SON DAKİKA
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Amerika'nın gizli silahı REMUS, İran'la karşılaşır karşılaşmaz başarısız oldu... Üç haftada iki kez

Frum Report DE28 Eylül 2026
Özet

İran, kendi açıklamasına göre 8 ve 27 Eylül'de Hürmüz Boğazı'nda iki Amerikan insansız su altı aracını ele geçirdi: önce Anduril'in Dive-LD'sini, ardından mayın avında kullanılan REMUS 600'ü. Pentagon ilk olayda arızalı eski bir modelden söz etti, ikincisinde CENTCOM sözcüsü Kaptan Tim Hawkins kaybı reddetti; Teheran ise cihazın verilerini incelediğini açıkladı. Eski Avenger mayın avcılarını emekliye ayıran ABD donanmasının, Boğaz'daki İran mayınlarına karşı son haftalarda ikna edici bir cevabı görülmedi.

Tam metin (Almanca)

Weil seine Eskorten in der Straße von Hormus kaum vorankamen, setzte das US-Militär alles auf eine neue Geheimwaffe, auf eine Technik, die ohne einen einzigen Seemann an Bord in die gefährlichsten Gewässer der Welt vordringen sollte. Eine Waffe, die das Kräfteverhältnis in der Meeresstraße verändern und einen der größten Vorteile Teherans zunichtemachen sollte, seine Seeminen. Amerikanische Ingenieure und Forscher hatten dieses System über viele Jahre verfeinert, bevor es im Ernstfall seine Probe bestehen sollte, mitten in einem Krieg und vor den Augen der ganzen Welt. In Washington glaubte man, jetzt werde sich das Blatt in Hormus endlich wenden. Man irrte sich.

Innerhalb von knapp drei Wochen holte der Iran nach eigenen Angaben zwei amerikanische Unterwasserdrohnen aus dem Wasser, die erste am achten, die zweite am siebenundzwanzigsten September, und das Zentralkommando steht wieder am Anfang. Die Waffe, um die es geht, heißt REMUS sechshundert. Sie ist weder eine Rakete noch ein Schiff, sondern ein autonomes Unterwasserfahrzeug, eine Drohne, die ohne Besatzung unter der Oberfläche fährt und einem Programm folgt, das man ihr vor dem Einsatz mitgibt. Solche Fahrzeuge suchen mit Sonar den Meeresboden ab, kartieren ihn und spüren Minen auf, ohne dass ein Schiff oder ein Taucher in Gefahr gerät. Bekannte Beispiele sind die REMUS-Reihe, die in der US-Marine unter dem Namen Kingfish läuft, und die neue Dive-LD des Rüstungskonzerns Anduril aus Kalifornien.

Entwickelt wurde REMUS an der Woods Hole Oceanographic Institution mit Geld des Office of Naval Research, und schon im Jahr zweitausendzwölf schickte die Marine die ersten Kingfish zur Fünften Flotte in den Golf, nachdem der Iran mit der Schließung von Hormus gedroht hatte. Im Jahr zweitausendsechsundzwanzig ist die größte Gefahr für Amerikas Flotte in Hormus aber nicht die iranische Marine, sondern das, was unter der Wasseroberfläche lauert. Der Iran verfügt nach Schätzungen, die das Fachblatt Navy Times zitiert, über rund sechstausend Seeminen, darunter Haftminen, Ankertauminen, Grundminen und Treibminen, und viele davon lassen sich schon von kleinen Booten aus verlegen. Wie gefährlich das ist, hat die US-Marine selbst erlebt: Im Februar neunzehnhunderteinundneunzig liefen vor Kuwait innerhalb einer Stunde die USS Tripoli und der Kreuzer USS Princeton auf irakische Minen, und die Princeton verlor dabei eine ihrer Antriebswellen. Das amerikanische Fachportal Nineteen Forty-Five rechnete später vor, dass ein Kreuzer im Wert von rund einer Komma drei Milliarden Dollar beinahe von einer Mine versenkt worden wäre, die etwa fünfzehnhundert Dollar kostete.

Jahrzehntelang setzte die US-Marine deshalb auf eigene Minenabwehrschiffe der Avenger-Klasse, von denen sie seit den Achtzigerjahren vierzehn in Dienst stellte. Doch die Schiffe wurden alt, und nach mehr als dreißig Dienstjahren wurden die vier in Bahrain stationierten Avenger im Jahr zweitausendfünfundzwanzig außer Dienst gestellt, während vier weitere bis heute im japanischen Sasebo liegen.

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An ihre Stelle traten Küstenkampfschiffe der Independence-Klasse wie die USS Canberra, die USS Santa Barbara und die USS Tulsa, die selbst außerhalb der Minengefahr bleiben und stattdessen unbemannte Fahrzeuge und Hubschrauber vorschicken. Das klang modern, doch es machte die Marine abhängiger denn je von ihren Drohnen unter Wasser. Und genau diese Drohnen sollten jetzt die Lücke schließen.

Hier kommt die REMUS ins Spiel. In der US-Marine heißt ihre Minenjagd-Variante Mk achtzehn Mod zwei Kingfish, und nach Angaben des Portals Navy Lookout gehört sie zu den Systemen, mit denen die Marine in Hormus nach Minen sucht, lange bevor ein Schiff in ihre Nähe kommt. Dafür nutzt sie ein Seitensichtsonar, das breite Streifen des Meeresbodens absucht, und ein Sonar mit synthetischer Apertur für besonders scharfe Bilder. Findet sie einen verdächtigen Gegenstand, hält sie Position und Bild fest, damit andere Systeme ihn später beseitigen können. Die Drohne ist je nach Ausstattung zwischen zwei Komma sieben und fünf Komma fünf Meter lang, wiegt bis zu rund dreihundertfünfundachtzig Kilogramm und kann bis zu sechshundert Meter tief tauchen.

Sie fährt nur vier bis fünf Knoten schnell und hält in der Standardausstattung etwa vierundzwanzig Stunden durch, bevor sie wieder eingesammelt werden muss. Für die größeren Aufgaben kam deshalb ein zweites System dazu, die Dive-LD von Anduril. Sie ist knapp sechs Meter lang, wiegt fast drei Tonnen, kann bis zu zehn Tage allein operieren und bis zu sechstausend Meter tief tauchen, und jedes Exemplar kostet etwa zweieinhalb Millionen Dollar. Sie soll Minen jagen, den Meeresboden kartieren, Informationen sammeln und Kabel und Pipelines unter Wasser überprüfen. Das hätte alles verändern können.

Hätte Amerika die Minengefahr wirklich aus sicherer Entfernung beherrscht, hätte es seine Eskorten über Nacht vervielfachen können. Die Marine hätte ihre Zerstörer nicht mehr so vorsichtig auf Abstand halten müssen. Tanker hätten in langen Konvois durch Hormus fahren können, geschützt von Kriegsschiffen, die den Weg zuvor von Drohnen hätten absuchen lassen. Washington hätte die Blockade gegen iranische Häfen verschärfen und zugleich die Ölversorgung seiner Verbündeten sichern können, genau so, wie es der Präsident seit Wochen verspricht. Denn trotz aller Rückschläge besitzt die US-Marine noch immer die größte Flotte der Welt, mit Flugzeugträgern, Zerstörern und U-Booten, wie sie kein anderes Land in dieser Zahl aufbieten kann.

Und auch wenn viele ihrer Schiffe für einen ganz anderen Krieg gebaut wurden, für Seeschlachten auf offenem Ozean statt für eine enge, verminte Meeresstraße, sind sie alles andere als wertlos. Ein einziger Zerstörer kann mit seinen Raketen Ziele in Hunderten Kilometern Entfernung treffen. Mit anderen Worten: Auch in einem Krieg der Minen und Drohnen kann diese Flotte viel bewirken. Sie muss nur sicher durch die Meeresstraße kommen. Genau daran ist sie bisher gescheitert.

Die alten Minenjäger waren ausgemustert. Die neuen Küstenkampfschiffe bestehen aus Aluminium und dürfen deshalb gar nicht erst in ein Minenfeld hinein, sie müssen außerhalb der Gefahrenzone bleiben, und selbst die schweren Minenräum-Hubschrauber vom Typ Sea Dragon werden nicht mehr gebaut. Schon im April fragte der Sender NPR, ob die US-Marine überhaupt bereit sei, Minen im Persischen Golf zu räumen, und zitierte Fachleute, die genau daran zweifelten. Das Magazin des US Naval Institute sprach im selben Monat von einer Krise der Minenabwehr. Und nach Berichten des Portals Navy Lookout wurden Mitte April sogar zwei der letzten vier alten Minenjäger, die USS Chief und die USS Pioneer, wieder Richtung Golf geschickt, nachdem die Küstenkampfschiffe schon vor dem Krieg aus Bahrain abgezogen worden waren.

Die Unterwasserdrohnen dagegen schienen der große Schritt nach vorn zu sein. Sie würden die Flotte nicht unverwundbar machen. Einzelne Geräte würden verloren gehen, und die Systeme haben bekannte Grenzen: Sie sind langsam, ihre Einsatzzeit ist begrenzt, und sie brauchen ein Schiff in der Nähe, das sie aussetzt und wieder einsammelt. Ein Gegner muss also nur wissen, wo diese Drohnen fahren, um sie abzufangen oder ihre Signale zu stören. Trotzdem sollten sie der Marine Zeit verschaffen, die Fahrrinnen abzusuchen, ohne Menschenleben zu riskieren.

Sie sollten den Weg für Zerstörer und Tanker frei machen, und neben ihnen sollten unbemannte Überwasserboote mit einem geschleppten Sonar einen etwa dreißig Meter breiten Streifen des Meeresbodens absuchen. Und sie hätten die Rechnung dieses Krieges verändert, denn statt teure Kriegsschiffe in ein Minenfeld zu schicken, hätte Amerika Maschinen geschickt, die sich ersetzen lassen, auch wenn eine einzige Dive-LD rund zweieinhalb Millionen Dollar kostet. Und all das in einer Zeit, in der Washington in Hormus mit dem Rücken zur Wand steht. Seit sieben Monaten ist die Meeresstraße faktisch geschlossen, und der Schiffsverkehr liegt weit unter dem Niveau vor dem Krieg. Die Blockade iranischer Häfen hat die Energiepreise nicht gesenkt, sondern weltweit in die Höhe getrieben.

Und zu Hause steigen vor den Zwischenwahlen im November die Preise an der Zapfsäule, während der Präsident verspricht, der Ölpreis werde fallen, sobald der Iran aufgebe und der Krieg vorbei sei, und das werde bald sein. Washington brauchte einen Weg, die Schifffahrt wieder in Gang zu bringen. Und die Unterwasserdrohnen schienen der schnellste Weg dorthin zu sein. Jetzt fehlte nur noch die Probe im Ernstfall. Anfang September kam diese Probe.

Bevor wir uns ansehen, was genau geschah und was es für beide Seiten bedeutet, halten wir fest, wo sich alles abspielte: am Eingang der Straße von Hormus, dort, wo die Revolutionsgarden jede Durchfahrt kontrollieren wollen. Am achten September meldeten die Revolutionsgarden, ihre Marine habe am Eingang der Straße von Hormus ein modernes amerikanisches Unterwasserfahrzeug abgefangen, mitten in dem Gebiet, in dem Teheran nur noch Schiffe auf genehmigten Routen dulden will. In ihrer Erklärung hieß es, man habe eines der modernsten und intelligentesten unbemannten U-Boote der amerikanischen Armee in die Falle gelockt. Iranische Staatsmedien bezeichneten das Gerät als Dive-LD von Anduril und veröffentlichten ein Foto des Fahrzeugs an einem nicht genannten Ort im Iran. Nach iranischer Darstellung gelang der Zugriff mit einer koordinierten Operation aus Aufklärung und elektronischer Kampfführung.

Für Washington war es ein unangenehmer Moment. Das Pentagon reagierte schnell und spielte den Vorfall herunter, und die Nachrichtenagentur Bloomberg meldete, die US-Streitkräfte sprächen von einer Drohne mit Fehlfunktion. Die Drohne sei schon mehr als einen Tag zuvor ausgefallen, sagte ein Sprecher. Es handle sich um ein älteres Modell, das weder sensible Daten gesammelt noch geheime Sonar- oder Radartechnik an Bord gehabt habe. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte die iranischen Angaben nicht unabhängig überprüfen, doch den Verlust selbst bestritt Washington nicht.

Vielleicht hoffte man im Pentagon, es bleibe bei einem Einzelfall. Vielleicht glaubte man, eine defekte Drohne sei eben Pech und kein Muster. Und man setzte weiter auf die Unterwasserdrohnen als die Waffe, auf die Teheran keine Antwort haben würde, weil sie leise, klein und tief unter der Oberfläche fährt. Diese Hoffnungen zerfielen keine drei Wochen später. Denn die Meeresstraße gilt als das am dichtesten überwachte Gewässer des Iran, und die Revolutionsgarden verlassen sich dort nicht auf Zufall.

Am siebenundzwanzigsten September meldete die Marine der Revolutionsgarden den nächsten Fang, wieder in der Straße von Hormus. Diesmal sei es eine REMUS sechshundert, abgefangen erneut in einer koordinierten Operation aus Aufklärung und elektronischer Kampfführung. Das Gerät sei iranischen Militärexperten übergeben worden, um seine Daten auszulesen. Teheran veröffentlichte Aufnahmen, und der amerikanische Sender LiveNOW from FOX zeigte sie unter der Überschrift, der Iran habe ein fortschrittliches US-Unterwasserfahrzeug beschlagnahmt. Allein dieses Video wurde dort innerhalb weniger Stunden fast dreihunderttausend Mal angesehen.

Kommandeur Amir Hatami erklärte am selben Tag, der Krieg sei nicht vorbei, man befinde sich in einer kritischen und entscheidenden Phase. Und er verlangte, dass amerikanische und israelische Streitkräfte die Region verlassen. Zwei amerikanische Unterwasserdrohnen in weniger als drei Wochen, beide in derselben Meeresstraße. Beide Male präsentierte Teheran Bilder der Geräte, einmal ein Foto an einem unbekannten Ort, einmal ein Video, das Sender in aller Welt übernahmen. Einen öffentlichen Beleg dafür, dass die Drohnen ihre Aufgabe erfüllt hätten, legte Washington dagegen nicht vor, weder Aufnahmen noch Positionsdaten.

Das heißt nicht, dass die Systeme völlig versagt haben, denn wie genau die Geräte in iranische Hände kamen, ist nicht belegt. Das Fachportal Defence Security Asia hält fest, die öffentlichen Informationen zeigten nicht, ob die REMUS gestört wurde, ausfiel oder nach ihrer Mission einfach an die Oberfläche kam. Die Zahlen sprechen trotzdem für sich. Ein Gerät im Wert von rund zweieinhalb Millionen Dollar und eine Drohne, die seit Jahren zum Rückgrat der amerikanischen Minenjagd im Golf gehört, liegen nach iranischer Darstellung jetzt bei den Revolutionsgarden, und Teheran erklärt, ihre Daten auszuwerten. Zwei Fälle, zweimal dieselbe Meeresstraße.

Aus Sicht Teherans ist die Probe gescheitert. Und Washington? Beim zweiten Fall bestritt CENTCOM-Sprecher Kapitän Tim Hawkins den Verlust und erklärte, man habe die volle Kontrolle über alle einsatzfähigen Drohnen, eine Formulierung, die offenlässt, ob damit auch jene Drohne gemeint ist, die Teheran präsentiert. Wenn das stimmt, bleibt offen, woher das Gerät stammt, das Teheran nun seinen Experten übergeben hat, und warum Washington dazu keine Einzelheiten nennt. In Amerika selbst wird die Minenabwehr der Marine schon seit Monaten scharf kritisiert, von Fachzeitschriften ebenso wie von großen Sendern. Das Magazin des US Naval Institute überschrieb im April einen Beitrag mit den Worten, die Minenabwehr stecke in der Krise, und das schon Monate, bevor die erste Drohne in iranische Hände fiel.

Und beim Sender NPR sagten Fachleute, die Marine sei nicht bereit, Minen im Persischen Golf zu räumen, und Kritiker fragten, ob die neue Technik zuverlässig und oft genug hintereinander funktioniere. Die alten Minenjäger? Ausgemustert. Die neuen Küstenkampfschiffe? Sie dürfen nicht ins Minenfeld.

Und die Drohnen, die all das ausgleichen sollten, fischt jetzt der Gegner aus dem Wasser, zumindest nach allem, was Teheran bisher gezeigt hat. Das ist die nüchterne Bilanz eines Einsatzes, auf den die Marine seit mehr als einem Jahrzehnt hingearbeitet hat. Und sie wirft Fragen auf, die das Pentagon bisher nicht beantwortet, zum Beispiel, wie viele dieser Geräte die Marine im Golf überhaupt noch im Einsatz hat. Auch Fachleute außerhalb der Regierung sehen das Problem, und sie sehen es nicht erst seit dieser Woche. Das Portal Defence Security Asia schreibt, der Vorfall treibe den Einsatz im Minenkrieg um Hormus weiter in die Höhe, zumal Teheran nach eigenen Angaben die Daten des Geräts auswertet.

Die Kritik kreist immer um dieselbe Frage, wie die Marine eine Meeresstraße räumen will, in die ihre eigenen Minenschiffe gar nicht hineinfahren dürfen, zumal nach Einschätzung mancher Analysten womöglich nur einige Dutzend Minen im Wasser liegen und eine zügige Räumung dann eigentlich möglich gewesen wäre. Das sind keine Stimmen aus Teheran, sondern aus Amerika selbst, unter anderem aus der Fachzeitschrift des US Naval Institute, in der vor allem Marineoffiziere schreiben, die selten öffentlich an der eigenen Flotte zweifeln. Und es ist nicht schwer zu verstehen, warum. Innerhalb von knapp drei Wochen präsentierte Teheran zwei amerikanische Unterwasserdrohnen, und die Meeresstraße ist so geschlossen wie zuvor, während Tanker weiterhin vor den Häfen am Golf auf eine sichere Passage warten. Die Marine hatte auf die unbemannte Minenjagd gesetzt und geglaubt, sie werde den Unterschied machen, so wie es die Planer seit Jahren in ihren Konzepten beschrieben hatten, als Ersatz für Menschen in den gefährlichsten Gewässern.

Sie hatte ihre alten Minenjäger zu Beginn des Jahres sogar aus dem Golf abgezogen, so sicher war man sich, dass die neue Technik genügt, und die zwei alten Avenger kamen erst Wochen nach Kriegsbeginn zurück. Die Ereignisse dieses Monats lassen daran ernsthaft zweifeln, denn gleich zweimal präsentierte Teheran ein amerikanisches Gerät. Manche Beobachter vermuten elektronische Störung, andere einen technischen Defekt, wie ihn das Pentagon schon beim ersten Fall angab, und Teheran selbst spricht nur von Aufklärung und elektronischer Kampfführung, ohne Einzelheiten zu nennen. So oder so ist das Ergebnis eindeutig: Diese Drohnen sind nicht die Wunderwaffe, die Washington sich erhofft hatte, jedenfalls nicht in einer Meeresstraße, die der Gegner so genau überwacht. Sie reichen schlicht nicht aus, und damit hat Amerika bis heute keine überzeugende Antwort auf Irans Minen in Hormus, jedenfalls keine, die sich in den vergangenen Wochen gezeigt hätte.

Solange das so bleibt, muss die Marine zwischen zwei Wegen wählen, die beide nicht aufgehen, und beide führen durch eine Meeresstraße, die an ihrer engsten Stelle nur rund dreiunddreißig Kilometer breit ist. Sie kann bemannte Minenjäger wie die USS Chief und die USS Pioneer in die Meeresstraße schicken und hoffen, dass sie durchkommen, zwei Schiffe aus dem Bestand, der zuletzt im japanischen Sasebo lag. Doch diese Schiffe sind mehr als dreißig Jahre alt und lägen dann in Reichweite der iranischen Raketen, die entlang der Küste der Straße stationiert sind. Oder sie hält ihre Schiffe weiter auf Abstand und setzt auf noch mehr Drohnen und bessere Technik, etwa auf weitere unbemannte Überwasserboote mit geschlepptem Sonar, die ebenfalls in Reichweite der Küste arbeiten müssten. Dann schickt sie ihre Geräte weiter in genau das Gewässer, in dem nach iranischen Angaben zuletzt gleich zwei von ihnen in iranische Hände gelangt sind und in dem Teheran die Schifffahrt nach eigenen Regeln lenken will.

Das ist der vorsichtigere Weg, aber er bringt nicht das, was der Präsident versprochen hat, eine offene Meeresstraße, und der Ölpreis bleibt ein Thema, das jede amerikanische Familie an der Tankstelle spürt. Und so steckt die US-Marine in Hormus in einer Lage, in der jeder Weg etwas kostet, Menschenleben oder Glaubwürdigkeit, und beides ist vor den Wahlen im November knapp. Die Marine der Revolutionsgarden dagegen wirkt mit jedem Fang selbstbewusster, und in Teheran ist inzwischen offen von einer entscheidenden Phase dieses Krieges die Rede. Schreib uns in die Kommentare, wer im Kampf um Hormus gerade die besseren Karten hat. Das war FR Report.

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