SON DAKİKA
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İran'ın bu savaştaki en zekice hamlesi … Amerika'nın Körfez'deki limanları artık ölüm tuzağı

Frum Report DE2 Ekim 2026
Özet

Bahreyn'deki Beşinci Filo karargâhı füze ve insansız hava araçlarıyla vuruldu, ağustos sonuna kadar bu üsteki hasar yaklaşık 400 milyon dolar olarak tahmin edildi; ABD'nin büyük gemileri Umman Denizi'ne çekildi. Muhriplerin dikey fırlatma hücreleri açık denizde yeniden doldurulamıyor, The War Zone'a göre donanmanın böyle bir usulü yok; Kızıldeniz görevlerinde gemiler bunun için iki haftaya kadar mevzilerinden ayrılmak zorunda kaldı. Pentagon, Theodore Roosevelt uçak gemisi grubunu da bölgeye gönderiyor; metne göre bu, Washington'un bu savaşta kullandığı beşinci uçak gemisi ve bugüne kadar bir ABD savaş gemisine doğrulanmış isabet yok.

Tam metin (Almanca)

Trump, Trump, Trump, was sollen wir nur mit dir machen? Am Persischen Golf sollte doch alles ganz anders laufen. Amerika hat die größte Marine der Welt, und der Iran hat seine eigene schon in den ersten Kriegstagen fast verloren. Die gefürchteten Flugzeugträger sollten dominieren, Marschflugkörper abfeuern und den Weg frei machen für einen schnellen Sieg. Aber jetzt ist die Straße von Hormus für Amerikas große Schiffe eine Sperrzone. Noch schlimmer: Washington hat gerade einen weiteren Flugzeugträger in Marsch gesetzt. Damit tappt es noch tiefer in die Falle, die Teheran gebaut hat. Trump, willkommen zwischen Hammer und Amboss. Deine Flotte steckt genau dazwischen fest, und du kannst wenig dagegen tun.

Amerika steht jetzt vor einem doppelten Problem. Der amerikanische Militäranalyst Harry Kazianis hat es schon am achtzehnten August in einem Satz beschrieben: Der Iran muss keinen Flugzeugträger versenken, um ihn aus dem Spiel zu nehmen. Seit die Fünfte Flotte ihr angestammtes Zuhause in Bahrain nicht mehr sicher nutzen kann und diesen Krieg von hoher See aus führt, steht sie vor zwei Problemen. Erstens ist sie an eine Linie gebunden, die jeder kennt. Und zweitens können Amerikas Kriegsschiffe dort draußen weder richtig repariert noch neu bewaffnet werden. Jedes Problem verschärft das andere. Fangen wir also damit an, warum diese Schiffe überhaupt dort draußen stehen.

Am achtundzwanzigsten Februar hatte Washington ein großes Problem. Ein Land, dessen Kriegsmarine nach amerikanischen Angaben in wenigen Tagen mehr als zwanzig Schiffe verlor, traf das Hauptquartier der Fünften Flotte in Bahrain mit Raketen und Drohnen. Und es blieb nicht bei diesem einen Tag. Am vierzehnten Juli wurden dort die Radargeräte der Patriot-Abwehr zerstört, das Flugleitradar der Flotte, ein Frühwarnradar und das Kontrollzentrum für unbemannte Boote. Treibstofftanks standen in Flammen. Bis Ende August wurde der Schaden an diesem einen Stützpunkt auf fast vierhundert Millionen Dollar geschätzt. Getroffen waren das Hauptquartier selbst, Funktürme, eine Kaserne und mehrere Lagerhallen. Ein Hafen, der so aussieht, ist kein Zuhause mehr für eine Flotte. Er ist ein Risiko, das man bei jedem Einlaufen neu eingeht.

Also wichen Amerikas große Schiffe aus, hinaus ins Arabische Meer. Dort sollten sie eigentlich außer Reichweite sein. Klar, sie würden dort Hunderte Kilometer vor der Küste kreuzen und sich hüten, in die Nähe der iranischen Raketen zu geraten, aber wenigstens dort draußen wären sie sicher. Ein Träger auf offener See fährt mit mehr als dreißig Knoten, ändert ständig den Kurs und ist schwer zu finden. Diese Entfernung war ihr Schild. Und von dort aus sollten sie alles erledigen: die Luftangriffe, den Schutz der Tanker und die Blockade der iranischen Häfen.

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Wie sich die Zeiten geändert haben. Es ist Herbst zweitausendsechsundzwanzig, und weitreichende Raketen gegen Schiffe sind ein fester Teil der iranischen Strategie geworden. Teheran beansprucht für seinen Marschflugkörper Abu Mahdi eine Reichweite von mehr als tausend Kilometern. Dazu kommen ballistische Raketen gegen Schiffe wie die Chalidsch Fars. Das Arabische Meer hat sich von einem sicheren Rückzugsraum in ein Jagdrevier verwandelt. Und das ist nur die oberste Schicht. Darunter liegen Marschflugkörper der Typen Nur und Kader, die aus chinesischen Entwürfen hervorgegangen sind und tief über dem Wasser fliegen. Darunter Drohnen, die nur in eine Richtung fliegen. Und ganz unten Hunderte Schnellboote und Seeminen. Kein einzelnes dieser Mittel würde eine Trägergruppe aufhalten. Zusammen zwingen sie jeden Kommandanten, sehr genau zu überlegen, wie nah er an diese Küste heranfährt.

Dieses Jahr war für Teheran eine Offenbarung und für Washington eine Ernüchterung. Alles begann im April, als iranische Drohnen zum ersten Mal auf die Schiffe der amerikanischen Blockade zuflogen. Schäden gab es nach amerikanischen Angaben nicht. Seitdem kam es Schlag auf Schlag. Im Juli brach die Waffenruhe zusammen. Am fünften September feuerte der Iran nach Angaben des amerikanischen Zentralkommandos ballistische Raketen in Richtung eines Flugzeugträgers und eines Zerstörers. Iranische Medien meldeten Treffer, das Zentralkommando bestritt sie, und ein bestätigter Treffer auf ein amerikanisches Kriegsschiff liegt bis heute nicht vor. Das gehört zur Wahrheit. Aber Ende September wurden in der Straße von Hormus innerhalb von zwei Tagen drei Tanker von unbekannten Geschossen getroffen, einer davon ein Supertanker, alle drei unter der Flagge Liberias. Auf einem brach nach Angaben der britischen Seehandelsbehörde ein Feuer aus. Wer geschossen hat, ist offiziell nicht geklärt. Aber jeder Kapitän, der in diesen Tagen durch die Meeresstraße fährt, weiß, was diese Meldungen bedeuten.

Das sollen eigentlich die mächtigsten Kriegsschiffe der Welt sein. Aber alles, was sie tun können, ist, Abstand zu halten und zu hoffen, dass heute nicht der Tag ist, an dem eine Rakete durchkommt. Das ist schon für sich genommen eine Falle. Aber die eigentliche Zwickmühle entsteht durch das zweite Problem.

Es ist so gut wie unmöglich, ein amerikanisches Kriegsschiff auf See neu zu bewaffnen. Die Raketen eines Zerstörers stecken in senkrechten Startzellen im Deck. Und diese Zellen lassen sich bis heute nicht auf hoher See nachladen. Die Marine verfügt über kein solches Verfahren, wie das Fachportal The War Zone im Mai festhielt. Ein Schiff, das seine Raketen verschossen hat, muss einen befreundeten Hafen anlaufen. Schon bei den Einsätzen im Roten Meer mussten Kriegsschiffe ihre Position dafür bis zu zwei Wochen lang verlassen. Zwei Wochen, in denen ein Schiff fehlt, das eigentlich die Träger schützen oder die Blockade halten soll.

Der wichtigste Hafen der Fünften Flotte liegt aber in Bahrain, und das ist für große Schiffe eine Gefahrenzone geworden. Washington hatte das Problem kommen sehen. Im Jahr zweitausendvierundzwanzig erprobte die Marine zum ersten Mal ein Gerät, mit dem sich Raketenbehälter auf See übergeben lassen. Aber das war nicht genug. Das Verfahren ist nicht eingeführt. Für das kommende Haushaltsjahr hat die Marine erst einmal einhundertsiebenundsiebzig Komma sieben Millionen Dollar für Kransysteme und einen weiteren Versuch beantragt. Das bedeutet, dass jede Abwehrschlacht ein Schiff leert, das Washington nicht schnell wieder füllen kann.

Der Dominoeffekt ist, dass Zerstörer, die als Schutzschild für die Träger gebraucht werden, länger fehlen, als es die Planer je vorgesehen haben. Das Problem geht sogar noch tiefer. Denk einmal darüber nach, was ein Aufenthalt an der Pier bedeutet. Ein Schiff, das nachgeladen oder repariert werden muss, macht fest und bleibt dann einfach dort liegen, völlig bewegungsunfähig. Und dieses Schiff ist dann ein noch leichteres Ziel als zuvor. Mit anderen Worten: Wer in Reichweite nachlädt, riskiert das Schiff. Wer außer Reichweite nachlädt, fehlt wochenlang an der Linie.

Ein Problem bedingt das andere. Amerikas Schiffe sind an eine Blockadelinie gebunden, denn seit dem dreizehnten April riegeln sie die iranischen Häfen ab, mit einer Unterbrechung im Juni, mit mehr als zehntausend Soldaten und mehr als einem Dutzend Kriegsschiffen. Sie können diese Linie nicht einfach räumen, denn der Präsident hat die Blockade zu seinem wichtigsten Druckmittel erklärt. Also bleiben sie. Dann verschießen sie ihre Raketen, und entweder halten sie mit halb leeren Zellen die Stellung, oder sie laufen einen Hafen an. Aber im Hafen sind sie unbeweglich. Wir haben es vorhin schon gesagt: zwischen Hammer und Amboss.

Die Straße von Hormus ist im Grunde zu einer Todesfalle für jedes große Kriegsschiff geworden, das keine andere Aufgabe hat, als dort auszuharren. Kazianis hat es auf den Punkt gebracht: Die Schwachstelle eines Flugzeugträgers sei nicht der Reaktor, sondern das Geschwader, das offen an Deck steht. Er erinnert an den Träger Forrestal. Im Juli neunzehnhundertsiebenundsechzig löste dort eine einzige fehlgezündete Rakete eine Kette von Explosionen aus. Einhundertvierunddreißig Menschen starben, einundzwanzig Flugzeuge wurden zerstört. Das Schiff blieb schwimmfähig. Aber es fiel aus. Genau das ist gemeint, wenn Fachleute von einem Missionsausfall sprechen. Ein Träger, von dem keine Flugzeuge mehr starten können, ist an diesem Tag so nützlich wie ein Träger, den es nicht gibt. Deshalb halten die Kommandanten Abstand. Und deshalb ist die Entfernung, die das Schiff schützt, zugleich die Entfernung, die seine Wirkung schmälert.

Es ist auch nicht so, dass Verstärkung einfach nachrücken könnte. Wer in den Golf will, muss durch die Straße von Hormus, die an ihrer engsten Stelle gut dreißig Kilometer misst. Und wer aus dem Mittelmeer kommt, muss durch das Bab al-Mandab, dessen jemenitische Küste seit September von den Huthi gehalten wird. Die Flotte steckt gleich doppelt in der Falle. Trump dachte, dieser Krieg wäre so schnell gewonnen, dass solche Fragen keine Rolle spielen würden. Aber jetzt hängt seine Marine an einer Linie, die in Reichweite iranischer Raketen liegt. Sie kann nicht abziehen, und was er nachschickt, trifft auf dieselben Bedingungen.

So sieht die Falle aus. Aber wie sieht es mit den Ergebnissen aus? Was bedeutet das für Amerikas Stellung am Golf? Diese Fragen beantworten wir gleich. Zuerst: Du siehst den Frum Report. Wenn du diese Arbeit wertvoll findest, vergiss nicht, den Kanal zu abonnieren.

Der Schachzug des Iran wurde in mehreren Etappen ausgeführt. Zuerst wurde der Golf selbst gefährlich, dann Bahrain, und jetzt die Linie draußen vor der Meeresstraße. Es ist fast so, als hätte Teheran die amerikanische Marine langsam in genau die Lage geführt, in der sie sich selbst verbraucht. Und nirgends wird das deutlicher als bei den Flugzeugträgern.

Amerika hat nicht mehr viele davon frei. Elf Träger schreibt das Gesetz vor. Aber Mitte August waren nach einer Aufstellung des früheren Pentagon-Beamten Stephen Bryen nur drei davon tatsächlich auf See, und alle drei im Umfeld dieses Krieges. Im Nordatlantik, im Südatlantik, in der Karibik und im Mittelmeer stand zu diesem Zeitpunkt kein einziger amerikanischer Flugzeugträger.

Und jetzt kommt der nächste. Das Pentagon schickt die Trägergruppe um die Theodore Roosevelt in den Nahen Osten, begleitet von einem amphibischen Verband um das Landungsschiff Makin Island. Das sind mehr als siebentausend Seeleute und zweitausend Marineinfanteristen zusätzlich. Die George H. W. Bush ist schon seit April dort, die George Washington kam im August. Zusammen stehen dann mehr als zwanzigtausend Seeleute und Marineinfanteristen in der Region, mit Hunderten Flugzeugen. Die Roosevelt ist bereits der fünfte Flugzeugträger, den Washington in diesem Krieg einsetzt. Wann sie ankommt, ist nicht einmal klar. Manche Berichte nennen Ende Oktober, andere Ende November. Dazu hat Washington zwei weitere Patriot-Batterien nach Saudi-Arabien und Katar verlegt.

Das heißt natürlich nicht, dass diese Flotte zahnlos wäre. Ihre Jets können starten, und ihre Marschflugkörper reichen weit ins Land. Im Rahmen der Blockade wurden mehr als hundert Handelsschiffe umgeleitet und Anfang September zwei Schiffe versenkt. Und die Blockade trifft den Iran hart, das soll hier niemand kleinreden. Der Chef der iranischen Zentralbank räumte im August ein, die Ölausfuhren seien praktisch zum Erliegen gekommen, und die Teuerung im Land wird für September mit siebzig Prozent angegeben. Beide Seiten zahlen also einen Preis. Der Präsident selbst hat in einem Interview gesagt, es sei möglich, dass er nach den Zwischenwahlen am dritten November wieder angreifen lasse. Dennoch sehen wir, wie die Schlagkraft Stück für Stück abnimmt. Nach einem Bericht der New York Times hatte Amerika bis Mai mehr als tausend Marschflugkörper vom Typ Tomahawk verschossen. Jeder davon steckte in einer jener Zellen, die sich auf See nicht nachfüllen lassen. Dazu kamen nach demselben Bericht rund elfhundert weitreichende Marschflugkörper der Luftwaffe.

Für den Iran ist diese Falle wichtiger denn je. Teheran kann die Flugzeuge der Träger nicht alle abfangen. Also zielt es auf das, was die Schiffe trägt und versorgt: die Radare, die Häfen, die Depots. Es schaltet den Bogen aus, nicht die Pfeile. Drei hochrangige iranische Vertreter sagten der Nachrichtenagentur Reuters in dieser Woche, ihr Land bereite sich darauf vor, den Konflikt erheblich auszuweiten, falls Washington die Angriffe wieder aufnimmt.

Wir haben eben gesagt, dass sich die Flotte selbst verbraucht. Das hier ist der Grund dafür. Die Falle hat es Washington fast unmöglich gemacht, seine Schiffe und Besatzungen instand zu halten. Das beste Beispiel ist der Flugzeugträger Abraham Lincoln. Er verließ San Diego am einundzwanzigsten November des vergangenen Jahres. Zweihundertacht Tage blieb er ohne Unterbrechung auf See, länger als jeder andere Träger der jüngeren Zeit. Seine Rückkehr war für Mai geplant und wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.

Was das für rund fünftausend Menschen an Bord bedeutet, haben ihre Familien öffentlich gemacht. Sie berichteten von verschimmelten Duschen, kaputten Toiletten, fehlender Seife und Zahnpasta, von langen Schlangen bei der Essensausgabe und von Schichten, die bis zu sechzehn Stunden dauern. Angehörige sprachen sogar von Löchern im Flugdeck durch Verschleiß. Ein Sprecher der Fünften Flotte bestritt das und erklärte, das Schiff sei voll einsatzfähig. Verteidigungsminister Pete Hegseth versicherte, jedes Schiff und jede Besatzung bekämen in jedem Augenblick alles, was man ihnen geben könne. Der oberste Admiral der Marine, Daryl Caudle, hatte schon im April erklärt, es habe zu keinem Zeitpunkt an ausreichender Ernährung gefehlt. Und Admiral Brad Cooper, der Chef des Zentralkommandos, sagte, das Schiff gehöre zu denen mit den wenigsten Fällen seelischer Belastung.

Im Kongress klang es anders. Der Senator Ruben Gallego sprach von Sechzehn-Stunden-Schichten, rationierten Mahlzeiten und verschimmelten Duschen. Der Senator Richard Blumenthal listete Engpässe bei der Grundversorgung auf, verunreinigtes Wasser und Sorgen um die Sicherheit an Deck. Und die Abgeordnete Sara Jacobs nannte die Zustände ein Personalproblem und ein Risiko für die nationale Sicherheit. Die Marine schickte am Ende dreizehn zusätzliche Berater an Bord. Am neunzehnten August verließ die Lincoln den Nahen Osten. Abgelöst wurde sie von der George Washington, und das Rad dreht sich weiter: Ein Schiff geht erschöpft nach Hause, das nächste rückt in dieselbe Lage ein.

Sie ist nicht das einzige Beispiel. Die Gerald Ford war dreihundertsechsundzwanzig Tage unterwegs, der längste Einsatz eines amerikanischen Trägers seit dem Vietnamkrieg. Seit ihrer Rückkehr liegt sie in einer großen Reparatur, auch wegen der Schäden eines Brandes an Bord im März. Die Werften sind überlastet. Der Marine fehlen nach Bryens Angaben rund zwanzigtausend Seeleute. Und der Träger Nimitz soll im kommenden Jahr außer Dienst gehen.

Was wir hier sehen, ist eine Flotte, die sich verschleißt. Die Schiffe, die lange draußen stehen, kommen in schlechtem Zustand zurück und fallen dann monatelang aus. Die Besatzungen sind erschöpft. Und selbst Schiffe, die nie getroffen wurden, werden mit jedem Monat weniger nützlich. Der Iran musste dafür keinen einzigen Träger versenken.

Hier ist die einfache Wahrheit, die Trump jetzt hinnehmen muss. Amerika kontrolliert die Straße von Hormus nicht, auch wenn er am dreißigsten September von praktisch totaler Kontrolle sprach. Zwischen dem ersten März und dem neunundzwanzigsten September wurden dort zweiundachtzig Angriffe auf Handelsschiffe gezählt. Vierundzwanzig Seeleute kamen ums Leben. Mindestens sechs Schiffe wurden vom Iran aufgebracht. Die Versicherung für eine einzige Durchfahrt hat sich vervielfacht, für einen großen Tanker sind das rund zweihundertfünfzigtausend Dollar zusätzlich. Im August räumte die amerikanische Marine mehr als hundert mutmaßliche Minen aus der Fahrrinne. Und Teheran hat schon im Mai eine eigene Behörde für die Meeresstraße ausgerufen und verlangt von ausgewählten Staaten Durchfahrtsgebühren von bis zu zwei Millionen Dollar je Schiff.

Washington hat versucht, dem etwas entgegenzusetzen. Am vierten Mai begann die Marine, Handelsschiffe unter Geleitschutz aus dem Golf zu holen. Zwei Tage später wurde der Einsatz wieder ausgesetzt, offiziell wegen großer Fortschritte bei den Gesprächen. Die britische Zeitung The Guardian hat für diesen Zustand ein Wort gefunden: eine doppelte Blockade. Die amerikanische Marine sperrt den Iran aus, und der Iran sperrt den Golf zu. Nur dass die eine Seite dafür Flugzeugträger braucht, die sich verbrauchen, und die andere eine Küste, die bleibt, wo sie ist.

Der Iran fühlt sich inzwischen stark genug, um daraus ein Angebot zu machen. Am fünfundzwanzigsten September legte Außenminister Abbas Araghtschi bei den Vereinten Nationen einen Fahrplan vor. Hebt Washington die Blockade auf, setzt es die Ölsanktionen aus und gibt es eingefrorene Guthaben frei, dann öffnet Teheran die Meeresstraße innerhalb von sieben Tagen. „Wir sind bereit für die Diplomatie", sagte Araghtschi. „Es liegt an Präsident Trump, zu wählen."

Hätte Teheran dieses Angebot zu Beginn des Krieges gemacht, hätte es wenig bedeutet. Washington hätte einfach sagen können: Unsere Flotte beherrscht diese Gewässer. Aber im Herbst zweitausendsechsundzwanzig hat das Angebot Gewicht. Trump lehnte ab. Und dann sagte er einen Satz, der alles verrät: Das sei nicht das Abkommen, das er wolle. Es sei das, dem man vielleicht vor einem Jahr zugestimmt hätte. Vor einem Jahr. Vor diesem Krieg.

Und was tut Washington? Es schickt den fünften Flugzeugträger. In dieselbe Lage, an dieselbe Linie, mit denselben Zellen, die sich nicht nachladen lassen. Ein Mehr an Schiffen ändert nichts an der Geografie. Es erhöht nur die Zahl der Ziele und die Zahl der Besatzungen, die sich verbrauchen.

Für Europa ist das keine ferne Seeschlacht. Solange ein Tanker diese Meeresstraße nur mit Geleitschutz oder gar nicht passiert, bleibt der Diesel an deutschen Zapfsäulen auf Rekordniveau. Der September war nach Angaben des Automobilclubs ADAC der teuerste Tankmonat seit Beginn der Aufzeichnungen.

Das ist die Falle von Hormus. Der Iran hat sie nicht mit einer großen Flotte gebaut, sondern mit Entfernung, Zeit und Verschleiß. Er zwingt die stärkste Marine der Welt, auf Abstand zu bleiben, und lässt sie dort altern. Irgendwo muss man anfangen, heißt es. Für Washington hieße das: mit dem Eingeständnis, dass sich diese Lage nicht mit einem weiteren Träger lösen lässt.

Was denkst du? War das der cleverste Schachzug dieses Krieges, oder kann der dritte Träger das Blatt noch wenden? Schreib es uns in die Kommentare. Wenn dir diese Einordnung geholfen hat, dann gib dem Video ein Like und abonniere den Kanal. Das war der Frum Report.

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