zeugenaussagen kursieren weltweit. Denn die Listen der Provinz Hormosgan sind vollständig. Die Kinder sind mit Namen und Alter verzeichnet, die Lehrerinnen ebenso.

Hunderte Familien warten darauf, dass irgendjemand diese Listen in Washington liest. Der moralische Preis dieses Angriffs ist längst höher als jeder militärische Nutzen, den ein leeres Verwaltungsgebäude je gehabt hätte. Im September, sieben Monate nach dem Angriff, kam die Untersuchungskommission der Vereinten Nationen zu ihrem Urteil, dem schwersten, das eine solche Kommission fällen kann: hinreichende Gründe für ein Kriegsverbrechen. Die Rechercheure von Drop Site sprechen von einem der schwersten amerikanischen Kriegsverbrechen seit Vietnam. Das Pentagon hält dagegen, die Untersuchung laufe noch und man werde ihr nicht vorgreifen.

Die Familien haben unterdessen Klagen eingereicht, Teherans Justizminister Amin Hossein Rahimi spricht von der schwersten Form eines Kriegsverbrechens und kündigt an, Angreifer würden nicht ungestraft bleiben. Washingtons Versuch, den Fall an den Iran zurückzugeben, ist gescheitert, spätestens seit die eigene Untersuchung die Tomahawks bestätigte. Jede weitere Verzögerung des Berichts erhöht den politischen Preis. Und die Erzählung vom präzisen, sauberen Krieg bleibt nichts als Papier. Die Kosten der Geheimhaltung, verlorenes Vertrauen im Kongress, bei Verbündeten und in der Region, haben diesen Weg in eine politische Sackgasse verwandelt.

Mit anderen Worten: Washington kann den Bericht weder veröffentlichen, ohne Verantwortliche zu benennen, noch länger zurückhalten, ohne die eigene Glaubwürdigkeit zu verlieren. Die Maßnahmen, die gegen all diese Probleme ergriffen werden, sind bemerkenswert. Die Vereinigten Staaten, die Macht mit dem größten Militärbudget der Welt, haben die Software nachgerüstet: Palantir fügte Funktionen hinzu, die Geheimdienstdaten erneut prüfen und Widersprüche anzeigen sollen. Das Pentagon verweist auf die laufende Untersuchung. Doch die Teams, die genau diese Prüfung leisten sollten, sind seit den Kürzungen unter Hegseth kleiner als zuvor.

Der Engpass liegt nicht in der Technik, sondern in der Entscheidung, sie zu benutzen. Die Zahl der Ziele pro Tag hat in diesem Krieg Rekorde erreicht. Mehr als dreizehntausend Ziele in den ersten neununddreißig Tagen, so die Bilanz des Zentralkommandos, bei einer Prüfzeit, die für jedes Ziel nur noch Minuten betrug. Offizielle Pressekonferenzen des Pentagons gibt es seit Mai nicht mehr. Diplomatisch versucht Washington, den Fall aus den Waffenstillstandsgesprächen herauszuhalten, während Teheran ihn bewusst hineinträgt.

Doch mit jedem Zeugen, der spricht, wird diese Trennung schwerer. Die radikalste Forderung, die auf dem Tisch liegt, ist die der fünfundzwanzig Senatoren: den vollständigen Bericht freizugeben. Ein solcher Bericht würde die Zielplanung der ersten Kriegsstunden offenlegen, mit allen Namen in der Befehlskette. Wird er veröffentlicht, könnte er das erste offizielle Eingeständnis eines amerikanischen Kriegsverbrechens in diesem Krieg bedeuten, und zugleich den Druck der Familien und der Vereinten Nationen mindern. Zugleich würde er den Präsidenten treffen, der im März den Iran beschuldigte und im Juni von Fehlern sprach.

Die Führung in Washington steht damit vor einer Wahl, die keine gute Antwort hat: Rechenschaft, die die eigene Erzählung zerstört, oder Schweigen, das sie langsam zerstört. Unterdessen vertieft sich in Washington die Kluft zwischen Militär und Öffentlichkeit. Kriegsminister Hegseth nannte am dreißigsten September in Quantico die Berichterstattung über den Krieg einen nationalen Verrat und Journalisten anti-amerikanisch. Doch genau diese Berichterstattung hat Minab überhaupt erst sichtbar gemacht: Bloomberg, die New York Times, Drop Site. Während die Kriegsmaschine neue Ziellisten produziert, warten die Familien in Minab auf einen einzigen Bericht.

Die schiere Zahl der Ziele macht es nach Ansicht der Prüfer unmöglich, jedes Gebäude sorgfältig zu prüfen, solange das Tempo Vorrang hat. Die Teams, die diese Prüfung leisten sollten, wurden vor dem Krieg verkleinert, und in Minab war keines von ihnen beteiligt. Die Software, die den Ausfall ersetzen sollte, erkannte eine Schule mit eigener Webseite nicht als Schule. Die Marschflugkörper dagegen trafen mit höchster Präzision genau das Gebäude, das auf der Liste stand. Präzision ohne Prüfung ist keine Stärke, sondern die schnellste Art, ein Kriegsverbrechen zu begehen.

Kurz gesagt: Das Eingeständnis des Pentagons ist die offizielle Bestätigung, dass die präziseste Armee der Welt in ihren eigenen Daten ertrunken ist. Eine Zielplanung, die ohne Prüfung durch Menschen nicht funktioniert, hat sich Schritt für Schritt auf Maschinen verlassen, und die Kinder von Minab haben den Preis bezahlt. Das Bild einer sauberen, chirurgischen Kriegsführung, das Washington in den ersten Kriegstagen zeichnete, ist an den Listen einer Grundschule in Hormosgan zerbrochen, an hundertsechsundfünfzig Namen. Die Kluft zwischen Trumps Satz vom Namensschild, das man aus dem All lesen könne, und einer Schule, die zehn Jahre lang übersehen wurde, macht die wahren Kosten dieses Krieges unmöglich zu verbergen. Die Führung, die einräumt, dass ein Grundschulgebäude als Militärziel geführt wurde, kann den Krieg trotzdem nicht stoppen.

Was als Demonstration der Stärke begann, kehrt wie ein Bumerang zurück und trifft die eigene Glaubwürdigkeit, im Kongress, vor den Vereinten Nationen und bei den eigenen Soldaten, die diese Befehle ausgeführt haben. Eine Supermacht, die zu Kriegsbeginn behauptete, jedes Ziel zu kennen und jeden Namen aus dem All lesen zu können, muss heute erklären, warum sie eine Schule nicht kannte, die seit zehn Jahren mit Fotos, Adresse und Telefonnummer im Internet stand. Dieser Widerspruch zwischen dem Tempo der Ziellisten und der Pflicht, Zivilisten zu schützen, erschüttert das Fundament der amerikanischen Kriegsführung. Mit anderen Worten: Washington steht nicht nur militärisch, sondern auch moralisch und rechtlich vor einer Niederlage, die kein Waffenstillstand beendet. Diese Krise verzehrt nicht nur einen Bericht, sondern Schritt für Schritt die Legitimität eines ganzen Krieges, in Washington, bei den Verbündeten und in jeder Familie, die in Minab noch auf eine Antwort wartet.

Was denkst du darüber, und was würdest du an der Stelle dieser Familien von Washington erwarten? Kann der Druck von Zeugen, Senatoren und Vereinten Nationen Washington zwingen, den Bericht über Minab zu veröffentlichen, mit allen Namen, oder verschwindet er in der Schublade wie so viele Berichte vor ihm? Und wie lange kann eine Regierung von Präzision sprechen, wenn hundertzwanzig Kinder auf einer Liste stehen, die sie nicht lesen will? Vergiss nicht, deine Gedanken in den Kommentaren mit uns zu teilen, auch wenn du die Dinge anders siehst als wir. Und wenn du willst, dass diese Namen nicht vergessen werden, teile dieses Video mit Menschen, die diesen Krieg bisher nur aus den Schlagzeilen kennen.

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