SON DAKİKA
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İran'ın dron taktiği NATO'yu hayrete düşürüyor – düpedüz dâhiyane

Frum Report DE29 Eylül 2026
Özet

SIPRI'ye göre ABD 2025'te ordusuna yaklaşık 954 milyar dolar, İran ise yaklaşık 7,4 milyar dolar harcadı; buna rağmen İran yedi aylık savaşın ardından hâlâ savaşıyor. AP'ye göre tanesi 20-50 bin dolar olan Shahed dronlarına karşı tanesi 3,7-4 milyon dolarlık Patriot önleyicileri kullanılıyor ve CSIS'e göre ABD'nin Patriot stoku Temmuz sonunda yaklaşık 2.330'dan 759-827'ye düştü. Videoda İran'ın Hürmüz Boğazı'nda dronları doğru anda kullanma taktiğini ve Pentagon'un yeni dron programlarını anlatıyoruz.

Tam metin (Almanca)

Seit Ende Februar steht der Name Iran in der Kriegsführung für etwas, das im Westen kaum jemand erwartet hatte, für Erfindungsgeist mit einfachsten Mitteln. Gegen einen Gegner, der auf dem Papier in fast jeder Kategorie haushoch überlegen ist, musste Teheran umdenken und aus knappen Mitteln das Maximum herausholen. Dass das Land nach sieben Monaten Krieg, schweren Luftangriffen und einer Seeblockade immer noch kämpft, zeigt, wie stark sich seine Streitkräfte angepasst haben. Und nirgends zeigt sich das deutlicher als bei einer Waffe, die kaum mehr ist als ein Motor mit Flügeln und Sprengkopf, der billigen Kamikaze-Drohne. In Washington rechnete kaum jemand damit, dass ein Land mit einem Bruchteil des amerikanischen Militärhaushalts gegen Flugzeugträger und Tarnkappenbomber viel ausrichten könnte.

Doch Teheran hat Wege gefunden, mit Drohnen, versteckten Raketen und exaktem Timing mehr zu erreichen, als ihm die meisten zugetraut hatten. Schauen wir uns also an, wie der Iran diese einfache Waffe umfunktioniert hat und warum Generäle von Washington bis Peking ihre Lehrbücher neu schreiben. Als die USA und Israel am achtundzwanzigsten Februar zweitausendsechsundzwanzig den Iran angriffen, schien für die meisten Beobachter klar, wer diesen Krieg entscheiden würde. Die Vereinigten Staaten waren in der Luft, auf See und bei Präzisionswaffen gewaltig überlegen. Besonders deutlich wurde der Unterschied beim Geld.

Nach Angaben des Friedensforschungsinstituts SIPRI gaben die USA zweitausendfünfundzwanzig rund neunhundertvierundfünfzig Milliarden Dollar für ihr Militär aus. Israel kam noch einmal auf gut achtundvierzig Milliarden. Der Iran dagegen auf etwa sieben Komma vier Milliarden, weniger als ein Hundertstel des amerikanischen Budgets. Um diesen Vorsprung auszuspielen, zog Washington die größte Feuerkraft seit Jahrzehnten in der Region zusammen. Zahlenmäßig nur ein Teil der amerikanischen Streitkräfte, technologisch aber mehr als genug.

Tarnkappenflugzeuge, Präzisionsbomben, Marschflugkörper und Raketenabwehr sollten jede iranische Gegenwehr im Keim ersticken. Und so rückte das Arsenal an. Zuerst die Flugzeugträger, die USS Abraham Lincoln im Arabischen Meer und die USS Gerald R. Ford im östlichen Mittelmeer. Beide lagen bereits in Stellung, als die ersten Bomben fielen. Dann die B-zwei-Tarnkappenbomber, jeder einzelne mehr als eine Milliarde Dollar teuer.

Laut Air and Space Forces Magazine flogen offenbar vier von ihnen den Eröffnungsangriff. Sie warfen Lenkbomben von rund neunhundert Kilogramm auf iranische Raketenstellungen. Dazu kamen etwa dreißig Tarnkappenjäger vom Typ F-fünfunddreißig und rund ein Dutzend F-zweiundzwanzig. Zerstörer, die jeweils bis zu sechsundneunzig Tomahawk-Marschflugkörper tragen können, feuerten von See aus. Und am Golf standen Patriot- und THAAD-Batterien bereit, um jeden Gegenschlag abzufangen.

Allein am ersten Tag wurden mehr als tausend Ziele getroffen. Und sogar eine Kopie der iranischen Waffe selbst kam zum Einsatz. Laut Military Times ist die amerikanische LUCAS-Drohne der iranischen Shahed-hundertsechsunddreißig nachgebaut und kostet rund fünfunddreißigtausend Dollar.

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Washington kopierte also die Waffe des Gegners, lange bevor es sie wirklich ernst nahm. Dieses Arsenal hat dem Iran schwere Schäden zugefügt, aber nicht so, wie man es sich in Washington vorgestellt hatte.

Und genau das zwingt Militärstrategen überall, die Rolle teurer Hochtechnologie in künftigen Kriegen neu zu bewerten. Denn in den ersten Wochen schien die amerikanische Rechnung sogar aufzugehen. Am dreizehnten März schrieb Donald Trump, die iranische Marine sei verschwunden und die Luftwaffe gebe es nicht mehr. Und Pentagon-Chef Pete Hegseth meldete die niedrigste Zahl iranischer Raketen- und Drohnenangriffe seit Kriegsbeginn. Viele in Washington glaubten, dem Iran gingen schlicht die Waffen aus.

Im Pentagon plante man schon den nächsten Schritt, begrenzte Bodeneinsätze, etwa auf der Ölinsel Charg und an der Küste von Hormus. Laut Washington Post ging es um einige Tausend Soldaten für mehrere Wochen, ohne schwere Panzerverbände. Erst sollten Bomben und Raketen den Weg frei machen, dann sollten die Soldaten folgen. Mit anderen Worten, westliches Lehrbuch, erst die Luftherrschaft, dann der gezielte Schlag am Boden. Doch die Rechnung ging nicht auf.

Der Iran hatte sich über Jahre auf genau diesen Moment vorbereitet, mit Raketenstädten tief unter den Bergen. Tunnelanlagen bei Täbris, Kermanschah, Schiras und Chorramabad und dazu eine ganze Kette von Basen entlang der Golfküste. Die Anlage bei Yazd reicht laut einem Insider gegenüber der Irish Times rund fünfhundert Meter tief in den Granit. Dazu kamen Schnellboote, Seeminen und der eigentlich entscheidende Faktor dieses Krieges. Drohnen.

Nach gut fünf Wochen Bombenkrieg kam am siebten April eine Waffenruhe, und die hing ausgerechnet daran, dass der Iran die Straße von Hormus wieder öffnet. Im Juli brach sie zusammen, und der Kampf um die Meerenge flammte wieder auf. Wieder flogen Raketen und Drohnen auf die Golfstaaten. Die teuerste Militärmaschine der Welt kann unter diesen Bedingungen zwar zerstören, aber nicht entscheiden. Der Verbrauch an Abfangraketen in diesem Krieg ist inzwischen legendär.

Nach Berechnungen der Denkfabrik CSIS hatten die USA Ende Juli nur noch siebenhundertneunundfünfzig bis achthundertsiebenundzwanzig Patriot-Abfangraketen übrig. Rund ein Drittel des Vorkriegsbestands, verbraucht in weniger als sechs Monaten. Zu Beginn des Krieges waren es nach denselben Schätzungen noch rund zweitausenddreihundertdreißig. Die Fachleute rechnen damit, dass es zwei bis drei Jahre oder länger dauern könnte, die Lager wieder aufzufüllen. Pentagon-Chef Hegseth bestritt Anfang August, dass die Bestände gefährlich knapp seien.

Bei THAAD schrumpfte der Bestand laut CSIS von vierhundertzweiundfünfzig auf zweihundertvierunddreißig bis zweihundertachtundsiebzig. Und jede dieser Raketen kostet zwölf bis fünfzehn Millionen Dollar. Auch Irans Verluste waren hoch, nur sehen sie anders aus. Besonders ins Visier nahmen die Angreifer die Raketenstädte. Laut einer CNN-Auswertung von Satellitenbildern wurden an achtzehn unterirdischen Raketenanlagen neunundsechzig Tunneleingänge getroffen.

Aber es gibt einen wichtigen Haken. Fünfzig davon hatte der Iran bis Ende Mai wieder freigelegt, mit Bulldozern, Kippern und einfachem Baugerät. Wer weiß also, wie viele Werfer tief im Fels noch bereitstehen. Nach amerikanischen Geheimdienstberichten, auf die sich die Irish Times beruft, hatte der Iran im Juni noch etwa siebzig Prozent seiner mobilen Werfer und Raketen. Wenig Zweifel gibt es dagegen beim klassischen Teil der iranischen Streitkräfte.

Laut Bloomberg hatten die Angriffe bis Mitte März bis zu achtzig Prozent der iranischen Luftabwehr zerstört. Und doch hatte der Iran nach einer CSIS-Zählung allein in den ersten acht Kriegstagen rund dreitausend Angriffe auf die Golfstaaten gestartet, einundsiebzig Prozent davon mit Drohnen. Mehr als sechzehnhundert davon zielten auf die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Briten holten mit ihrem bodengestützten System Rapid Sentry in drei Märzwochen rund fünfzig iranische Drohnen vom Himmel. Laut dem Zentrum für europäische Politikanalyse etwa zehnmal so viele wie die britischen Kampfjets.

Auf den ersten Blick sieht die Bilanz nach einem klaren Punktsieg für Amerika aus. Aber das sagt sehr wenig über die Qualität der Waffen. Es hängt viel mehr davon ab, wie und wogegen man sie einsetzt. Irans Führung hat daraus einen Schluss gezogen, den Armeesprecher Brigadegeneral Abolfazl Schekartschi am siebenundzwanzigsten September offen aussprach. Einer der wichtigsten Einschnitte seit der Revolution sei der Übergang vom konventionellen zum asymmetrischen Krieg, also den teuren schweren Waffen des Gegners mit einfacheren, billigeren, aber wirksamen Mitteln zu begegnen.

Kampfjets und Kriegsschiffe sind deshalb nicht nutzlos. Der Iran war nur nie in der Lage, auf diesem Feld mit Amerika mitzuhalten. Seine Luftwaffe fliegt zum Teil noch F-vierzehn und F-vier, die das Land vor neunzehnhundertneunundsiebzig aus den USA bekam. Für einen klassischen Luftkrieg braucht man moderne Jets, Tankflugzeuge, Satelliten und eine Industrie, die Verluste schnell ersetzt. All das fehlte Teheran.

Iranische Jets und Kriegsschiffe wären gegen die amerikanische Übermacht nur leichte Ziele gewesen. Die US-Streitkräfte sind für schnelle, harte Feldzüge gebaut, doch so ist dieser Krieg nicht verlaufen. Er wurde zu einem zähen Abnutzungskrieg voller Drohnen und Raketen, und das ändert alles. Zunächst einmal hat der Iran Augen bekommen, die weit über seine eigenen Mittel hinausreichen. Laut CNN vom fünfundzwanzigsten September helfen Satellitenbilder und Informationen chinesischer Gruppen dem Iran, amerikanische Stützpunkte und Schiffe ins Visier zu nehmen.

Laut den Quellen des Senders hat sich die iranische Zielerfassung dadurch in den letzten Monaten dramatisch verbessert. Doch die eigentliche Waffe dieses Krieges ist wohl die unscheinbarste. Die Shahed-Drohne. Diese langsamen, einfach gebauten Fluggeräte, die laut der Nachrichtenagentur AP wie Mopeds brummen, haben die Rechnung des modernen Krieges auf den Kopf gestellt. Eine Shahed fliegt laut AP rund hundertachtzig Kilometer pro Stunde, trägt etwa vierzig Kilogramm Sprengstoff und hat eine Reichweite von zweitausend Kilometern.

Sie kostet je nach Schätzung nur zwanzig- bis fünfzigtausend Dollar. Deshalb kann der Iran sie in riesiger Zahl einsetzen, in den Tagen nach den ersten Angriffen laut AP mehr als zweitausend Stück. Und sie sind alles andere als harmlos. Am ersten März traf eine iranische Drohne ein Kommandozentrum der US-Armee im kuwaitischen Hafen Schuaiba, sechs amerikanische Soldaten starben. Mehr als dreißig weitere wurden verletzt, die Luftabwehr hatte die Drohne nicht abgefangen, und die Sirenen blieben stumm.

Sie fliegen tief, kommen in Schwärmen und zwingen die Verteidiger, jede einzelne ernst zu nehmen. Amerikas Abwehrsysteme gelten gegen Kampfjets, ballistische Raketen und Marschflugkörper als äußerst leistungsfähig. Doch gegen die Masse billiger Drohnen stoßen sie an eine andere Grenze, denn jeder Abschuss kostet ein Vermögen. Sie wurden für einen kurzen Krieg gegen wenige hochwertige Ziele entwickelt. Hier aber erzwingt die Masse der Drohnen einen Abnutzungskampf, in dem die Abwehr über Monate gegen Schwärme arbeiten muss.

Dafür sind sie nicht gebaut, und es wird ruinös teuer. Es ist auf Dauer nicht tragbar, knappe Hightech-Abfangraketen gegen Wegwerfdrohnen zu verbrauchen. Eine moderne Patriot-Abfangrakete kostet laut dem Fachportal Quwa drei Komma sieben bis vier Millionen Dollar. Eine Shahed kostet nur einen winzigen Bruchteil davon. Selbst wenn eine Drohne abgefangen wird, gewinnt der Angreifer die Rechnung.

Nach Berechnungen, die die kanadische Zeitung Globe and Mail zitiert, zahlen die Vereinigten Arabischen Emirate für jeden Dollar, den der Iran in eine Shahed steckt, zwanzig bis achtundzwanzig Dollar, um sie abzufangen. Deshalb setzt Teheran seine Drohnen zunehmend gezielt dort ein, wo sie am meisten schaden, und das funktioniert. Aus einer Waffe der Masse ist eine Waffe des richtigen Moments geworden. Denn der Iran setzt sie jetzt so ein, dass ihre Stärken voll zur Geltung kommen. In der Straße von Hormus zum Beispiel sind sie zu einer Art Hinterhalt mit Ansage geworden.

Technisch gelten sie laut CNN nicht als besonders ausgereift. Es sind Drohnen mit Wärmesuchkopf, die sich nach dem Start nicht mehr steuern lassen. Man feuert viele ab und hofft, dass sie sich an die Wärme eines Schiffsrumpfs heften. Wer zu früh oder zu spät startet, verschwendet sie. Aber was ihnen an Steuerung fehlt, macht der Iran mit Timing mehr als wett.

Und genau das macht diese einfache Waffe in ihrer neuen Rolle so wirksam. Nach Angaben von US-Beamten gegenüber CNN warten die iranischen Kräfte, bis die Schiffe einen bestimmten Punkt in der Meerenge erreichen, den ein Beamter Knöchel nennt. Erst dann steigen die Drohnen in großer Zahl auf, gegen Begleitschiffe wie gegen Handelsschiffe. Die chinesischen Satellitenbilder helfen laut den Quellen, die Geleitzüge zu verfolgen und den besten Moment zu wählen. Bei einer einzigen Geleitoperation fingen die US-Streitkräfte laut CNN mehr als ein Dutzend Raketen ab, schossen fast zwanzig Drohnen ab und griffen rund sechzig Ziele an.

Am vierzehnten September wurden laut Al Jazeera acht US-Marines verletzt, als ein iranischer Seezielflugkörper sie ins Visier nahm. Das Pentagon machte den Vorfall damals nicht öffentlich, erst zwei Wochen später berichtete NBC News darüber. Die Marines erlitten Rauchvergiftungen und womöglich Verletzungen am Gehirn. Dasselbe Prinzip zeigt sich an Land. Im Juli traf ein iranischer Angriff einen US-Stützpunkt in Jordanien, laut CNN starben drei amerikanische Soldaten.

Für das Pentagon war es ein Alarmsignal, denn der Angriff kam ohne Kampfjets und ohne Tarnkappenbomber aus. US-Beamte glauben laut dem Bericht, dass der Iran diese Präzision ohne die chinesischen Bilder nicht erreicht hätte. Dazu kommt laut CNN technische Hilfe aus China und Russland für die Lenksysteme iranischer Raketen und Drohnen. Außenminister Marco Rubio sagte dagegen, nichts, was China getan habe, habe den Verlauf der Konflikte mit dem Iran verändert. Auch die Raketenstädte haben eine neue Rolle gefunden, als unterirdische, bewegliche Artillerie.

Die Anlagen liegen tief im Zagros-Gebirge und in anderen Bergregionen des Landes, gebaut über Jahrzehnte. Mit aufgebaut hat sie Mohammad Bagher Ghalibaf, damals Kommandeur der Luftwaffe der Revolutionsgarden und heute Parlamentspräsident. Die Werfer werden auf Lastwagen aus den Tunneln gefahren, feuern und verschwinden wieder unter der Erde. Oft habe der Iran nur wenige Stunden nach einem Bombenangriff wieder von denselben Orten Raketen abgefeuert, sagte ein Anwohner aus Kermanschah der Irish Times. Die Erkenntnis, dass teures Großgerät auf einem Schlachtfeld voller Drohnen verwundbar ist, ist ein Weckruf für Armeen rund um den Globus.

Panzer, Flugzeugträger und Kampfjets bleiben wichtig, doch sie sind nicht mehr unangreifbar. Wer sie einsetzt, muss heute damit rechnen, dass eine Waffe für ein paar Zehntausend Dollar ihnen gefährlich wird. Und überall wird nun fieberhaft nach Antworten auf diese neue Wirklichkeit gesucht. Die US-Armee hatte diese Lektion schon in der Ukraine vor Augen. Im April zweitausendvierundzwanzig zog Kiew die amerikanischen Abrams-Panzer wegen der Drohnen von der Front ab, laut AP waren fünf der einunddreißig verloren.

Der stellvertretende US-Generalstabschef Christopher Grady warnte damals, massierte Panzerverbände seien in einem Umfeld voller Drohnen gefährdet. Seitdem hat auch in Washington ein Umdenken begonnen. Im Mai zweitausendfünfundzwanzig ließ Hegseth den leichten Panzer M-zehn Booker streichen, bis Ende zweitausendsechsundzwanzig soll jede Division neue Drohnenwaffen erhalten. Im Juli dieses Jahres schuf er ein eigenes Drohnenamt, und der jüngste Haushaltsantrag sieht dreiundfünfzig Komma sechs Milliarden Dollar für autonome Drohnen vor. Am fünfundzwanzigsten September gründete die US-Marine ein Zentrum, das unbemannte Systeme fest in die Flotte bringen soll.

Und die LUCAS, die Kopie der Shahed, zeigt am deutlichsten, wer hier von wem lernt. Doch eine andere Großmacht nimmt sich die Lehren aus diesem Krieg vielleicht am meisten zu Herzen. China. Laut Breaking Defense beschreiben Forscher der chinesischen Akademie der Militärwissenschaften diesen Krieg als Wettbewerb ganzer Systeme, nicht einzelner Waffen. Chinesische Analysten heben hervor, wie der Iran billige unbemannte Systeme nutzt, um weit teurere Abfangraketen zu verbrauchen.

Für Peking ist dieser Krieg ein Anschauungsunterricht, für den es keinen einzigen eigenen Soldaten riskieren muss. Und die Kosten dieses Abnutzungskrieges treffen längst auch jene, die ihn nie wollten. Amerikanische Verbraucher haben seit Kriegsbeginn laut einer Auswertung der Brown University zusätzlich rund hundert Milliarden Dollar für Benzin und Diesel bezahlt, etwa siebenhundertsiebzig Dollar pro Haushalt. Diesel kostet in den USA inzwischen im Schnitt fünf Dollar neunzig pro Gallone, zu Kriegsbeginn waren es drei Dollar sechsundsiebzig. Nach einer CNN-Umfrage vom September sagen sechsundsiebzig Prozent der Amerikaner, dieser Krieg sei die Opfer an Menschenleben und Geld nicht wert gewesen.

Und in Europa treiben dieselben Energiepreise Inflation und Zinsen nach oben, auch in Deutschland. Ein Krieg, der mit einigen Wochen Luftschlägen entschieden sein sollte, ist zu einer Rechnung geworden, die Washington und seine Verbündeten Monat für Monat aufs Neue begleichen. Und während die Kosten steigen, lernt der Gegner mit jeder Woche dazu. Genau darin liegt die eigentliche Lehre dieses Krieges, nicht in einer einzelnen Waffe, sondern in der Art, wie man sie einsetzt. Was all das für die Zukunft bedeutet, ist offen.

Doch die Vorstellung, dass Flugzeugträger und Tarnkappenbomber allein einen Krieg entscheiden, hat schweren Schaden genommen. Und Teheran kündigt bereits die nächste Stufe an. Schekartschi sagte am siebenundzwanzigsten September, Irans Raketen und Drohnen seien moderner und stärker geworden, und diesmal halte man Überraschungen für den Feind bereit. Was genau damit gemeint ist, weiß außerhalb Teherans niemand, doch nach sieben Monaten Krieg nimmt diese Ankündigung in Washington kaum noch jemand auf die leichte Schulter. Und die ganze Welt, selbst Washington, schaut genau hin, wie ein Land mit einem Hundertstel des Budgets die Regeln des Krieges verändert.

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