SON DAKİKA
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„Bir değil, sekiz yaralı": İran'ın gemi saldırısında ABD deniz piyadeleri vuruldu – Pentagon sustu

Frum Report DE30 Eylül 2026
Özet

NBC News'e göre 14 Eylül'de Hürmüz Boğazı'nda bir İran seyir füzesi, üzerinde sekiz ABD deniz piyadesi bulunan ve ABD'nin kiraladığı bir ticaret gemisini vurdu; piyadeler duman zehirlenmesi ve olası beyin travması yaşadı, olayı üç ABD yetkilisi ancak 27 Eylül'de doğruladı. Pentagon saldırıyı ve yaralanmaları o dönem kamuoyuna açıklamadı; kendi veri tabanındaki yaralı sayısı iki haftada 824'ten 861'e çıkarken Washington Post, beş yetkilinin bölgedeki asker ölümlerini en az 22 olarak verdiğini yazdı, resmî sayı ise 19. Savunma Bakanı Pete Hegseth, ordunun çatışmada ölen askerleri gizlediği suçlamasını reddetti.

Tam metin (Almanca)

Ein verborgener Angriff – acht US-Marines verletzt. Neue Einzelheiten kommen jetzt aus der Straße von Hormus ans Licht. Ein iranischer Angriff, der bis heute nicht öffentlich gemacht wurde, ist bekannt geworden – und er erhöht die Spannung in einer ohnehin explosiven Region. Der Vorfall geht auf den vierzehnten September zurück. Nach Informationen von NBC News traf ein iranischer Marschflugkörper ein Schiff in der Straße von Hormus.

An Bord: acht US-Marines. Sie wurden nicht schwer verletzt, erlitten aber Rauchvergiftungen und möglicherweise Schädel-Hirn-Traumata. Dazu gehören Kopfschmerzen, wie sie für Gehirnerschütterungen typisch sind. Das Schiff war kein Kriegsschiff der US-Marine – und welche Art von Schiff es war, haben die Behörden bis heute nicht bestätigt. Kurz darauf kehrten alle acht Marines in den Dienst zurück.

Doch das Pentagon hat den Angriff und die Verletzungen damals nicht öffentlich gemacht. Und genau hier wird die Geschichte größer. Das Pentagon steht seit Wochen unter Druck, weil es Fragen gibt, wie es amerikanische Verluste zählt. Seine öffentliche Datenbank wurde kürzlich aktualisiert: neunzehn Todesfälle im US-Militär, die mit diesem Krieg in Verbindung stehen. Der jüngste Eintrag ist eine Offizierin der Armee, die nach einem medizinischen Notfall auf dem Weg in den Nahen Osten starb.

Später wurde sie identifiziert: Hauptmann Bianca C. Wilkerson. Sie starb am achtzehnten September – und die Armee bestätigte, dass ihr Tod nicht mit Kampfhandlungen zusammenhing. Doch die öffentliche Zahl erzählt nicht die ganze Geschichte. Die Datenbank des Pentagons führt inzwischen mehr als achthundertsechzig Soldaten als im Einsatz verwundet – und die Zahl steigt weiter. Vor zwei Wochen waren es noch achthundertvierundzwanzig.

Die Washington Post berichtete, fünf US-Beamte bezifferten die Zahl der militärischen Todesfälle in der Region auf mindestens zweiundzwanzig. Ein sechster Beamter sprach von dreiundzwanzig. Das ist mehr als die öffentliche Gesamtzahl des Pentagons. Die Diskrepanz bedeutet nicht, dass jeder nicht gemeldete Todesfall ein Kampftod war. Einige betrafen Personal, das sich während aktiver Kampfhandlungen in der Region befand.

Andere fallen unter Kategorien wie „Überseeoperationen" – und das Pentagon sagt, die Meldung von Verlusten könne Wochen dauern. Die Datenbank kennt dafür eigene Spalten: feindliche Einwirkung, nicht-feindliche Einwirkung, Unfälle, Gesundheitskrisen, Suizide. Und diese Zahlen hinterlassen eine Reihe kritischer Fragen. Wo wurden diese Soldaten verwundet? Wo ist es passiert?

Und wie viele Verluste fehlen noch in den öffentlichen Aufzeichnungen? Das Pentagon steht wegen dieser Buchführung unter scharfer Beobachtung. Verteidigungsminister Pete Hegseth hat den Vorwurf zurückgewiesen, das Militär verberge Kampftote. Er sagte, das Pentagon könne einen solchen Tod nicht verbergen – selbst wenn es wollte. Doch die Debatte über die Zahlen geht weiter.

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„Das Pentagon würde niemals einen Kampftod verbergen – und könnte es auch nicht." „Selbst wenn wir versuchen wollten, einen Kampftod zu verbergen: Wir würden es niemals tun, und wir könnten es niemals." Und warum diese Zahlen zählen, ist einfach. Dieser Krieg ist geprägt von Raketen, Drohnen und Angriffen in der ganzen Region. Amerikanische Soldaten bleiben Druckwellen, Splittern und traumatischen Verletzungen ausgesetzt.

Für manche dauert die Genesung Monate. Für andere Jahre. Bleiben wir einen Moment beim vierzehnten September – denn die Einzelheiten sagen viel darüber, wie dieser Krieg geführt und wie er erzählt wird. Nach übereinstimmenden Berichten war das getroffene Schiff kein Schiff der Kriegsmarine, sondern ein von den USA gechartertes, westlich betriebenes Handelsschiff. An Bord: sieben Mannschaftsdienstgrade und ein Offizier einer Landungseinheit der Marines.

Drei US-Beamte bestätigten den Vorfall gegenüber NBC – erst am siebenundzwanzigsten September, fast zwei Wochen danach. Warum erst jetzt? Eine Erklärung gab es nicht – weder vom Pentagon noch vom Marinekorps. Das Zentralkommando, zuständig für die Region, wollte sich dazu nicht äußern. Und Kopfschmerzen nach einem Raketeneinschlag – das kennt dieses Pentagon schon. Im Januar zweitausendzwanzig, nach dem iranischen Raketenangriff auf den Stützpunkt Al-Asad im Irak, hieß es zuerst: keine Verletzten.

Am Ende zählte das Pentagon mehr als hundert Soldaten mit Schädel-Hirn-Trauma. Trump nannte es damals „Kopfschmerzen". Ein Schädel-Hirn-Trauma sieht man auf keinem Foto. Es zeigt sich in Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafstörungen – manchmal erst Wochen später. Und in einer Statistik taucht es erst auf, wenn jemand es dort einträgt.

Und es war kein Einzelfall in der Statistik. In derselben Woche wuchs die öffentliche Liste der Verwundeten still und leise um siebenunddreißig Namen: von achthundertvierundzwanzig auf achthunderteinundsechzig. Neunundzwanzig Marinesoldaten, acht Marines. Wann sie verwundet wurden und wo – dazu gab das Verteidigungsministerium keine Erklärung; Anfragen blieben unbeantwortet. Mehr als die Hälfte dieser achthunderteinundsechzig Verwundeten wurde nach der Waffenruhe vom Juli erfasst – unter dem Titel „Überseeoperationen", nicht mehr unter dem Namen der Kriegsoperation „Epic Fury".

Zur Einordnung: Die Operation „Epic Fury" begann am achtundzwanzigsten Februar und wurde am siebten Juli für beendet erklärt – nach achtzehn Wochen. Zur Erinnerung: Vizepräsident J. D. Vance sagte am dritten September, es gebe „derzeit keine aktiven Kampfhandlungen". Das Rechercheportal The Intercept hat nachgerechnet: Von achthundertachtzig Toten und Verwundeten entfallen vierhundertvierundvierzig auf die zwölf Wochen nach dem siebten Juli – also auf die Zeit nach dem offiziellen Ende der Operation. Allein im September kamen fast hundert dazu. Anders gesagt: In der Phase, die Washington „keine aktiven Kampfhandlungen" nennt, wurden mehr Amerikaner verwundet oder getötet als in den achtzehn Kriegswochen davor.

Auch die Buchführung selbst wirft Fragen auf. Am einundzwanzigsten April sank die Zahl der Verwundeten in der Datenbank ohne Erklärung um fünfzehn. Aktualisierungen, die früher am selben Tag kamen, erscheinen heute mit zehn und mehr Tagen Verspätung. Ein Beamter nannte das gegenüber The Intercept eine Mischung aus „Inkompetenz und bewusstem Verschleppen". Der Kongress hat das längst bemerkt.

Am vierundzwanzigsten Juli schrieben zwölf demokratische Senatoren des Streitkräfteausschusses an Hegseth – darunter Jack Reed, Elizabeth Warren, Tammy Duckworth und Mark Kelly. Ihr Anlass: Zwischen dem siebzehnten und achtzehnten Juli war die Zahl der Toten in der öffentlichen Datenbank von achtzehn auf vierzehn gefallen – und die der Verwundeten von vierhundertzweiundachtzig auf vierhundertzwanzig. Vier Namen waren verschwunden: die neunzehnjährige Gefreite Isabella Gonzales, Leutnant Tyler Feehan, Sergeant Angel Rampersad – und Sergeant Michael Emmanuel Swinton, von dem gleich noch die Rede sein wird. Am selben Tag, an dem der Brief abging, sprach Trump auf dem Luftwaffenstützpunkt Dover bei der Überführung Gefallener selbst von achtzehn Toten. Pentagon-Sprecher Sean Parnell hatte vier Tage zuvor gesagt, seit dem siebten Juli seien „fast hundert" Soldaten in irgendeiner Form verletzt worden – sechsundneunzig Prozent seien wieder im Dienst.

In der Datenbank stand für den Juli bei „im Kampf verwundet": null. Die Antwort des Ministeriums damals: „vorübergehende Datenstörungen". „Das amerikanische Volk, der Kongress, die Soldaten und ihre Familien haben Anspruch auf eine vollständige und genaue Abrechnung der menschlichen Kosten des Krieges", schrieben die Senatoren. Und dann sind da die Toten. Neunzehn stehen in der öffentlichen Liste – elf davon durch feindliches Feuer.

Die Neunzehnte ist Bianca C. Wilkerson, siebenunddreißig Jahre alt, aus Norfolk in Virginia. Sie war beim Hauptquartier der Heereskräfte für den Nahen Osten in Doha eingesetzt und erlitt am achtzehnten September an Bord eines Militärflugs nach Saudi-Arabien einen medizinischen Notfall. Die Armee stuft ihren Tod als „nicht kampfbedingt" ein; posthum wurde sie zum Major befördert; die Untersuchung läuft. Ihr Vorgesetzter, Oberstleutnant Markus Hopkins, sagte über sie: „Sie verstand, was es heißt, für etwas Größeres als sich selbst verantwortlich zu sein." Sergeant Michael Emmanuel Swinton, dreißig Jahre alt, starb im Juli auf dem Stützpunkt Erbil – bei der kontrollierten Sprengung einer iranischen Drohne.

Auch das ist dieser Krieg: Er tötet nicht nur im Gefecht. Die Liste beginnt am ersten März, als eine iranische Drohne den Hafen Schuaiba in Kuwait traf: sechs Soldaten tot, mehr als dreißig verletzt. Schon damals sprang die Zahl der Verwundeten binnen eines Wochenendes von fünf auf achtzehn. Am neunten März stürzte ein amerikanisches Tankflugzeug über dem Irak ab – sechs Besatzungsmitglieder starben. Ende März traf ein iranischer Angriff den Stützpunkt Prinz Sultan in Saudi-Arabien: mehr als fünfzehn Soldaten verletzt, ein Frühwarnflugzeug zerstört.

Am ersten Juli stürzte ein Marinehubschrauber über dem Arabischen Meer ab – ein Besatzungsmitglied blieb vermisst und wurde für tot erklärt. Und im Juli, während der Waffenruhe, starben vier Soldaten – jene vier, die später aus der Kriegsstatistik verschwanden. Die Washington Post hatte am neunzehnten September berichtet, sechs Beamte mit direktem Zugang zu den Verlustdaten des Pentagons zählten mindestens zweiundzwanzig, einer dreiundzwanzig Tote – die öffentliche Liste zeigte damals achtzehn. Ein Teil der Differenz: Vier Soldaten, die während der Waffenruhe im Juli starben, wurden aus der Kriegsstatistik herausgenommen und unter „Überseeoperationen" verbucht. Hegseth reagierte noch am selben Tag – nicht mit Zahlen, sondern mit Großbuchstaben.

Der Bericht sei „WIDERLICH und FALSCH, eine komplette LÜGE"; die Zeitung sei „schlimmer als das iranische Staatsfernsehen". Auf die Frage eines regierungsnahen Senders folgte dann der Satz, den Sie eben gehört haben: Das Pentagon würde niemals einen Kampftod verbergen. Beobachtern fiel auf, wie genau das Wort gewählt war: Kampftod. Wer im Einsatzgebiet an einem Herzstillstand, bei einem Unfall oder bei einer Sprengung stirbt, ist kein „Kampftod" – und taucht in dieser Formel nicht auf. Genau darum geht der Streit.

Der Abgeordnete Pat Ryan, Demokrat aus New York, zweimal im Irak im Einsatz, nannte es am einundzwanzigsten September „eine offene, beispiellose Vertuschung". Das erinnere an „die schlimmsten Tage der Vietnam-Ära", als man junge Männer und Frauen „ohne Plan und ohne Transparenz" in ein Blutbad geschickt habe. „Wir ehren das Opfer der Gefallenen, indem wir ehrlich sind – nicht, indem wir lügen." Man muss Ryans Ton nicht teilen, um die Frage zu sehen, die dahintersteht. Und der Umgang mit diesen Zahlen hat Geschichte.

Am zweiten März, nach den ersten drei Toten, sagte Trump: „Wir haben drei, aber wir rechnen mit Verlusten – am Ende wird es ein großartiger Deal für die Welt." Zwei Tage später beklagte Hegseth im Pentagon, dass „ein paar durchgekommene Drohnen" und „tragische Dinge" auf die Titelseiten kämen – die Presse wolle nur den Präsidenten schlecht aussehen lassen. Sechs Tote waren es damals. Heute sind es neunzehn – oder dreiundzwanzig, je nachdem, wen man fragt. Wer die Zahl heute wissen will, muss sie sich zusammensuchen: aus einer Datenbank, die mal fällt und mal steigt, aus Zeitungsberichten – und aus Sätzen von Beamten, die ihren Namen nicht nennen.

Zurück zur Straße von Hormus. Der Iran hat angeboten, die Wasserstraße binnen sieben Tagen wieder zu öffnen – aber nur, wenn Washington seine Seeblockade aufhebt, die Sanktionen auf iranisches Öl aussetzt und einer Waffenruhe zustimmt, die auch den Libanon einschließt. Der Plan stützt sich auf eine mit Oman abgestimmte Transitroute – und auf die Zusagen aus dem Papier vom Juni. Teheran will außerdem die Atomgespräche wieder aufnehmen. Und dann die nächste Wendung: Trump hat den jüngsten iranischen Vorschlag am Samstag abgelehnt.

„Sie wollen einen Deal machen, und ich finde das gut. Ich würde auch gern einen Deal machen. Aber dieser Deal wäre nicht akzeptabel." „Sie wollen die Straße von Hormus sofort öffnen. Wissen Sie, warum? Weil sie sterben." „Wissen Sie, warum sie sterben? Weil kein Geld mehr hereinkommt – denn ihr Geld kommt aus der Straße von Hormus." „Sie haben sich selbst überlistet. Sie sagten: Machen wir sie zu und bereiten der Welt ein Problem." Und, so Trump: Man habe „die größte Blockade der Militärgeschichte" errichtet.

Doch nur einen Tag später sagte er, er erwarte, dass amerikanische Unterhändler noch in dieser Woche weitere Gespräche mit dem Iran führen. Ein Regierungsbeamter formulierte die Haltung Washingtons so: Man sei mit der Kontrolle über Hormus „in einer sehr starken Position" – und habe „keine Eile". Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi warnte, Teheran sei bereit zu kämpfen, falls die Angriffe wieder beginnen – hielt die Tür zur Diplomatie aber offen. „Wir sind voll darauf vorbereitet, dass der Krieg wieder aufgenommen wird." „Und ich wiederhole: Wir stehen fest gegen jede neue Aggression – selbst wenn daraus ein Weltuntergangskrieg wird."

„Aber zugleich sind wir bereit – wir stehen bereit für Diplomatie. Es liegt an Präsident Trump zu entscheiden." Araghtschi sagte das am Sonntag im amerikanischen Fernsehen – und fügte hinzu, Trumps Absage sei dem Iran über die Vermittler bis dahin gar nicht offiziell übermittelt worden. Und Teheran? Der Oberste Führer Modschtaba Chamenei erklärte am Wochenende, die Amerikaner rückten „wegen der schmerzhaften Schläge, die sie erlitten haben", nicht weiter vor – und bald werde sich „auch das Arabische Meer von ihnen leeren". Iranische Staatsmedien berichteten, amerikanische Kriegsschiffe hätten sich Anfang September von Positionen bei Tschabahar und am Eingang des Golfs von Oman weiter ins zentrale Arabische Meer zurückgezogen – außer Reichweite iranischer Raketen. Ob das stimmt, lässt sich von außen nicht prüfen – das Zentralkommando beantwortete auch diese Anfrage nicht.

Fest steht nur, was das Pentagon selbst eingeräumt hat: dass amerikanische Soldaten in dieser „Waffenruhe" weiter getroffen werden. Also: eine geschlossene Meerenge, umstrittene Verlustzahlen und Gespräche, die in beide Richtungen kippen können. Die Region wartet auf den nächsten Zug – und die kommenden Tage können den Kurs bestimmen: Richtung Entspannung oder Richtung tieferem Konflikt. Und was hat das mit uns zu tun? Mehr, als in Berlin darüber gesprochen wird.

Denn der Weg der amerikanischen Verwundeten führt durch Deutschland. Wer am Golf verletzt wird, wird über den Luftwaffenstützpunkt Ramstein ausgeflogen – ins Landstuhl Regional Medical Center in der Pfalz, das größte amerikanische Militärkrankenhaus außerhalb der USA. Im Juli, mitten in der sogenannten Waffenruhe, nahm Landstuhl binnen weniger Tage rund ein Dutzend Schwerverletzte auf – und stockte sein Sanitätspersonal um mehr als hundertfünfzig Kräfte auf. Schon im März hatte Landstuhl seine Geburtsstation ausgesetzt, um Platz für Kriegsverletzte zu schaffen. Ein Teil der achthunderteinundsechzig Verwundeten hat also diese Strecke genommen – wie viele genau, sagt das Pentagon nicht.

Deutsche Soldaten sind unter den Toten und Verwundeten dieses Krieges nicht. Aber deutscher Boden ist Teil seiner Logistik – von der Startbahn bis zum Krankenbett. Und die Frage, ob das erlaubt ist, liegt seit dem Frühjahr auf dem Tisch. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages kam in einem Gutachten für den Linken-Abgeordneten Ulrich Thoden zu dem Schluss, der amerikanisch-israelische Krieg gegen den Iran verstoße gegen das Gewaltverbot der UN-Charta – weder Selbstverteidigung noch ein Mandat des Sicherheitsrats decke ihn. Und eine deutsche Beihilfe über Ramstein sei „nicht ausgeschlossen" – vorbehaltlich der konkreten Umstände.

Verteidigungsminister Boris Pistorius nannte das Völkerrecht den „zentralen Maßstab" – eine Verurteilung sprach er nicht aus. Der Kanzler verwies auf „legitime Sicherheitsinteressen", die das Völkerrecht nicht abbilde. Neuntausend amerikanische Soldaten stehen in Ramstein; über die Relaisstation dort laufen die Signale für Drohneneinsätze – und seit Spanien seine Stützpunkte gesperrt hat, ist Ramstein die Drehscheibe. Insgesamt stehen zwischen fünfunddreißig- und neununddreißigtausend amerikanische Heeressoldaten und rund dreizehntausend Luftwaffenangehörige in Deutschland – verteilt auf etwa zwanzig Standorte. Auch Kampfjets aus Spangdahlem wurden im Sommer erneut in den Nahen Osten verlegt.

Landstuhl ist das einzige von amerikanischen Chirurgen zertifizierte Traumazentrum der Stufe zwei außerhalb der Vereinigten Staaten. Kurz: Der Krieg, dessen Tote Washington nicht zählen mag, hat in Deutschland eine Adresse. Und während in Washington darüber gestritten wird, ob achtzehn, neunzehn oder dreiundzwanzig Amerikaner gestorben sind, hat in Berlin niemand öffentlich gefragt, was in Ramstein landet. Dabei ist die Zahl der Verwundeten, die über Ramstein kommen, keine Frage der Neugier – sondern der Verantwortung eines Gastlandes. Das ist der eigentliche Punkt dieses Tages.

Acht Marines, zwei Wochen lang verschwiegen. Siebenunddreißig Verwundete, still in eine Tabelle geschoben. Vier Tote, in eine andere Spalte verschoben. Ein Minister, der „Kampftod" sagt – und damit alles andere ausklammert. Und ein Präsident, der sagt, der Gegner sterbe – während die eigene Liste länger wird.

Die Frage ist nicht, ob das Pentagon lügt. Die Frage ist, warum ein Land, das nach eigenen Worten gewinnt, seine Verluste nicht zählen will. Was denkst du – verschweigt Washington die Kosten dieses Krieges, oder ist das nur schlampige Buchführung? Schreib es uns in die Kommentare und abonniere den Kanal, damit du die nächste Entwicklung nicht verpasst. Das war FR Report.

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