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Trump gibt den Rückzug ZU: Amerikas Bomber verlassen Europa – jetzt geht es um Ramstein

Von Frum Report DE6. Oktober 2026

Trump gibt den Rückzug zu. Am fünften Oktober sagt der amerikanische Präsident über seine Bomber in England: Sie sind nicht zufällig weggeflogen, es gab Drohungen. Fairford, der wichtigste Vorposten der amerikanischen Bomberflotte in Europa. Seit dem Beginn dieses Krieges war dieser Flugplatz in der englischen Grafschaft Gloucestershire der Ort, von dem aus Washington den Iran aus der Luft erreichen wollte. Er ist der einzige vorgeschobene Stützpunkt für schwere amerikanische Bomber auf dem ganzen Kontinent. Und genau hier stand die Flotte, auf die sich das Pentagon sieben Monate lang verlassen hat. In diesem Jahr hat Washington alles auf diesen Platz gesetzt. Auf dem Höhepunkt der Luftangriffe standen dort achtzehn Bomber vom Typ B-eins und sechs vom Typ B-zweiundfünfzig. Heute steht dort kein einziger mehr. Und die Nachricht vom anderen Ende Europas ist für Washington noch beunruhigender. Denn diesmal geht es um Deutschland. Nach einem Bericht der New York Times hat Israel die Bundesregierung vor einem erhöhten Risiko für die Stützpunkte Ramstein und Spangdahlem gewarnt. Und unter diesem Druck weicht Amerika zurück. Dass die Bomber ihre Stellung nicht freiwillig geräumt haben, gesteht dabei kein Geringerer als der Präsident selbst. In diesem Video sehen wir uns beides Schritt für Schritt an, den Abzug aus England und die Warnung für Deutschland.

Zuerst gehen wir an den Ort, der Washington im Moment am meisten beunruhigt, nach Fairford. Hier hat sich seit Ende September etwas abgespielt, das diese Phase des Krieges prägt. In der Nacht zum siebenundzwanzigsten September nahm die britische Polizei in der Nähe des Stützpunkts fünf junge Männer aus London fest. Der Verdacht lautete auf Vorbereitung terroristischer Handlungen, und die Polizei hatte drei verdächtige Fahrzeuge untersucht. Die Bilanz dieser Nacht ist bekannt. Nach Angaben der Behörden wurden keine Sprengsätze gefunden, sichergestellt wurde aber eine Menge Benzin. In einem der Fahrzeuge lagen nach Angaben des Senders CBS große Ölfässer. Am ersten Oktober wurde in London ein sechster Mann festgenommen, ein fünfundzwanzigjähriger Brite mit iranischem Pass. Wo steht die Sache also heute? Alle sechs sind gegen Kaution wieder frei, eine Anklage gibt es bisher nicht, und die Ermittlungen laufen weiter. Premierminister Andy Burnham spricht von starken Anzeichen für eine iranische Beteiligung. Teheran bestreitet das. Die britischen Behörden haben sich diese Einschätzung nach einem Bericht der Jerusalem Post bisher nicht offiziell zu eigen gemacht. Wirklich auffällig ist aber, was Washington aus diesen Festnahmen gemacht hat. Am vierten Oktober, einem Sonntag, verließen sämtliche amerikanischen Bomber den Stützpunkt und flogen zurück in die Vereinigten Staaten. Die überzeugendsten Zeugen für die Lage sind dabei Amerikas eigene Leute. In einer Erklärung des Pentagons hieß es zunächst nur, aus Gründen der Einsatzsicherheit habe man die Verlegung nicht in Echtzeit bestätigen können, inzwischen könne man aber sagen, dass alle Bomber aus Fairford an ihre Heimatstandorte zurückgekehrt seien. Einen Tag später wurde der Präsident deutlicher. Man habe eine Ahnung gehabt, dass es eine Bedrohung geben könnte, sagte Trump, und warum sollte er die Maschinen dann dort lassen. Wenn man bedroht werde, dann verlege man sie eben. Das Ziel dieses ganzen Drucks ist ein einziger Platz, Fairford. Rund einhundertsechzig Kilometer westlich von London gelegen, ist er der logistische Schlüssel für jeden Bombereinsatz von Europa aus. Wer von hier startet, hat bis Teheran rund viereinhalbtausend Kilometer vor sich. Wer in Texas startet, fast zwölftausend. Manche Berichte gehen noch weiter. Nach einem Bericht des Wall Street Journal, den mehrere Medien zitieren, gingen amerikanische Stellen von einem Plan aus, Personal auf dem Stützpunkt zu töten und Bomber zu beschädigen, und zwar mit Drohnen, wie der Sender Iran International aus dem Bericht zitiert. Vorsichtige Stimmen wie die britische Polizei haben das bisher nicht bestätigt. Mit anderen Worten: Hier steht Darstellung gegen Darstellung. Am großen Bild ändert das aber nichts. Seit Monaten wächst die Gefahr rund um diesen Flugplatz, und die Initiative liegt nicht mehr bei Washington. Die Revolutionsgarden hatten Fairford schon am dreiundzwanzigsten Juli zum legitimen Ziel erklärt. Was passiert also, wenn die Bedrohung in den kommenden Wochen bestehen bleibt? Nach unserer Einschätzung bleibt der Vorteil dann bei Teheran, denn die Bomber müssten von Amerika aus fliegen, und jeder Einsatz würde länger, teurer und seltener. Das Pentagon räumt den Abzug ein, wie die eigenen Erklärungen zeigen, und es kann diese Lücke nur mit Flügen von den Heimatbasen aus füllen. Das bedeutet am Ende, dass der Krieg aus der Luft für Amerika schwerer wird. Der einzige ernsthafte Ausgleich ist die Reichweite der Maschinen selbst. Das Pentagon betont, die Bomberflotte könne jedes Ziel auch von den Vereinigten Staaten aus erreichen, jederzeit und überall. Wir erwarten deshalb keinen plötzlichen Zusammenbruch, sondern einen schleichenden Verlust, der Washington zwingt, an diesem Platz immer mehr Kraft zu verbrauchen. Wenn dich solche Recherchen interessieren, dann abonniere jetzt den Kanal.

Um die Geschichte hinter dem Abzug zu verstehen, müssen wir uns ansehen, wie Washington ihn erklärt hat. Die erste Erklärung kam vom Kriegsministerium, wie das Pentagon inzwischen heißt. Amerikanische Bomber seien routinemäßig auf der ganzen Welt im Einsatz, um die Einsatzbereitschaft zu sichern, hieß es dort. Das Ziel dieser Formulierung war klar: kein Zusammenhang mit einer Bedrohung. Am fünften Oktober spielte Außenminister Marco Rubio dann dieselbe Karte. Er würde das nicht direkt mit der Verlegung verbinden, sagte er nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AP. Noch kurz zuvor hatte derselbe Rubio erklärt, hinter dem mutmaßlichen Plan stecke eindeutig die Hand eines ausländischen Akteurs. Rotationen seien nichts Ungewöhnliches, alte Maschinen gingen, neue kämen, und die Vögel wechselten ständig. Der Präsident antwortete auf seine Weise. Auf die Frage, ob die Bomber wegen einer Bedrohung abgezogen wurden, sagte Trump laut BBC: Ja, das könne man so sagen, sie seien nicht zufällig weggeflogen, es habe Drohungen gegeben. Das Ergebnis steht heute in jedem Protokoll. Am selben Tag sagte Vizepräsident Vance, der Kriegsminister habe aus einem Übermaß an Vorsicht gehandelt, um die eigenen Leute zu schützen. Man sei sich ziemlich sicher, dass die Iraner versuchten, Anschläge gegen Amerika zu verüben, fügte er hinzu. Drei Männer aus derselben Regierung haben an einem einzigen Tag drei verschiedene Geschichten erzählt. Rubio sprach von Routine, Vance von Vorsicht und Trump von Drohungen. An dieser Stelle lernt man auch etwas darüber, was das Wort Routine in amtlichen Erklärungen bedeutet. In der Sprache des Pentagons ist eine Verlegung immer geplant, immer normal und immer Teil der weltweiten Bereitschaft. In Wirklichkeit aber wurde hier der einzige Bomberstützpunkt in Europa an einem Tag geräumt, eine Woche nach den ersten Festnahmen. Und dieses Schönreden ist jetzt von höchster Stelle widerlegt. Der Präsident selbst hat erklärt, man kenne die Leute, die gedroht hätten, und die hätten jetzt ein großes Problem. Die Lehre aus Fairford hat also zwei Ebenen. Washington konnte seine Stellung in England nicht halten, und es versucht, wenigstens die Deutung zu halten.

Von der Themse geht der Blick jetzt in die Pfalz und in die Eifel, in einen der empfindlichsten Abschnitte dieser Geschichte. Für Deutschland ist er, vorsichtig gesagt, einer der heikelsten des ganzen Krieges. Denn hier ist Amerikas Militär nicht zu Gast, sondern zu Hause. Seit Jahrzehnten laufen über Ramstein die Fäden der amerikanischen Luftwaffe in Europa und in Afrika zusammen, und in Spangdahlem stehen Kampfflugzeuge vom Typ F-sechzehn. Ramstein ist zugleich Sitz des Luftwaffenkommandos der NATO, und über diesen Platz läuft ein großer Teil des Nachschubs für amerikanische Einsätze im Nahen Osten. Spangdahlem liegt in Rheinland-Pfalz, keine hundert Kilometer von Luxemburg entfernt. Am vierten Oktober meldete die Jerusalem Post unter Berufung auf die New York Times, Israel habe Deutschland vor einem erhöhten Risiko für diese beiden Stützpunkte gewarnt. Das Muster ist bekannt. Die Warnung geht nach Angaben eines hohen amerikanischen Regierungsvertreters auf Erkenntnisse von Mitte September zurück, die mögliche iranisch gestützte Aktionen gegen amerikanische Einrichtungen in Europa betrafen, darunter Fairford. Selbst die vorsichtigsten Berichte halten aber fest, dass es weder einen konkreten Zeitpunkt noch ein konkretes Ziel gibt, die Sorge ist ernst, aber sie ist allgemein. Entscheidend ist an diesem Abschnitt, wie Deutschland reagiert. Eine öffentliche Stellungnahme der Bundesregierung gab es zunächst nicht, und für die Menschen in der Eifel wurden nach einem Bericht des Regionalportals Lokalo weder Räumungen angeordnet noch Warnungen ausgesprochen. Die Frankfurter Allgemeine stellte am fünften Oktober die Frage, die sich seither viele stellen: ob auch amerikanische Stützpunkte in Deutschland in Gefahr sind. In den geheimen Einschätzungen ist nach Angaben der Jerusalem Post von möglichen Drohnenangriffen die Rede. Ramstein wurde in diesem Krieg schon früher genannt. Am dreiundzwanzigsten September zitierten iranische Medien den früheren Kommandeur der Revolutionsgarden Jahja Rahim Safawi, der den Stützpunkt als Teil der amerikanischen Nachschubkette bezeichnete. Das heutige Bild folgt derselben Linie. In den Berichten dieser Tage steht immer wieder derselbe Satz. Es gibt keine konkrete Angriffswarnung, aber es gibt eine erhöhte Gefahr für jeden Ort, von dem aus dieser Krieg versorgt wird. Und das auffälligste Eingeständnis kam auch hier von der eigenen Seite. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte der britischen Zeitung Daily Mail, ohne die Hinweise seines Landes wäre der Angriff in Fairford wahrscheinlich ausgeführt worden. Mit Netanjahus eigenen Worten wisse man nicht, wie viele Briten dann getötet worden wären. Im selben Gespräch warf er der Regierung Burnham vor, sich wie ein Schurkenstaat zu verhalten, weil London kurz nach diesem Hinweis Handelsbeschränkungen gegen israelische Siedlungen im Westjordanland verhängt habe. Für die Verbündeten gilt damit dasselbe wie für Washington. Sie beschreiben eine Bedrohung, die größer ist, als ihre Regierungen es öffentlich zugeben. So sieht das Bild in Europa aus. Ein geräumter Flugplatz, zwei genannte Stützpunkte und Regierungen, die schweigen. Kurzer Hinweis: Wenn du solche Berichte nicht verpassen willst, dann aktiviere jetzt die Glocke. Jetzt drehen wir die Münze um und sehen uns die Front an, an der Washington tatsächlich Erfolge meldet, sie aber mit großen Worten krönen muss.

Der Golf, am Abend des zweiten Oktober, und Trump steht in Mobile im Bundesstaat Alabama vor seinen Anhängern auf der Bühne. Man könne morgen abziehen, sagte er, und der Iran brauche Jahre, um wieder aufzubauen, was Amerika zerstört habe. Einen Tag zuvor hatte er in Texas erklärt, die iranische Marine liege vollständig auf dem Meeresgrund. Doch in denselben Stunden zeigten die Meldungen vom Golf kein Bild der Kontrolle, sondern eines der Verwundbarkeit. Amerikanische Soldaten selbst sagen, das eigene Militär habe sie im Stich gelassen. Die Nachrichtenagentur AP veröffentlichte am fünften Oktober die Aussagen von dreizehn Soldaten, die am ersten März den iranischen Drohnenangriff auf den Hafen Schuaiba in Kuwait überlebt haben. Sechs ihrer Kameraden wurden dabei getötet, und viele der Befragten sagen, das Pentagon habe die Bedrohung unterschätzt. Ein schwer verwundeter Offizier berichtete der Agentur, er habe zehn Tage auf eine Behandlung in Deutschland warten müssen. Wie also sieht die Wirklichkeit aus? Die ehrliche Antwort ist ein Netz von Stützpunkten, das niemand vollständig schützen kann und über dem Drohnen kreisen. Die ersten Treffer gab es schon in den ersten Tagen des Krieges. Im Juli starben nach Angaben des Senders CBS drei amerikanische Soldaten bei einem Angriff auf den Stützpunkt Muwaffaq Salti in Jordanien. Im September wurden dort mehrere Kampfflugzeuge beschädigt. Die Zahl, die Trump selbst in Alabama nannte, fasst diese seltsame Lage zusammen. Achtzehn amerikanische Soldaten sind nach seinen Worten in diesem Krieg gefallen. Die Armee hat ihre Untersuchung zum Angriff in Kuwait im Juni abgeschlossen, den Bericht aber bis heute nicht veröffentlicht. Und das Bild reicht längst über den Golf hinaus. Nach einem Bericht der Financial Times vom August prüften iranische Stellen auch Angriffe auf amerikanische Einrichtungen in Europa, genannt wurden der bulgarische Flugplatz Besmer und Ziele auf Zypern. Und nach den jüngsten Warnungen reicht diese Sorge inzwischen bis nach Deutschland. Der Satz, Amerika habe gesiegt, und der Satz, Amerikas Bomber seien vor einer Drohung ausgewichen, können beide zugleich gesagt werden, denn genau so sieht dieser Krieg im Moment aus. Auch hier verläuft die Entwicklung nicht nur in eine Richtung. Das Pentagon betont, die amerikanische Blockade der iranischen Häfen halte, und Kriegsminister Pete Hegseth nennt sie eisern. Selbst iranische Stimmen räumen ein, dass das Land wirtschaftlich eine seiner schwierigsten Phasen erlebt. Die Ehrlichkeit gebietet, auch das zu sagen. Aus der Luft bleibt Amerika dem Iran weit überlegen, daran lassen auch kritische Fachleute keinen Zweifel. Aber genau da liegt der Kern des Problems. Nach mehr als sieben Monaten Krieg ist es Washington nicht gelungen, seine wichtigsten Maschinen in Europa stehen zu lassen. Die Frist für einen schnellen Sieg ist verstrichen, und der Sieg musste auf einer Wahlkampfbühne verkündet werden, weil er am Golf nicht zu erringen war. Die Aussagen der verwundeten Soldaten zeigen, was dieser Krieg wirklich kostet. Amerika kommt voran, aber quälend langsam und unter Verlusten, über die es nicht gern spricht.

Was halten wir also davon? Washington wird seine Bomber in diesem Jahr nicht mehr nach Fairford zurückbringen. Vielleicht kehren einzelne Maschinen für Übungen zurück, aber die Flotte, die den Iran von Europa aus treffen sollte, steht jetzt in Texas und in South Dakota. Der Grund ist einfach: Der Weg von dort ist mehr als zweieinhalbmal so lang wie der von England, und jede Stunde in der Luft kostet Wartung, Besatzung und Geld. Bei diesem Tempo lassen sich Einsätze, für die schon der kürzere Weg einen ganzen Tag verlangte, nicht in derselben Zahl fliegen. Zum selben Urteil kommt, wer die Zahlen der Flotte kennt. Von einhundert gebauten B-eins fliegen noch fünfundvierzig. Eine Flugstunde kostet nach älteren Angaben mehr als sechzigtausend Dollar. Dazu kommt, dass eine Luftwaffe, die ihre Maschinen vor Drohungen in Sicherheit bringen muss, nicht gleichzeitig zwei große Schauplätze bedienen kann, den Golf und Europa. Der Schluss, der sich schon im Sommer abzeichnete, bleibt bestehen. Washington fehlt die Fähigkeit, diesen Krieg von vorgeschobenen Plätzen aus zu führen, ohne diese Plätze selbst zum Ziel zu machen.

Trotzdem dürfen wir die Gefahr, von der Washington spricht, nicht einfach abtun. Was hinter dieser Sorge steht, sind nicht Raketen und nicht Kampfflugzeuge. Es ist etwas, das mit bloßem Auge kaum zu sehen ist. Und im Mittelpunkt steht ein einziges Wort, Drohnen. Seit dem Juni zweitausendfünfundzwanzig, als die Ukraine in der Operation Spinnennetz russische Bomber tief im Hinterland mit kleinen Drohnen aus Lastwagen angriff, hat sich die Logik des Schutzes von Flugplätzen umgekehrt. Mehr als vierzig Flugzeuge wollte Kiew damals getroffen haben. Der Gedanke dahinter ist nicht, die Front anzugreifen. Er besteht darin, die teuersten Maschinen dort zu treffen, wo sie sich sicher fühlen, weit hinter jeder Front. Die BBC berichtet, Sicherheitskreise hätten genau diesen Vergleich gezogen, als es um Fairford ging. Das Urteil der Fachleute ist eindeutig. Ein Bomber, der mehrere hundert Millionen Dollar kostet, ist am Boden gegen ein Fluggerät für wenige tausend Dollar kaum zu schützen. Und das ist dasselbe Muster, das Washington aus dem Golf kennt. In diesem Krieg werden Stützpunkte nicht mehr im Sturm genommen. Sie werden unbrauchbar, weil niemand mehr wagt, dort etwas abzustellen. Nach dem Bericht des Wall Street Journal gingen amerikanische Stellen in Fairford von einem mehrstufigen Vorhaben aus, bei dem britische Staatsbürger angeworben worden sein sollen. Belegt ist das öffentlich nicht, die sechs Festgenommenen sind auf freiem Fuß, und angeklagt ist niemand. Trump wurde am fünften Oktober auch danach gefragt, ob der Iran Drohnen nach Großbritannien gebracht habe, und er sagte, wenn das so sei, werde Teheran schwer dafür büßen. Wer das Ergebnis dieser Sorge sehen will, muss nur auf das Vorfeld von Fairford schauen. Der Platz, auf dem im Frühjahr vierundzwanzig Bomber standen, ist heute leer. Die Landstraßen ringsum, über die in jener Nacht drei Fahrzeuge kamen, führen durch offenes Bauernland. Etwa fünfundachtzig Haushalte mussten damals ihre Häuser verlassen, während die Fahrzeuge untersucht wurden. Ein Zaun und ein paar Streifenwagen schützen einen solchen Ort vor Spaziergängern, aber nicht vor dem, was Washington jetzt fürchtet. Die übrigen Teile der Gleichung sind genauso wichtig wie diese unsichtbare Gefahr. Der Abzug ist vor allem das Ergebnis einer Entscheidung, die das Pentagon im März getroffen hat: die Bomber so nah wie möglich an den Iran zu stellen. Dazu kommen die erzwungenen Entscheidungen der Verbündeten. Als London seine Stützpunkte für die Angriffe öffnete, machte es sie nach den Worten der Revolutionsgarden selbst zum Ziel. Und Deutschland steht nach der Warnung aus Israel vor derselben Frage. Die Antwort der Briten bestand in Festnahmen und in einer höheren Alarmstufe rund um den Stützpunkt. Doch die nüchterne Einschätzung zieht eine klare Linie. Solche Maßnahmen haben die Gefahr verringert, aber nicht so weit, dass Washington seine Bomber dort gelassen hätte.

Was bleibt also unter dem Strich von Amerikas vorgeschobenem Luftkrieg? Im Frühjahr standen in Fairford bis zu vierundzwanzig schwere Bomber, im Oktober kein einziger. Der Weg zum Ziel ist von viereinhalbtausend auf fast zwölftausend Kilometer gewachsen. Zwölf Maschinen wurden an einem einzigen Tag über den Atlantik zurückgeholt. Der Preis dieser Entscheidung ist ein Präsident, der vor laufender Kamera sagen muss, seine Bomber seien nicht zufällig weggeflogen. Das einzige Mittel gegen eine Bedrohung, die man nicht sieht, wäre ein Schutz, den man nicht hat. Kann Washington ihn schaffen? Das sagen die Meldungen dieser Tage. Die Maschine läuft noch, aber sie läuft immer schwerer. Israel warnt inzwischen Berlin, die Bundesregierung schweigt, und in Washington erzählen der Präsident, sein Vize und sein Außenminister drei verschiedene Fassungen derselben Nacht. Für Ramstein und Spangdahlem gibt es bisher weder einen Zeitpunkt noch ein Ziel, aber es gibt zum ersten Mal eine Warnung mit deutschen Ortsnamen. Die Frage, wer als Nächster an der Reihe ist, wird inzwischen in Berlin gestellt und nicht mehr nur in London. Nach unserer Einschätzung wird diese Frage die kommenden Wochen bestimmen, in Washington wie in Berlin. Denn über Ramstein läuft ein großer Teil des Nachschubs für diesen Krieg, und anders als Bomber lässt sich ein Stützpunkt nicht verlegen. Was denkst du, sollte Deutschland seine Stützpunkte für diesen Krieg weiter zur Verfügung stellen? Schreib es uns in die Kommentare und abonniere den Kanal, damit du die nächste Recherche nicht verpasst. Danke, dass du dabei warst. Bis zum nächsten Mal.

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